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Erzgebirge - Da steckt mehr drin, als Sie denken

Als Initiative der elf größten Städte des Erzgebirges und des Erzgebirgskreises versteht sich das Regionalmanagement Erzgebirge als Dienstleister und Promoter der Region. Damit soll das Erzgebirge durch ein aktives Regional- und Standortmarketing als lebenswerte Region für Fachkräfte und als attraktiver Wirtschaftsstandort in Deutschland bekannt gemacht werden.

Ausgangslage

  • Die Wirtschaft des Erzgebirges mit einer der höchsten Industriedichten im Freistaat und einem Schwerpunkt in der Metallverarbeitung, (Automobil)Zulieferindustrie und Elektrotechnik gehört zu einem wichtigen Grundpfeiler der sächsischen Wirtschaftskraft. Die Bruttoinvestitionen im Verarbeitenden Gewerbe stiegen im Erzgebirgskreis in 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent. In der Außensicht wird das Erzgebirge allerdings häufig nur als touristische Destination bzw. in Verbindung mit Bergbau sowie der Herstellung erzgebirgischer Volkskunst wahrgenommen.
  • Die natürliche Bevölkerungsentwicklung des Erzgebirgskreises weist seit Jahren einen negativen Saldo aus. Der negative Trend zwischen Abwanderung und Zuwanderung konnte allerdings gestoppt werden, so dass der Saldo seit 2014 positiv ist. Gleichzeitig hat der Landkreis mit derzeit 5,5 Prozent sachsenweit die niedrigste Arbeitslosenquote. Aus den Statistiken der Berufsein- und -aussteiger lässt sich für die nächsten zehn Jahre ein Bedarf von ca. 50.000 Fachkräften abschätzen. Dieser Bedarf kann aufgrund des bereits überdurchschnittlich hohen Anteils an Erwerbstätigen (auch im Hinblick auf Frauen und ältere Erwerbstätige) bei zusätzlich steigendem Bedarf durch die prosperierende Wirtschaftslage nicht allein durch endogene Ressourcen gedeckt werden.
  • Im Jahre 2001 gründete sich mit dem Regionalmanagement Erzgebirge durch den Landkreis und die größten Kommunen des Erzgebirges eine Initiative, um das Erzgebirge als lebenswerte Region und attraktiven Wirtschaftsstandort nach innen und außen zu vermarkten.

Ziele

  • Das wesentliche Ziel der Arbeit des Regionalmanagements Erzgebirge war von Beginn an die Verbesserung des Images und des Bekanntheitsgrades der Region.
  • Neben der Bildung einer Verantwortungsgemeinschaft für das Erzgebirge soll die Identität der Erzgebirger als Voraussetzung für gemeinsames Handeln ausgebaut werden.
  • Unter den aktuellen Bedingungen des demografischen Wandels ist die Sicherstellung des Fachkräftebedarfs für die Unternehmen der Region die größte Herausforderung.

Umsetzung

  • Zur Neupositionierung des Erzgebirges wurde die Marke „ERZGEBIRGE Gedacht. Gemacht." entwickelt. Im Rahmen der Imagekampagne kommt eine Vielzahl an Marketing- und PR-Maßnahmen auf nationaler Ebene mit Fokus auf den Freistaat Sachsen zum Einsatz.
  • Während im ersten Schritt der Schwerpunkt der Imagekampagne auf der Darstellung der Region als attraktiver Wirtschaftsstandort lag, wurde die Kampagne ab 2014 im Hinblick auf die Darstellung des Erzgebirges als lebenswerte Region intensiviert sowie um den Aspekt einer gelebten Willkommenskultur erweitert. Die aktuelle Weiterentwicklung der Marke ERZGEBIRGE zielt darauf ab, die Region als attraktive Arbeitgebermarke zu etablieren.
  • Das Fachkräfteportal Erzgebirge als Serviceangebot der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH wird durch das Regionalmanagement aktiv beworben und durch einen umfassenden Relaunch 2017 weiterentwickelt. Im Rahmen der Fachkräftesicherung werden regionale Studien erstellt bzw. Fachkräftetagungen organisiert.
  • Die Finanzierung der Initiative erfolgt über den Landkreis und die beteiligten Kommunen. Seit 2016 bzw. 2017 kommen zusätzlich Fördermittel des Freistaates (Fachkräfterichtlinie des SMWA bzw. Regionalbudgetförderung innerhalb GRW-Infra) zum Einsatz.
  • In verschiedenen Gremien wird die strategische Ausrichtung des Regionalmanagements sowie die operative Umsetzung mit Partnern wie der IHK, der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft, dem Tourismusverband, dem regionalen Planungsverband, den LEADER-Regionen sowie den zuständigen Sächsischen Ministerien abgestimmt. Seit 2016 werden die Gremien durch den Wirtschaftsbeirat Erzgebirge mit Vertretern strukturbestimmender Unternehmen der Region ergänzt. In der Fachkräfteallianz Erzgebirge werden strategische Projekte zur Fachkräftesicherung der Region umgesetzt.

Erfolge

  • Der Erzgebirgskreis weist laut Studie des Leibniz-Instituts für Länderkunde mit 12 Prozent eine der höchsten Rückkehrerquoten aus den alten Bundesländern im bundesdeutschen Vergleich auf.
  • Seit 2010 wurden über 100 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Bildung, Kultur, Sport, Gesellschaft und Politik zu Botschaftern des Erzgebirges ernannt, die mit besonderem Engagement die Entwicklung des Erzgebirges als Wirtschaftsstandort und lebenswerte Region unterstützen.
  • Verschiedene Preise wie „Sachsens Unternehmer des Jahres", ein CSR-Preis der Bundesregierung oder der Große Preis des Mittelstandes gingen in der Vergangenheit an innovative Unternehmen des Erzgebirges.
  • Das Fachkräfteportal Erzgebirge, das seit 2008 Stellen aus der Region an Rückkehrer, Pendler und Erzgebirger vermittelt, bietet derzeit 800 Stellen- und Ausbildungsanzeigen von knapp 250 Unternehmen an. Fast 200.000 Mal wurde die Seite in den vergangenen sechs Monaten von knapp 80.000 Besuchern aufgerufen.
  • Das Image der Region hat sich dank der vielfältigen Bemühungen positiv gewandelt. Eine repräsentative Befragung 2015 verdeutlichte eine sehr hohe Bekanntheit der Region, eine überdurchschnittliche Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Heimat sowie eine hohe Lebensqualität durch das landschaftlich reizvolle Umfeld und die Freundlichkeit der Menschen.

Kontakt

Dr. Peggy Kreller

Projektmanagerin
Regionalmanagement Erzgebirge
c/o Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH Adam-Ries-Str. 16
09456 Annaberg-Buchholz
Telefon: 03733 - 145 14 6

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