Hamburg - Bärenhof, Servicewohnen für Alt und Jung

Ansatzpunkt der FLUWOG-NORDMARK eG für die Entwicklung dieses Bauvorhabens in Hamburg-Langenhorn war einerseits eine Verbindung zwischen dem traditionellen genossenschaftlichen Wohnen und zusätzlichen Serviceangeboten für die Bewohner und andererseits ein Wohnprojekt für Alt und Jung. Mit dem Neubauprojekt „Bärenhof" will die Genossenschaft ihre Aufgabe für gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung erfüllen.

Ausgangslage

  • Ansatzpunkt der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG für die Entwicklung dieses Bauvorhabens in Hamburg-Langenhorn war einerseits eine Verbindung zwischen dem traditionellen genossenschaftlichen Wohnen und zusätzlichen Serviceangeboten für die Mitglieder und andererseits ein Wohnprojekt für Alt und Jung in Verbindung mit der Einrichtung einer Wohngemeinschaft für demenziell Erkrankte.
  • Mit dem Neubauprojekt „Bärenhof" will die Genossenschaft ihre Aufgabe für gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung erfüllen. Ausschlaggebend für dieses Projekt waren:
    • ein Liegenschaftsgrundstück reserviert für Baugemeinschaften
    • zusätzliche Fördermittel von Bund und Land speziell für dieses Projekt
    • die Umsetzung und Verbindung von alten- und familiengerechten Wohnungen
    • die Bildung von Baugemeinschaften
    • zahlreiche vorhandene Gemeinschaftsflächen
    • die Bildung einer Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen
    • ein Service-Angebote für alle Bewohner durch Kooperation mit Projektpartnern (hier mit der Martha Stiftung)

Ziele

Folgende Ziele hat die Genossenschaft verfolgt:

  • Planungsbeteiligung der zukünftigen Bewohner (z. B. Wohnungsgrundrisse, Wohnungsausstattung, Außenanlagen usw.)
  • Selbstverwaltung durch die Bewohner im Rahmen eines Kooperationsvertrages:
    • In den 3 Phasen: Bauvorbereitung, Durchführung und Nutzung
    • in Zusammenarbeit mit einem Vermittlungsgremium
    • in der Bewirtschaftungsphase (Nutzungsphase) Selbstverwaltung von z. B. Gemeinschaftsräumen und Wohnungsvergabe

Umsetzung

  • Bildung von zwei Baugemeinschaften:
    • „de olen Smugglers GbR" und
    • „die Tarpens GbR"
      • eine altershomogene und eine altersgemischte Gruppe.
  • Abschluss von Kooperationsvereinbarungen
  • Einflussnahme durch die Genossenschaft (Kooperationsvertrag) ist vertraglich gesichert.
  • Im November 2006 wurde das Richtfest in Hamburg-Langenhorn mit 47 Wohnungen gefeiert.
  • Im April 2007 wurden die Wohnungen planmäßig an die Mitglieder übergeben.
  • Das Bauvorhaben „Bärenhof" bietet in verschiedenen Häusern einer Wohnanlage Wohnraum sowohl für Senioren als auch für Familien und umfasst:
    • 13 familien- und 34 altengerechte Wohnungen
    • eine Wohngemeinschaft mit 8 Appartements für Menschen, die an Demenz erkrankt sind
    • einen Service-Stützpunkt
    • Gemeinschaftsflächen für Kommunikation und Hobby
    • eine Tiefgarage mit 33 Plätzen
  • Beteiligt am Bauprojekt waren:
    • Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt für das Liegenschaftsgrundstück.
    • Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) für die Finanzierung
    • Aufgrund des Modellcharakters wurde das Bauvorhaben im Forschungsfeld „Modelle genossenschaftlichen Wohnens – Erschließen von Genossenschaftspotenzialen" des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) gefördert. ExWoSt ist ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR).
    • STAATBAU Hamburg für die Begleitung während der Planungs- und Bauphase.
    • Dipl.-Ing. Beata Huke-Schubert Architekturbüro GbR im Planungs- und Bauleitungsbüro
    • Martha Stiftung als Kooperationspartner für Demenzwohngemeinschaft und Service-Station.

Fazit: Die positiven Erfahrungen aus diesem Projekt lassen sich auf andere Bauvorhaben übertragen. So ist besonders wichtig:

  • Planungsbeteiligung der zukünftigen Bewohner
  • Bildung von Bewohnergruppen mit einheitlicher Interessenlage
  • Grundrissvarianten zulassen und damit den Bedürfnissen der Bewohner gerecht werden

Bei der Bildung von Wohngemeinschaften für Personen, die an Demenz erkrankt sind, und bei der Einrichtung eines Service-Stützpunktes ist besonders wichtig die:

  • Konzeptentwicklung bei Altersdemenz
  • Ausrichtung des Service-Stützpunkts mit Dienstleistungen nach Bewohnerbedarf
  • Nachrüstung im Zuge der Modernisierung

Erfolge

Trotz erhöhter Herstell- und Bewirtschaftungsaufwendungen, enormem Abstimmungsbedarf mit Behörden, einem erhöhten Investitionsrisiko und einem für Bewohner, Träger und Angehörigen deutlich zu langen Planungszeitraum sind positive Erfolge zu verzeichnen:

  • erhöhte Bewohneridentifikation
  • frühe Vermietung
  • längere Wohndauer
  • Kommunikation zwischen den Generationen
  • Ausrichtung am Kundenwunsch durch Nachfrageanalyse
  • Entwicklung des erforderlichen Know-hows (bei Demenzerkrankungen)
  • Öffentlichkeitsarbeit und Werbung

Kontakt

Jörg-M. Meß

Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG.
Wiesendamm 9
22305 Hamburg
Telefon: 040 - 53 10 910

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Hamburg

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2014

1.762.791

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

7,5

image

Kennen Sie innovative Projekte aus Ihrer Kommune?

Wir freuen uns, auch Ihr Beispiel auf dieser Seite vorzustellen.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!