München - München lebt Vielfalt – die interkulturelle Öffnung der Verwaltung am Beispiel der Personalentwicklung

Der Stadt München ist es wichtig, dass sich die Heterogenität der Stadtgesellschaft auf allen hierarchischen Ebenen der Stadt widerspiegelt. So verfolgt sie eine Strategie der interkulturellen Öffnung und Orientierung der Verwaltung. Die Referate bekommen hierzu durch interkulturelle Trainings, Studien und moderierte Workshops die Unterstützung der Stelle für interkulturelle Arbeit.

Ausgangslage

  • Im Februar 2008 beschloss der Münchner Stadtrat einstimmig das interkulturelle Integrationskonzept. Herzstück ist die dort verankerte Strategie der interkulturellen Orientierung und Öffnung der Verwaltung der Landeshauptstadt.

Ziele

  • Die Referate streben an, langfristig alle Produkte und Dienstleistungen für alle Bewohner der Stadt gleichermaßen zugänglich zu machen und sich auf diese Weise bei allen Tätigkeiten interkulturell zu öffnen. So soll sich die Vielfalt der Stadtgesellschaft auch auf allen Hierarchieebenen der Mitarbeiter abbilden.

Umsetzung

  • Die Stelle für interkulturelle Arbeit greift das Neue Steuerungsmodell auf und führt mit den Referatsspitzen Jahresgespräche durch, in denen die Strategie der interkulturellen Öffnung von Produkten für das kommende Jahr festgehalten wird.
  • Die Stelle für interkulturelle Arbeit steht den Referaten mit einem breiten Unterstützungsangebot wie
    • interkulturelle Schulungen,
    • Hilfe bei der Erstellung von Indikatoren zur interkulturellen Öffnung,
    • Studien/Analysen,
    • Gutachten,
    • moderierte Workshops
    • sowie Unterstützung bei Befragungen zur Seite.
  • Um die interkulturelle Öffnung zu begleiten, wurden mit wissenschaftlicher Begleitung Instrumente entwickelt, die dabei helfen, in Personalauswahlverfahren und Assessment Centern die interkulturelle Kompetenz von Bewerbern einzuschätzen.
  • Durch die Einführung eines Indikatorensystems können nun Bedarfe benannt, Erfolge sichtbar gemacht und entsprechend gesteuert werden.

Erfolge

  • Der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund an den Auszubildenden hat sich von 11,6 Prozent in 2006 auf 16,2 Prozent in 2009 gesteigert.
  • Zwischen 2005 und 2009 wurden insgesamt 4104 städtische Mitarbeiter interkulturell fortgebildet. Derzeit werden fachspezifische interkulturelle Fortbildungen für Rettungsassistenten der Feuerwehr (ca. 600 Personen) geplant.
  • Bis 2013 werden außerdem alle Spitzen-Führungskräfte eine interkulturelle Fortbildung erhalten haben.
  • Um das Thema interkulturelle Kompetenz in Personalauswahlverfahren weiter zu professionalisieren, werden im Jahr 2012 und 2013 560 Personen aus diesem Bereich fortgebildet.

Kontakt

Franziska Szoldatits

Landeshauptstadt München
Franziskaner Str. 8
81669 München

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

München Bayern

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2014

1.429.584

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

14,1

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