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Hamburg – „Hamburg öffnet die Aktenschränke!“ – Open Data im Transparenzportal Hamburg

Transparenzportal Hamburg Transparenzportal Hamburg

Open Data per Gesetz: Im Transparenzportal Hamburg können Bürgerinnen und Bürger eine Vielzahl von Daten und Dokumenten frei nutzen. Das geht auf das Hamburgische Transparenzgesetz zurück, in dem die Verwaltung und zahlreiche öffentliche Unternehmen dazu verpflichtet werden, ein breites Spektrum an Daten und Dokumenten öffentlich online zugänglich zu machen.

 

Ausgangslage

  • Viele Daten sind nur für diejenigen zugänglich, die damit arbeiten, obwohl sie auch für andere nützlich wären.
  • Seit Oktober 2012 gilt das Hamburgische Transparenzgesetz (HmbTG). Nachdem der Verein „Mehr Demokratie" es durch die Bürgerinitiative „Transparenz schafft Vertrauen" an die politisch Verantwortlichen getragen hatte, wurde es einstimmig von der Hamburgischen Bürgerschaft beschlossen und hat das bisherige Informationsfreiheitsgesetz abgelöst.
  • Mit der Veröffentlichung zahlreicher bisher unter Verschluss gehaltener Behördendaten erhalten die Bürgerinnen und Bürger einen tieferen Einblick in die Abläufe der hamburgischen Verwaltung, um behördliches Handeln nachvollziehbarer zu machen.

Ziele

  • Die Öffentlichkeit soll sich aktiver in die Gestaltung des Gemeinwesens einbringen können (mehr Teilhabe).
  • Verwaltungsabläufe sollen besser nachvollziehbar werden.
  • Eine größere Transparenz staatlichen Handelns soll erreicht werden.
  • Die Kontrolle staatlichen Handelns wird vereinfacht.

Umsetzung

  • Wie im Gesetz vorgeschrieben, veröffentlichen neben der klassischen Verwaltung (Fachbehörden, Bezirksämter und Landesbetriebe) auch die Unternehmungen, auf die die Freie und Hansestadt Hamburg einen dominierenden Einfluss ausübt, ihre Unterlagen im Transparenzportal. 46 Unternehmen haben Teile ihrer Unterlagen ins Register gestellt, weitere Stellen beteiligen sich freiwillig.
  • In einem Zeitrahmen von zwei Jahren wurden durch eine behördenübergreifende Projektgruppe die rechtlichen, organisatorischen und technischen Fragestellungen und Aufgaben geklärt, umgesetzt und entwickelt. Nach den Vorgaben des Gesetzes waren die zu veröffentlichenden Informationsgegenstände ab dem 6.10.2014 online zu stellen.
  • Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit allen Behörden, Dataport (Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik der öffentlichen Verwaltung u. a. in Hamburg), HITeC e. V., dem Fraunhofer-Institut und weiteren Dienstleistern.
  • Mit einem breit angelegten und zielgruppenorientierten Schulungsprogramm (z. B. für Sachbearbeiter und Führungskräfte) wurde der Paradigmenwechsel unterstützt.
  • Der Datenbestand des „Open Data Portal Hamburg" wurde in das Transparenzportal integriert. Außerdem sind dort weiterführende Informationen zum Thema Transparenz zu finden.
  • Im stetig wachsenden Portal sind aktuell über 63.000 Datensätze eingestellt (Stand: 03.2017). Darunter befinden sich einerseits Textdokumente wie z. B. Verträge, die Hamburg mit Unternehmen schließt, Senatsmitteilungen, Gutachten und Studien, Baugenehmigungen, Dienstanweisungen und Empfänger von Subventionen.
  • Außerdem stehen dort strukturierte Daten von fast 60 Liefersystemen wie beispielsweise dem Luftmessnetz, dem Ratsinformationssystem der Bezirksämter oder etwa dem Baumkataster mit Kartendarstellungen und Informationen zu den über 120.000 Bäumen im Stadtbereich zur Verfügung.
  • Über eine Programmierschnittstelle (API) können Interessenten die strukturierten Daten für eine maschinelle Weiterverarbeitung direkt entnehmen.

Erfolge

  • Mit dem Hamburgischen Transparenzgesetz nimmt Hamburg bundesweit eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet behördlicher Transparenz ein.
  • 1. Platz beim Transparenzranking der gemeinnützigen Vereine Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und Mehr Demokratie e.V. für die Stadt Hamburg aufgrund des Transparenzgesetzes und des Transparenzportals.
  • Monatliche Nutzungszahlen im Durchschnitt seit Öffnung des Transparenzportals Hamburg: API 680.082 und Seitenaufrufe 451.043.
  • Die Anzahl der Seitenaufrufe pendelte sich in den letzten 12 Monaten zwischen 138.000 und 351.000 ein.  
  • Anfragen von Kommunen und Trägern sowohl aus dem skandinavischen Raum als auch aus der Bundesrepublik Deutschland. Es fand ein reger Knowhaow-Transfer zu Konzept,  Aufbau und Betrieb des Transparenzportals Hamburg statt.

Kontakt

Fachliche Leitstelle Transparenzportal

Freie und Hansestadt Hamburg
Kattunbleiche 19
22041 Hamburg

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

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