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München - MünchenKompetenz

Erleichterte Integration der Muslime in bestehende Strukturen: Die Stelle für interkulturelle Arbeit in München entwickelte ein neues Konzept, um die Integration von Imamen und muslimischen Seelsorgern zu fördern, ihre Kompetenz als gesellschaftliche Akteure zu stärken und die Vernetzung mit Institutionen und Einrichtungen zu ermöglichen.

Ausgangslage

  • Nicht alle Bürger haben einen gleichberechtigten Zugang zu den Angeboten der Stadt.
  • Zudem wünscht sich die Stadt einen besseren Zugang zu Münchnern muslimischen Glaubens.

Ziele

  •  die Integration der Muslime in bestehende Strukturen erleichtern
  • Hierzu wurde eine Weiterbildung angeboten, deren Ziele waren:
    • die Integration von Imamen und muslimischen Seelsorgern fördern
    • ihre Kompetenz als gesellschaftliche Akteure stärken
    • die Vernetzung mit Institutionen und Einrichtungen ermöglichen
  • Insgesamt sollten mit dem Projekt negative Wahrnehmungen und Vorurteile bei der Zielgruppe und bei den Akteuren der Mehrheitsgesellschaft abgebaut werden.

Umsetzung

  • Unter Leitung der Stelle für interkulturelle Arbeit der Landeshauptstadt München wurde in acht eintägigen Modulen über einen Zeitraum von acht Monaten vormittags Theorie unterrichtet und nachmittags eine Exkursion veranstaltet.
  • Inhalt der Weiterbildung waren beispielsweise Themen wie „Angekommen in Bayern", „Die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland", „Bildungs-/Ausbildungssystem und Arbeitsmarkt" und „Interkulturelles und interreligiöses Leben".
  • Die Integration der Imame und Seelsorger wurde durch die Vermittlung von Wissen über Bundes-, Landes-, und kommunale Strukturen des Gemeinwesens sowie staatlicher und nichtstaatlicher Einrichtungen und der diesbezüglichen gesetzlichen Regelungen gefördert.
  • Die Imame und Seelsorger als Multiplikatoren wurden mit dem Wissen und der Kompetenz ausgestattet, ihre eigene Klientel an jeweils zuständige soziale Einrichtungen und staatliche Institutionen verweisen bzw. begleiten zu können.
  • Zugleich helfen die Imame dabei, bestehende Hemmschwellen beim Zugang zu Einrichtungen, Diensten und Angeboten abzubauen. Als religiöse Autorität genießen sie das Vertrauen ihrer Klientel und wirken als Multiplikator und/oder Mittler.

Erfolge

  • 25 Imame und muslimische Seelsorger aus 13 Ländern, darunter vier Frauen, nahmen an der Weiterbildung teil.
  • Die Teilnehmer haben sich nach Ablauf der Weiterbildung zum Verein MünchenKompetenz für Imamweiterbildung e. V. zusammengeschlossen. Dieser Verein wird derzeit vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert und führt in Eigenregie die Weiterbildung deutschlandweit fort.
  • Das Projekt soll 2018 oder 2019 wiederholt werden.

Kontakt

Matthias von Sarnowski

Stelle für interkulturelle Arbeit derLandeshauptstadt München
Streitfeldstraße 23
81673 München
Telefon: 089 - 2 3333 444

Weitere Informationen

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