Deggendorf - Begrüßung durch den Bürgermeister

In der Stadt Deggendorf werden Zuwanderer persönlich vom Oberbürgermeister in ihrer neuen Heimatstadt willkommen geheißen. So sollen die ankommenden Spätaussiedler schnell ihren Weg in die Stadtgemeinschaft finden und sich zuhause fühlen. Es soll das Gefühl vermitteln, in Deggendorf willkommen zu sein.

Ausgangslage

  • Die „große Kreisstadt" Deggendorf hat einen Aussiedleranteil von 8,5 Prozent und einen Ausländeranteil von 6,9 Prozent. Im Jahre 2004 kamen aufgrund eines neuen Übergangswohnheimes 140 neue Spätaussiedler in die Stadt. Das Übergangswohnheim für Spätaussiedler ist mittlerweile geschlossen worden, da seit dem Inkrafttreten des neuen Zuwanderungsgesetzes der Aussiedlerzuzug nur noch spärlich war.
  • Aus dem Übergangswohnheim ist eine Asylbewerberunterkunft geworden. Für die in dieser Unterkunft beherbergten Kinder gibt es eine Hausaufgabenbetreuung.

Ziele

  • Die Neubürger der Stadt Deggendorf sollen schnell ihren Weg in die Stadtgemeinschaft finden und sich zu Hause fühlen.

Umsetzung

  • Die Stadt und der Oberbürgermeister versuchen durch persönliche Ansprache und Aktivierung bürgerschaftliches Engagements den ankommenden Neubürgern das Gefühl zu vermitteln, in Deggendorf willkommen zu sein.
  • Dazu werden auch bereits heimische Bürger und die Vereine durch die Stadt und den Bürgermeister angesprochen, sich gezielt um die Integration der ankommenden Neubürger zu bemühen. Dies wird von Kommunikationsmaßnahmen unterstützt.
  • Der Oberbürgermeister lädt jährlich alle in Deggendorf angekommenen Spätaussiedler und sonstige Zugezogene zu einem Neujahrsempfang in Anwesenheit des Stadtrats ein. Im Rahmen der Veranstaltung werden sie als Neubürger der Stadt Deggendorf willkommen geheißen und über die Möglichkeiten informiert, sich aktiv am Stadtleben zu beteiligen und einzubringen.
  • Mit der Betreuung der jährlich neu ankommenden Spätaussiedler war bisher das Projekt „Bürgerarbeit" der Stadt beauftragt. Seit Juni 2007 hat diese Aufgabe die Integrationsbeauftragte der Stadt, Heidi Löhnert, ehrenamtlich übernommen. Bereits seit Juli 2004 wird einmal im Monat ein Sprachstammtisch für die Aussiedler angeboten. Dort kann – zusammen mit einheimischen Bürgern – in zwangloser Form die deutsche Sprache eingeübt werden.
  • Im Oktober 2006 wurde ein Ausländerbeirat ins Leben gerufen. Er besteht aus Angehörigen der am zahlreichsten vertretenen Nationalitäten der Stadt, einem Beirat aus Ämtern und Wohlfahrtsverbänden, der Krankenkassen, der Kirchen, der Bildungseinrichtungen und der Polizei. Er tagt zweimal jährlich und wird von dem Oberbürgermeister und der Integrationsbeauftragten einberufen. Der Ausländerbeirat wurde mittlerweile in "Migrationsbeirat" umbenannt, damit auch inzwischen eingebürgerte Ausländer noch Mitglied sein können.
  • Parallel dazu tagt der Arbeitskreis Integration (ähnlich zusammengesetzt wie oben), um neue Maßnahmen zu beraten, die die Integration in der Stadt fördern.
  • Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet eine Hausaufgabenbetreuung und einen Deutsch-Unterricht für die Asylbewerber an, der gut in Anspruch genommen wird.
  • Ab dem Schuljahr 2006/2007 haben sich Ehrenamtliche bereiterklärt, für Schüler mit Migrationshintergrund eine sog. Lesepatenschaft zu übernehmen, d. h. sie helfen den Kindern durch Lesenachhilfe die deutsche Sprache besser zu erlernen.

Erfolge

  • Die Spätaussiedler selber bestätigten der Stadt eine besondere Aktivität bei der Integration. Die positive Aufnahme durch Seiten der Stadt erleichtere das Ankommen am neuen Lebensort.
  • Die Stadt Deggendorf betont, dass durch die stattfindende Zuwanderung keine zunehmenden Kriminalitätsraten zu verzeichnen sind.

Kontakt

Heidi Löhnert

Stadt Deggendorf
Franz-Josef-Str. 3
94469 Deggendorf
Telefon: 0991 - 29 60 116

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Deggendorf (DEG) Bayern

Demographietyp

Stabile Mittelstädte

Bevölkerung 2014

31.886

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-1,3

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