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Berlin - Start in den Beruf mit der Initiative JOBLINGE

Sich den Ausbildungsplatz "erarbeiten": Die Initiative JOBLINGE unterstützt benachteiligte junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt. Beteiligt sind Unternehmen, Privatpersonen und Institutionen der öffentlichen Hand.

Ausgangslage

  • Trotz des demographischen Wandels und einer relativ guten Wirtschaftslage sowie drohendem Fachkräftemangel in einigen Branchen haben es gering qualifizierte junge Menschen oftmals schwer, einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.
  • Viele sind arbeitslos oder befinden sich im Übergangssystem zwischen Schule und Beruf.
  • Jeder zweite Hauptschulabgänger hat auch ein Jahr nach dem Schulabschluss noch keinen Ausbildungsplatz gefunden.
  • Viele haben sich bereits aufgegeben und können nicht auf die Unterstützung ihres Umfeldes zählen.
  • Die Auseinandersetzung mit Kultur und Sport spielt eine wichtige Rolle dabei, verantwortungsbewusste und starke Persönlichkeiten hervorzubringen, die sich nachhaltig sozial integrieren und am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Ziele

  • Das Programm möchte allen Jugendlichen, unabhängig von Herkunft und Startbedingungen, über Arbeit ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen und sie nachhaltig in die Gesellschaft integrieren.

Umsetzung

  • JOBLINGE unterstützt benachteiligte junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt.
  • In einem sechsmonatigen, intensiven Programm erhalten die Jugendlichen die Chance, sich ihren Ausbildungsplatz aus eigener Kraft zu „erarbeiten" – unabhängig von Schulnoten und klassischen Bewerbungsgesprächen.
  • Ablauf des Joblinge-Programms:
    • Beginn mit einer gemeinnützigen Projektarbeit, bei der die „Joblinge" ihre Motivation unter Beweis stellen können. Erst danach werden sie ins Programm aufgenommen.
    • Schließlich erhalten sie Orientierung über die eigenen Stärken und passenden Berufe, bevor sie dann in JOBLINGE-Partnerunternehmen Praxiserfahrung sammeln.
    • Bei einem Qualifizierungspraktikum können sie erste Berufserfahrungen sammeln, bei einem Bewerbungspraktikum ihre Eignung für einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz unter Beweis stellen.
  • Während der gesamten Zeit werden die Jugendlichen nicht nur von den hauptamtlichen JOBLINGE-Mitarbeitern begleitet, sondern jedem Teilnehmer steht auch ein/e ehrenamtliche/r und geschulte/r Mentor/in mit Rat und Tat zur Seite.
  • Die ehrenamtlichen Mentoren verfügen über Lebens- und Berufserfahrung. Sie hören zu, motivieren und helfen in schwierigen Phasen dabei, nicht aufzugeben.  
  • Zum JOBLINGE-Programm gehören auch kreative Projekte und das Kultur- und Sportprogramm, das gemeinsam mit vielen Künstlern, Museen, Theatern, Hochschulen und Sportvereinen umgesetzt wird.
  • Auch nach Abschluss des Programms und während der Ausbildung bleiben die JOBLINGE-Mitarbeiter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen und den Unternehmen als Ansprechpartner erhalten. Der Kontakt zu den Mentoren und Mentorinnen wird oftmals ebenfalls über die Projektdauer hinaus aufrechterhalten.
  • Die gemeinnützige Initiative JOBLINGE wurde von der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG konzipiert und ins Leben gerufen. JOBLINGE ist als Social-Franchise-System organisiert.
  • Die JOBLINGE-Dachorganisation setzt die Arbeit der Initiatoren fort. Sie unterstützt die bestehenden Standorte in ihrer täglichen Arbeit, sichert gemeinsame Qualitätsstandards und koordiniert den Ausbau der Initiative und des Netzwerks.
  • BostonConsultingGroup leitet diese Organisation als Teil ihres gesellschaftlichen Engagements honorarfrei und unterstützt die Arbeit über die JOBLINGE-Stiftung.
  • Lokal ist die Initiative in Form von gemeinnützigen Aktiengesellschaften (gAGs) organisiert, in die sich Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft einbringen.
  • Unternehmen und Kommunen engagieren sich als (Gründungs-)Aktionäre und stellen das Startkapital für einen JOBLINGE-Standort in ihrer Stadt bereit; ehrenamtliche Vorstände und Aufsichtsräte unterstützen, lenken und stellen ihr Netzwerk zur Verfügung.

Erfolge

  • 5.700 „Joblinge" konnten bisher auf ihrem Weg unterstützt werden.
  • mit 70% eine weit überdurchschnittliche Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt
  • 80 Prozent derjenigen, die einen Ausbildungsplatz gefunden hatten, befanden sich auch nach 6 Monaten noch in der Ausbildung.
  • Das Projekt hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen, darunter:
    • JOBLINGE wirkt – in 2017 durch PHINEO 
    • „Integrationsprojekt des Jahres" 2014 der Deutschlandstiftung Integration
  • Inzwischen ist JOBLINGE bundesweit mit 8 gemeinnützigen Aktiengesellschaften an bundesweit mehr als 25 Standorten aktiv.
  • Mehr als 2.000 Partnerunternehmen aller Größen und Branchen, 1.500 ehrenamtlich engagierte Privatpersonen und 50 Institutionen der öffentlichen Hand bilden das JOBLINGE-Netzwerk.

Kontakt

Christina Schinz

JOBLINGE Dachorganisation
Ludwigstraße 21
80539 München

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