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Ludwigsburg - Kinder- und Familienzentren

Sozialraumorientiert und flächendeckend: Die Ludwigs-burger Kinder- und Familien-zentren bieten frühkindliche Bildung, eine familienfreundliche Infrastruktur und die Einbeziehung der Eltern. Kinder- und Familienzentren gibt es in allen Ludwigsburger Stadtteilen.

Ausgangslage

  • Das Thema Kinder- und Familienzentren ist seit einigen Jahren im Gespräch und wird in unterschiedlichen Varianten umgesetzt, meist als befristete Modellprojekte, aber nicht flächendeckend.
  • Das Ludwigsburger Stadtentwicklungskonzept sieht Aus- und Umbau der Bildungs- und Betreuungslandschaft als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Da im Rahmen der Kinderbetreuung neben der Förderung der Kinder auch die Elternbildung als wichtige Aufgabe gesehen wird, war die Entwicklung des Konzeptes der Kinder- und Familienzentren eine logische Schlussfolgerung.
  • Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die Gesellschaft einem kontinuierlichen Wandel unterliegt. Dieser betrifft insbesondere die Familien, verursacht durch die vermehrte Erwerbstätigkeit der Frauen, die Pluralität der Lebensstile, die zunehmende berufliche Mobilität und die damit verbundenen Migrationsprozesse. 

Ziele

  • Die familienfördernde und -unterstützende Infrastruktur soll verbessert werden.
  • Aus binnenorientierten Kindertageseinrichtungen sollen Kinder- und Familienzentren werden, die sich an ihrem Sozialraum und den Bedürfnissen der lokalen Familien orientieren.
  • Kinder- und Familienzentren sollen zu einem Knotenpunkt familienunterstützender Leistungen werden, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll erleichtert werden.
  • Kinder- und Familienzentren halten ein niederschwelliges Angebot an Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsleistungen bereit.

Umsetzung

  • Die Stadt Ludwigsburg unterhält in allen Stadtteilen mindestens ein Kinder- und Familienzentrum. Konzeptionell sind die Kinder- und Familienzentren in allen Stadtteilen identisch, die Angebote orientieren sich dagegen am jeweiligen Sozialraum.
  • Die Ludwigsburger Kinder- und Familienzentren wurden zumeist aus Kindertageseinrichtungen entwickelt. Das geschah häufig im Zusammenhang mit anstehenden Umstrukturierungen, wie beispielsweise der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren oder der Ausbau der Ganztagesbetreuung.
  • Bereits bestehende Kindertageseinrichtungen wurden teilweise aufwendig umgestaltet, fehlende Kinder- und Familienzentren wurden mit einem spezifischen Raumprogramm neu gebaut.
  • Mit der Formel 3 x 3 x 3 wurde die Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen vorgenommen. D. h., jeweils drei Kindertageseinrichtungen wurden für einen Zeitraum von drei Jahren in drei aufeinanderfolgenden Jahren in die Modellphase aufgenommen.
  • Die Ludwigsburger Familiendialoge dienen dazu, die Wünsche und Bedürfnisse der Eltern in Ludwigsburg kennen zu lernen und die Kinder- und Familienzentren dementsprechend weiter zu entwickeln. Zweimal jährlich tauscht sich der erste Bürgermeister mit den Eltern zu verschiedenen Themen aus, bspw.:
    • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
    • Betreuungsarrangements
    • Angebotsportfolio
    • Entwicklungen im Stadtteil
    • Fördermöglichkeiten 
  • Neben der Stadt engagieren sich drei weitere Träger im Modell Ludwigsburger Kinder- und Familienzentren.
  • Über den städtischen Haushalt werden alle zwölf Einrichtungen zusätzlich unterstützt.

Erfolge

  • Mittlerweile zwölf Kinder- und Familienzentren von vier Trägern in zehn Stadtteilen haben sich inzwischen erfolgreich zu ganz individuellen, am Sozialraum und dem Bedarf der Eltern orientierten Kinder- und Familienzentren weiterentwickelt. 
  • Etwa ein Drittel aller Kinder in der frühkindlichen Bildung und Förderung von 1 - 6 Jahren besucht eine der Einrichtungen.
  • Netzwerkstrukturen mit lokalen und stadtweit agierenden Kooperationspartnern wurde aufgebaut, die Kinder- und Familienzentren sind in den Stadtteilen zu zentralen Anlaufstellen für Bildungs-, Beratungs- und Betreuungsangebote geworden.
  • Während der Modellphase hat sich gezeigt, dass die Entwicklung von Angeboten und die Pflege der Netzwerkstrukturen einen erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand mit sich bringen. Aus diesem Grund wird die finanzielle Förderung nach dem Ende der ersten Projektphase verstetigt. Damit konnte das Fortbestehen der Kinder- und Familienzentren nachhaltig gesichert werden.
  • Die Angebote für Kinder und Eltern, die sich am Bedarf der Familien orientieren, werden von diesen in allen Einrichtungen sehr gut angenommen.
  • Ludwigsburg wurde von der AG Netzwerk Familie BaWü mit dem Prädikat „Familienbewusste Kommune Plus" ausgezeichnet. (2015)

Kontakt

Alice Weber

Projektkoordination
Stadt Ludwigsburg
Wilhelmstraße 11
71638 Ludwigsburg

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