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Ravensburg - Lebensräume für Jung und Alt

Wer aktiv ist, bleibt länger jung. Diese Erfahrung liegt dem Konzept der „Lebensräume für Jung und Alt" zugrunde: Sie setzen nicht nur auf professionelle Dienstleistungen, sondern auf aktive Nachbarschaft in überschaubaren Wohnanlagen, in denen verschiedene Generationen miteinander leben, sich gegenseitig helfen und für einen abwechslungsreichen Alltag sorgen.

Ausgangslage

  • Wo keine Familienangehörigen zur Verfügung stehen, wird professionelle Hilfe durch ambulante Pflegedienste mit den entsprechenden Kosten nötig. Mit den „Lebensräumen für Jung und Alt" hat die Stiftung Liebenau/St. Anna-Hilfe ein Modell entwickelt, das auf diese Bedürfnisse antwortet. Es wurde bereits an 20 Standorten umgesetzt.
  • Versorgungsmodelle in der Altenhilfe (betreutes Wohnen, Heimversorgung) bergen viele Nachteile: Passivität der Bewohner, Professionalisierung/Kostenintensität, Separierung der Bewohner etc.
  • Haltungsänderung bei den Menschen/gesellschaftlicher Wandel: Die meisten wollen im Alter möglichst selbstständig bleiben
  • Konkreter Anlass für die Entstehung des ersten Projekts war die Suche nach einer Alternative zu einem nicht realisierbaren Pflegeheimprojekt in Vogt.

Ziele

  • Vermeidung der Nachteile von Vollversorgungssystemen durch ein gemeinwesenorientiertes, subsidiär ausgerichtetes Konzept
  • generationsübergreifendes Wohnen von Jung und Alt, Begegnung, Nachbarschaftshilfe
  • Aktivierung und Förderung von Selbständigkeit, Prävention von Hilfebedürftigkeit
  • subsidiärer Hilfemix von Selbst-, ehrenamtlicher und professioneller Hilfe
  • Quartiersintegration und Aktivierung kommunalen bürgerschaftlichen Engagements
  • Kostenersparnis durch Prävention und Aktivierung

Umsetzung

  • Wohnprojekte mit entsprechend differenziertem Wohnangebot
  • Räume für Begegnung, Beratung, Vermittlung etc.
  • zentrale Lage im Wohnquartier mit entsprechender Infrastruktur
  • professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) zur Moderation der Aktivitäten, Begleitung etc.
  • quartiersbezogene, offene Gemeinwesenarbeit
  • Kooperation Sozialstiftung – Kommune – Bürger
  • Finanzierungsmodell, das Unabhängigkeit der Gemeinwesenarbeit sichert (Sozialfonds, Bürgerstiftung)
  • Imagebroschüren, Fachartikel, Buchveröffentlichung, Videos
  • Umsetzung durch barrierefreie Wohnanlagen mit normalen, altengerechten 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen (40 bis 100 Quadratmeter) für junge und ältere Bewohner, Alleinstehende, Paare oder Familien sowie je einem Servicezentrum mit Büro und Gemeinschaftsräumen
  • Der größte Teil der Wohnungen wird an Privateigentümer verkauft, zur Eigennutzung, als Kapitalanlage oder als Vorsorge für die Zukunft.
  • Ein Kontingent an Wohnungen ist öffentlich gefördert.
  • Käufer dieser Wohnungen können zinsverbilligte Darlehen in Anspruch nehmen.
  • Zur Finanzierung der Gemeinwesenarbeit haben die Stiftung Liebenau und die jeweilige Gemeinde vor Ort einen Sozialfonds gegründet, in den Verkaufserlöse der Wohnungen, Mitteleinlagen der Gemeinde und Spenden einfließen.
  • Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt durch Prof. Dr. Kallfass.

Erfolge

  • inhaltlich gelungenes Projekt mit hoher präventiver und sozialer Wirkung
  • Anfang 2006 Bundespreis beim Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft" für die Wohnanlage Gänsbühl in Ravensburg
  • Lebensräume Gänsbuhl und Weinbergstraße in Ravensburg aufgrund der generationenübergreifenden Kommunikation und des Generationenaustauschs Ende 2006 aufgenommen als Bundesmodellprojekt Mehrgenerationenhäuser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Mittlerweile wurden an rund 20 Standorten in Süddeutschland und Österreich Projekte realisiert.

Kontakt

Gerhard Schiele

Stiftung Liebenau St. Anna-Hilfe gGmbH „Lebensräume für Jung und alt"
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren-Liebenau
Telefon: 07542 - 10 40 05

Ulrich Kuhn

Stiftung Liebenau St. Anna-Hilfe gGmbH „Lebensräume für Jung und alt"
Siggenweilerstr. 11
88074 Meckenbeuren-Liebenau
Telefon: 07542 - 10 12 06

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