Regenstauf - Seniorenpolitischer Workshop

Die Gemeinde Regenstauf hat mit der Durchführung eines seniorenpolitischen Workshops und der Entwicklung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes eine gute Grundlage geschaffen, um den Herausforderungen des demographischen Wandels mit einem koordinierten Vorgehen zu begegnen.

Ausgangslage

  • Der Markt Regenstauf hat unter dem Motto "Lebensraum mit Perspektive" im Jahr 2011 bedeutende Schritte eingeleitet, um den wachsenden Leerständen und der anstehenden Herausforderungen der demographischen Entwicklung begegnen zu können.
  • Die Kommune mit seinen ca. 15.000 Einwohnern in einer landschaftlich reizvollen Umgebung im Kreis Regensburg gelegen, hat das Projekt "Aktives Zentrum Regenstauf" zum Anlass genommen, unter breiter Bürgerbeteiligung, den öffentlichen Raum im Ortskern umzurüsten.
  • Das Mehrgenerationenhaus in Regenstauf leistet bereits seit Jahren wertvolle Arbeit, die ein Bestandteil der Entwicklung einer zukunftsorientierten Seniorenpolitik und -arbeit in der Kommune ist.
  • Mit Hilfe einer externen Moderatorin (Fachberatung für Sozialplanung und Bürgerengagement, Dortmund) wurden im Herbst 2011 insgesamt 3 Workshoptage mit Kommune, Politik, Seniorenbeauftragten, Seniorenbeirat, Anbietern, Unternehmen und Interessierten durchgeführt, um Grundzüge der Seniorenpolitik, konkrete Maßnahmen und Umsetzungsschritte zu erarbeiten.

Ziele

  • Bestandsdaten und Interessen der Teilnehmerrunde wurden zunächst im Workshop vorgestellt und diskutiert. Als grundlegende Ziele, des zu erstellenden Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes, wurden im zweiten Workshopteil festgelegt:
    • Die Lebensqualität der verschiedenen Gruppen in Regenstauf soll erhalten und verbessert werden.
    • Die Generationenbeziehungen sollen gestärkt werden. Damit verbunden stellt Seniorenpolitik eine Querschnittaufgabe dar, die möglichst alle Generationen mit im Blick hat.
    • Die verschiedenen Ortsteile werden mit ihren spezifischen Ausgangsbedingungen, Interessen und Bedarfen in das Gesamtkonzept angemessen berücksichtigt und einbezogen.
    • Das selbstständige Wohnen im Alter soll so lange wie möglich beibehalten werden.
    • Eine barrierefreie Umgebung, ein seniorengerechtes Wohnumfeld und die Erhaltung und Verbesserung der Mobilität werden berücksichtigt.
    • Die vielfältige Angebotslandschaft in Regenstauf soll durch eine verbesserte Informations-, Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit bedarfsgerecht an die entsprechenden Zielgruppen vermittelt werden.
    • Das breit aufgestellte Vereinsleben und Ehrenamt in Regenstauf soll weiter gestärkt werden, insbesondere zum Ausbau der institutionalisierten Nachbarschaftshilfe und zur Gewinnung neuer Ehrenamtlicher.
    • Selbsthilfepotenziale und Prävention sind zu stärken, um älteren Menschen ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
    • Das breite Angebotsspektrum und die Vielfalt der Aktivitäten bedürfen einer verbesserten Koordination und Vernetzung.

Umsetzung

  • Im Januar 2012 wurden die Ergebnisse des Workshops dem Gemeinderat vorgestellt.
  • Vorgeschlagen wurde die Einrichtung eines Runden Tisches Seniorenpolitik mit folgenden Aufgaben:
    • Feststellung örtlicher Bedarfe
    • Anregungen an die Kommune für Erhebungen
    • Vorstellung, Feinabstimmung und Weiterentwicklung des seniorenpolitischen Konzeptes
    • Festlegung der Themenschwerpunkte
    • Abstimmung der vorhandenen Angebote und deren Weiterentwicklung
    • Benennung örtlicher Ansprechpartner für Seniorenarbeit und Mitwirkung an der Gestaltung eines Gesamtseniorenbeirates für die Marktgemeinde.
    • Einrichtung von Projektgruppen zur Bearbeitung einzelner Themenschwerpunkte und Projekte
    • Einladung von Experten zu ausgewählten Themen und das Einbringen von Stellungnahmen zu laufenden Vorhaben (bspw. "Aktives Zentrum")
  • Als Teilnehmer des Runden Tisches Seniorenpolitik werden vorgeschlagen:
    • Verantwortlicher Koordinator der Kommune
    • Seniorenverantwortliche der Ortsteile
    • Seniorenbeauftragte
    • Mitarbeiterin des Mehrgenerationenhauses
    • Wohlfahrtsverbände/VDK-Vertreter
    • Herr Seidl/Landkreis
    • Je ein Vertreter der ev. Kirchengemeinden und der kath. Pfarreien
  • Je nach Themengebiet können weitere Teilnehmer dazu eingeladen werden und/oder sich aktiv in den Projektgruppen beteiligen (beispielsweise Ärzte, Unternehmen, Pflegekassen etc.). Die Häufigkeit der Treffen bestimmt der Runde Tisch bei der ersten Sitzung. Die Einladung, Protokollführung und Organisation der zu erledigenden Aufgaben übernimmt der verantwortliche Koordinator in der Kommunalverwaltung.

Erfolge

  • Als erste, kurzfristige Maßnahme wurde bereits im Januar eine von einem ehrenamtlichen Team erarbeitete Homepage eingerichtet, die über Angebote und Aktivitäten von und für Senioren informieren soll: www.wir-in-regenstauf.de

Kontakt

Johann Kandlbinder

Geschäftsleitung
Markt Regenstauf
Bahnhofstr. 15
93128 Regenstauf
Telefon: 09402 - 50 930

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Regenstauf Bayern

Demographietyp

Stabile Mittelstädte

Bevölkerung 2014

15.772

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

10,4

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