Bremen - ZwischenZeitZentrale

Die Bremer ZwischenZeitZentrale (ZZZ) vermittelt seit dem 12. März 2010 zwischen Eigentümern leerstehender Gebäude und Flächen und potenziellen Zwischennutzern. So wird Leerstand verringert und eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen.

Ausgangslage

  • Bremen gehört zwar nicht zu den schrumpfenden Städten, aber dennoch stehen immer wieder Gebäude für eine längere Zeit leer, bevor sie neu genutzt werden. 
  • Auch Brachflächen bleiben oftmals längere Zeit ungenutzt.
  • Gleichzeitig sind viele kleine Unternehmen, Initiativen und Vereine auf der Suche nach günstigen Räumen und Flächen. 
  • Viele Eigentümer sind unter bestimmten Bedingungen gerne bereit, Gebäude und Grundstücke für eine Zwischennutzung zur Verfügung zu stellen.

Ziele

  • Leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen sollen sinnvoll zwischengenutzt werden, sodass für alle Beteiligten eine Win-win-Situation entsteht.
  • Bürgern und Bürgerinnen sollen aktiviert werden, sich in Stadtentwicklungsprozessen

Umsetzung

  • Träger des Projekts ist der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen in Kooperation mit dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, dem Senator für Kultur (ab 2012, zweite Förderperiode ohne den Bund) und der Senatorin für Finanzen, sowie der Immobilien Bremen und der Wirtschaftsförderung Bremen. Umgesetzt wurde es von der AAA GmbH in Kooperation mit Sarah Oßwald.
  • Von 2009 bis 2012 wurde die ZZZ – ZwischenZeitZentrale als ein Pilotprojekt von bundesweit zirka 75 Projekten der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. 
  • Von 2012 bis 2016 wird die Arbeit der ZZZ – ZwischenZeitZentrale von vier städtischen Ressorts und zwei Institutionen weiter unterstützt.
  • Die ZZZ – ZwischenZeitZentrale übernimmt die Vermittlerrolle zwischen Eigentümern und Zwischennutzern. Sie sucht nach geeigneten Objekten und berät und begleitet alle Beteiligten. Sie führt außerdem auch aktiv als Akteur Projekte im Stadtraum durch.
  • Das Prinzip lautet „vergünstigter Raum gegen befristete Nutzung".
  • Aktuelle Objekte sind auf der Homepage der ZZZ – ZwischenZeitZentrale beschrieben.
  • Für eine Zwischennutzung kommen sowohl private als auch öffentliche Gebäude im gesamten Stadtgebiet in Frage.

Erfolge

  • Durch die Zwischenvermietung entsteht ein Nutzen für beide Seiten.
  • Die Zwischennutzer können leerstehende Gebäude und Brachflächen kostengünstig für ihre Zwecke nutzen.
  • Gleichzeitig profitieren die Eigentümer davon, dass ihre Objekte gepflegt werden und eine positivere Ausstrahlung bekommen. Ungenutzt hingegen verursachen sie unnötige Kosten und ziehen Vandalismus an. Von einer Zwischennutzung kann das gesamte Quartier profitieren.
  • Neben der Miete bringen die Mieter auch Arbeitskraft, soziale Netzwerke und Kreativität ein.
  • Die geringe Miete verringert das finanzielle Risiko und macht es leichter, neue Ideen umzusetzen.
  • Teilweise entstehen aus Zwischennutzungen reguläre Mietverhältnisse und Raumunternehmen, sogenannte Second Hand Spaces.
  • Die leerstehenden Gebäude bzw. Flächen wurden bisher z. B. von Künstlergruppen, als Sozialkaufhaus, Büro, Atelier, Café oder Tauschboutique sowie für Ausstellungen, Film- und Theateraufführungen genutzt. Es hat sogar mehrere Nutzungen als Filmlocation gegeben.
  • Das Projekt ZZZ – ZwischenZeitZentrale wurde bis September 2016 verlängert.
  • Es wurde am 03. März 2014 im bundesweiten Wettbewerb als ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2013/14" für ihre wegweisenden Impulse für die Städte und Gemeinden der Zukunft prämiert („Ideen finden Stadt").
  • In Rom (Italien) und Alba Iulia (Rumänien) sollen Zwischennutzungsagenturen entstehen, die sich an der ZZZ – ZwischenZeitZentrale orientieren. Diese ist in das EU-Projekt www.tutur.eu involviert und vermittelt ihr Wissen weiter.

Kontakt

AAA GmbH

Hansator 1
28217 Bremen

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Bremen, BL

Bevölkerung 2014

661.888

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

1,0

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