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Potsdam - Netzwerk "Älter werden in Potsdam"

Pflege-Netzwerk weiter gedacht: Im Netzwerk „Älter werden in Potsdam" wird die gesamte Lebensphase Alter betrachtet. Pflege ist eines der Handlungsfelder. Die Stadt Potsdam übernimmt Steuerungs-, Koordinierungs- und Moderationsfunktionen.

Ausgangslage

  • Durch die Einführung der Pflegeversicherung sind die Steuerungsmöglichkeiten im Pflegesektor auf die Bundes- und Länderebene verlagert worden. Die Kommunen haben keine direkten Steuerungsmöglichkeiten.
  • Der Aufbau von Vernetzungsgremien im Handlungsfeld Pflege (z.B. Pflegekonferenzen, Pflegenetzwerke etc.) stellt für die Kommunen eine Möglichkeit dar, eine kommunale Pflegepolitik aufzubauen.
  • Seinen Ursprung hat das Netzwerk "Älterwerden in Potsdam" in der Arbeitsgruppe „Demenz". Mit Akteuren der Stadt, der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg und Wohlfahrtsverbänden u.a. gab sie den „Wegweiser für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen" heraus.

Ziele

  • für ältere Menschen ein würdevolles, selbstständiges Leben im Alter ermöglichen und Rahmenbedingungen für deren aktive Teilhabe schaffen
  • die Zusammenarbeit zwischen Trägern, Anbietern, Initiativen und Einrichtungen auf dem Weg zu einer bedürfnisorientierten Versorgung älterer Menschen nachhaltig verbessern

Umsetzung

  • Kooperationspartner aus den Bereichen ambulante und stationäre Pflegeanbieter, Kliniken, Wohnungsunternehmen, Beratungsstellen, Stadtverwaltung, Seniorenbeirat, Ehrenamtliche Initiativen und gemeinnützige Vereine, Wohlfahrtsverbände, Bildungsträger und ambulante Hospizdienste bilden das Netzwerk "Älter werden in Potsdam".
  • Das für weitere Partner grundsätzlich offene Netzwerk entscheidet gemeinsam über die Aufnahme neuer Mitglieder. Voraussetzung für die Aufnahme ist die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung und einer Geschäftsordnung.
  • Die Geschäftsordnung des Netzwerks "Älter werden in Potsdam" schreibt eine aktive Mitwirkung u.a. in den Arbeitskreisen und an gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen des Netzwerks vor.
  • Grundsätzlich wird das Netzwerk durch zwei Sprecherinnen oder Sprecher vertreten. Zum Ausgleich unterschiedlicher Interessenlagen sollen diese paritätisch besetzt werden:
    • eine Vertretung eines Trägers
    • eine Vertretung der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Potsdam
  • Die Netzwerkkoordination und -moderation erfolgt aktuell durch die Gesundheits- und Sozialplanerin der Stadt und eine Steuerungsgruppe. Viele Jahre lang stellte zudem die Alzheimergesellschaft eine zweite gleichberechtigte Netzwerkkoordinatorin.
  • Durchschnittlich gibt es jährlich 2-3 Netzwerkkonferenzen der Kooperationspartner sowie eine „Zukunftskonferenz" mit einem jeweils aktuellen thematischen Schwerpunkt.
  • Darüber hinaus finden regelmäßig Zusammenkünfte im Rahmen von zwei Stammtischen (Ambulante Pflege und Stationäre Einrichtungen) und verschiedenen themenbezogenen Arbeitskreisen statt:
    • Zusammenarbeit
    • Alter und Ehrenamt
    • Gerontopsychiatrie
    • Pflegestrukturen und Bedarfe
    • Wohnen im Alter
  • In den Arbeitskreisen werden auf der Basis konkreter Arbeitsaufträge gemeinsame Positionspapiere formuliert und neue gemeinsame Angebote bzw. Qualitätsstandards entwickelt.
  • Zusätzlich unterstützt das Netzwerk das jährlich stattfindende Fest der Pflege als Würdigung aller im Pflegebereich tätigen Menschen (hauptamtlich, ehrenamtlich oder in der Familie) in Potsdam.

Erfolge

  • Das Netzwerk "Älter werden in Potsdam" ist in der kommunalen Politik und Verwaltung etabliert. Der Aufbau von Netzwerken ist auch in weiteren Politikfeldern gelungen.
  • Die Anzahl der Netzwerkpartner ist seit dessen Gründung von 15 auf rund 50 Partner angewachsen.
  • Im Handlungsfeld Pflege kann eine Unter- oder Überversorgung verhindert und gezielt die (soziale) Infrastruktur gefördert werden.
  • Neben einem zu beobachtenden besseren Informationsaustausch zu bestehenden Bedarfen und Angeboten sowie erleichterten Kooperationsmöglichkeiten infolge des stärkeren persönlichen Kontakts wurden durch das Netzwerk insbesondere eine Vielzahl konkreter Instrumente entwickelt:
    • Standard für ambulante Pflegedienste zur Durchführung von Beratungseinsätzen
    • Positionspapier „Ambulant betreute Wohnformen"
    • Qualitätsstandard für die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen
    • Überleitungs- und Nachsorgekonzept für eine lückenlose Versorgung nach Klinikaufenthalten
    • Broschüre „Was tun, wenn der Alltag nach einem Aufenthalt im Krankenhaus zu Hause neu geregelt werden muss?"

Kontakt

Juliane Nachtmann

Gesundheits- und Sozialplanerin
Landeshauptstadt Potsdam
Hegelallee 6-10
14467 Potsdam
Telefon: 0331 - 28 92 448

Weitere Informationen

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