Finsterwalde - Qualifizierung zum Gesundheitsdienstleister

Um möglichst lange selbstständig zu wohnen, sind im Alter oft bauliche Veränderungen notwendig. Das Handwerk hat eben diesen Bedarf an baulichen Veränderungen des Wohnumfelds und gesellschaftlicher Einrichtungen erkannt und reagiert darauf mit seinen Dienstleistungen und nutzt damit eine Chance für Beschäftigung im Handwerk.

Ausgangslage

  • Die größte wirtschaftliche Kraft in Brandenburg und speziell in Südbrandenburg ist das Handwerk. Das Handwerk bietet den Menschen Arbeit. Diese Arbeitsplätze gilt es zu erhalten.
  • Einhergehend mit der immer älter werdenden Bevölkerung werden die Menschen auch gebrechlicher. Die Bedürfnisse der älteren Menschen zielen darauf hin, das Leben auch im Alter selbst organisieren zu können. Dies bedarf natürlich oft grundlegender Veränderungen im Lebens- und Wohnumfeld der Menschen. So müssen z. B. Häuser und Wohnungen altersgerecht umgebaut werden. Auch die Finanzierung dieser Maßnahmen muss gesichert werden.
  • Das Handwerk hat eben diesen Bedarf an baulichen Veränderungen des Wohnumfelds und gesellschaftlicher Einrichtungen erkannt und reagiert darauf mit seinen Dienstleistungen und nutzt damit eine Chance für Beschäftigung im Handwerk.

Ziele

  • Entwicklung von Dienstleistungen, die sich am demografischen Wandel orientieren.
  • Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen im Handwerk.

Umsetzung

  • In Weiterbildungsmaßnahmen werden in der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft gewerblich Beschäftigte aus den Handwerksbereichen zum Gesundheitsdienstleister/mobilen Wohnberater qualifiziert.
  • Bei der Erarbeitung des Modells der Weiterbildungsmaßnahme wurden insbesondere Handwerksbetriebe des Bauhaupt- und Baunebengewerbes und weitere strategische Partner eingebunden.
  • Strategische Partner waren:
    • Pflege- und Krankenkassen,
    • Berufsgenossenschaften,
    • Ärzteverbände,
    • Wohnungsgesellschaften,
    • Hersteller,
    • Händler,
    • Architektenkammern,
    • Finanzinstitute,
    • Pflegeeinrichtungen,
    • Senioreneinrichtungen und
    • Betroffenenverbände
  • Bei der Qualifizierung geht es neben baulichen Fragen auch um die Finanzierung der geplanten Maßnahmen.
  • Die Themen der Weiterbildung werden immer aktuell angeglichen und erneuert, gerade im Bereich der DIN Vorschriften.
  • Im Anschluss an die Qualifizierung zum Gesundheitsdienstleister kann das bundesweite Markenzeichen "Generationenfreundlicher Betrieb - Service + Komfort" bei der Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft erworben werden.

Erfolge

  • Es wurden bereits über 160 Gesundheitsdienstleister ausgebildet.
  • Das Modell wird deutschlandweit nachgefragt.
  • Dieses Projekt hat die Grundlage für eine gewaltige Qualifizierungs- und Weiterbildungsinitiative im Handwerk entfacht und damit den Markt der Gesundheitswirtschaft für das Handwerk geöffnet.

Kontakt

Ellen Lösche

Niederlausitzer Kreishandwerkerschaft Finsterwalde
Genossenschaftsstraße 19
03238 Finsterwalde
Telefon: 03531 - 22 16

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

FinsterwaldeBrandenburg

Demographietyp

Stark schrumpfende Kommunen mit Anpassungsdruck

Bevölkerung 2015

16.548

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-18,9

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