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Inhalt

Methodik

1. Hintergrundinformationen zu Indikatoren, Prognose und Clusteranalyse

2. Untersuchungsansatz auf Gemeindeebene

Der Wegweiser Kommune richtet sich an Städte und Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern. Dies sind insgesamt 2.951 von 10.664 Städten und Gemeinden (Niedersachsen: Samtgemeindeebene) (Stichtag 30.06.2012). In den untersuchten Kommunen leben mehr als 86% der Bevölkerung Deutschlands. Dieser Untersuchungsrahmen spiegelt sich auch in der Datengrundlage für die Zusammenstellung des Indikatorenpools (siehe Indikatoren) für die kleinräumige Bevölkerungsprognose und die Erarbeitung der kommunalen Demographietypen mittels Clusteranalyse wider. Als Untersuchungseinheit wurden nur rechtlich eigenständige Kommunen berücksichtigt. Verwaltungsverbünde wie Ämter wurden nicht einbezogen, stattdessen aber die Mitgliedsgemeinden von Verwaltungsverbünden. Eine Ausnahme stellt Niedersachsen da. Hier werden alle Gemeinden die einer Samtgemeinde (Verwaltungsverbund) angehören nicht ausgegeben, stattdessen ist nur die jeweilige Samtgemeinde abrufbar.

Die Beschränkung des Untersuchungsrahmens auf Gemeinden mit mindestens 5.000 Einwohnern verbindet die Anforderung nach belastbaren Analysen und Prognosen mit der notwendigen kleinräumigen Betrachtung für die Erstellung von Handlungskonzepten. Da sich vor allem demographische Veränderungen lokal sehr unterschiedlich auswirken, reichen Untersuchungen auf Ebene von Landkreisen für die Akteure auf der Handlungsebene Kommune oft nicht aus. Je kleiner die zu betrachtende räumliche Einheit jedoch wird, umso schlechter werden die Datenverfügbarkeit und die Aussagefähigkeit zum Beispiel von Bevölkerungsprognosen (siehe Prognose). Die Daten im Wegweiser reichen zurück bis 2003. Seitdem sind einige Gemeinden über die 5.000 Einwohner-Grenze gewachsen. Für diese Gemeinden können erst Daten ab Überschreitung dieser Grenze ausgegeben werden.

Dem Wunsch nach wissenschaftlicher Präzision und plausiblen Aussagen auf der einen Seite, als auch nach größtmöglicher Flächendeckung und Vergleichbarkeit, konnte mit dem gewählten Untersuchungsrahmen entsprochen werden. Der besondere Beitrag des Wegweisers liegt insbesondere auch in der Berücksichtigung kleinerer Kommunen, deren Bedarf an konkreten Hilfestellungen besonders groß ist (vgl. Kommunalbefragung der Bertelsmann Stiftung, März 2005).

Ein besonderes Merkmal des Wegweisers ist die Clusteranalyse. Auf Basis ausgewählter, hochgradig demographierelevanter Daten sind die betrachteten Kommunen in 9 Demographietypen eingeteilt worden. Für diese Demographietypen wurden dann die entsprechenden Handlungsansütze erarbeitet (siehe Clusteranalyse).

3. Datenstand

Im Wegweiser Kommune werden derzeit Datensätze für die Jahre 2003 bis 2011 angeboten. Die Bertelsmann Stiftung ist bemüht im Wegweiser die aktuell verfügbaren Daten einzustellen. Datensätze werden bei Abfragen prinzipiell für das jüngste Jahr ausgegeben, für vergangene Jahre sind kurze Zeitreihen vorhanden. Die Ausgabe orientiert sich in allen Fällen am aktuell eingerichteten kommunalen Gebietsstand.

4. Datenquellen

Die verwendeten statistischen Daten stammen von den statistischen Ämtern der Bundesländer, dem statistischen Bundesamt, der Bundesagentur für Arbeit, der infas GEOdaten GmbH (infas) sowie dem Ausländerzentralregister (AZR) und sind mit größter Sorgfalt nach Quelle und Datenstand gekennzeichnet

Die aktuellen Daten wurden vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (Zefir) und der Forschungsgesellschaft für Raumfinanzpolitik mbH Bottrop (FORA) zusammengestellt und berechnet.

Die Daten zur Bevölkerungsvorausberechung basieren auf Daten der amtlichen Statistik der Bundesländer und wurden von der Deenst GmbH und dem Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH an der Universität Hannover errechnet.

Die Clusteranalyse aus der die 9 Demographietypen hervorgegangen sind wurden vom Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung (Zefir) und der Faktor Familie GmbH entwickelt und berechnet.

Die Pflegeprognose wurde vom Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) der Universität Bremen mit Daten aus der Bevölkerungsvorausberechnung des Wegweisers Kommune und des statistischen Bundesamtes erstellt.

Weitere Quellenangaben in den zum Download angebotenen Texten des Wegweisers haben die Autoren der jeweiligen Texte vorgenommen. Die an der Erarbeitung beteiligten Personen sind unter Projektbeteiligte gewürdigt.

5. Interaktive Tools

In der Rubrik "Wegweiser interaktiv" ermöglicht der Wegweiser Kommune die nutzerspezifische Visualisierung der im Wegweiser enthaltenen Daten. Dabei ist auch eine Verschneidung unterschiedlicher Indikatoren in der grafischen oder Kartendarstellung möglich.

Um die nutzerspezifische Darstellung der Daten zu ermöglichen wurden die Indikatoren nach ihrer Ausprägung auf Basis der Daten des Jahres 2008 in Klassen eingeteilt. Näheres dazu findet sich im Dokument "Hinweise zu Grafiken und Karten: Klassenbildung für Visualisierung im Wegweiser Kommune" ("Download).

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