Frankfurt - Arbeitsbereich HILDA im Bürgerinstitut Frankfurt

Der Arbeitsbereich HILDA im Bürgerinstitut der Stadt Frankfurt begleitet und berät Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

Ausgangslage

  • Das 1899 gegründete Bürgerinstitut in Frankfurt am Main ist eine der ältesten privaten sozialen Einrichtungen der Stadt. Seit Ende der 1980er Jahre stellt die Tätigkeit für und mit alten Menschen den Aufgabenschwerpunkt des Bürgerinstituts dar.

Ziele

  • Der 1998 gegründete Arbeitsbereich HILDA im Bürgerinstitut hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu beraten und zu begleiten.
  • Ziel des 2013 gestarteten HILDA-Mobils ist es - insbesondere in abgelegeneren Frankfurter Stadtteilen, die über wenig Beratungsinfrastruktur vor Ort verfügen - Interessierte sowie betroffene Personen und ihre Angehörigen zum Thema Demenz zu beraten, zu informieren und zu sensibilisieren.

Umsetzung

  • HILDA bietet persönliche und telefonische Beratung in sozialen, finanziellen und pflegerisch-medizinischen Fragen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
  • Eine Besonderheit ist das HILDA-Mobil, das – in Form eines begehbaren Kleinbusses – die einzige mobile Demenzberatungsstelle in Frankfurt darstellt. Mobile Beratungen finden einmal monatlich in vier Frankfurter Stadtteilen statt. Darüber hinaus kommt das HILDA-Mobil bei Straßen- und Stadtteil-festen sowie Veranstaltungen zum Einsatz. Dabei sind grundsätzlich gemischte Beraterteams mit Haupt- und Ehrenamtlichen im Einsatz. In Bezug auf geeignete und ungeeignete Standorte für mobile Beratungsangebote wurden wichtige Erfahrungswerte aufgebaut, so z.B. dass Märkte und Einkaufscenter geeigneter sind als Rathäuser oder Hauptverkehrsstraßen/Einkaufsstraßen.
  • Unterstützt werden die hauptamtlichen Berater von der Gruppe der ehrenamtlichen „Demenzbotschafter/innen", die von betroffenen und ehemals betroffenen Angehörigen aufgebaut wurde. Die Mitglieder haben ihre demenzkranken Angehörigen gepflegt oder pflegen sie noch und bieten an, ihre Erfahrungen an Angehörige von Dementen (telefonisch inkl. 24h-Krisentelefon sowie im HILDA-Mobil) weiter zu geben. Dadurch ist ein sehr niedrigschwelliger Beratungszugang gegeben.
  • Das Beratungsangebot wird mit verschiedenen weiteren Angeboten zur Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verknüpft:
    • Schulungen für pflegende Angehörige und Ehrenamtliche
    • ein Gesprächskreis für Menschen mit beginnender Demenz
    • eine wöchentliche Bewegungsgruppe und eine parallel dazu stattfindende Angehörigengruppe
    • ein ehrenamtlicher Besuchsdienst
    • eine ehrenamtliche Hospizgruppe und Trauercafé
    • die Seniorenbegegnungsstätte Treffpunkt Rothschildpark im Bürgerinstitut mit Vorträgen und diversen Freizeit- und Kulturaktivitäten
  • Zudem besteht eine enge Kooperation mit weiteren großen Sozialeinrichtungen im Netzwerk „Stichwort Care - Verbund für Altenhilfe, Behindertenhilfe & Geriatrie im Frankfurter Osten". Die Kooperationspartner verpflichten sich hier, die Angebotspalette der anderen bei Kundenberatungen mitzudenken und können dadurch umfassendere ambulante Versorgungsmöglichkeiten aufzeigen.

Erfolge

  • Mit HILDA besteht seit über 25 Jahren ein abgestuftes, vernetztes Hilfsangebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Zu den Stärken zählen insbesondere die Verzahnung von Beratungs- und niedrigschwelligen Unterstützungsleistungen sowie die sich sinnvoll ergänzende Kombination von Haupt- und Ehrenamt bei den einzelnen Angeboten.
  • Das HILDA-Mobil senkt die Schwelle zum Beratungszugang und trägt durch seine Präsenz im öffentlichen Raum zur Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz und Enttabuisierung dieser Krankheit bei.

Kontakt

Martina Albrecht

Leitung Arbeitsbereich HILDA
Bürgerinstitut e.V.
Oberlindau 20
60323 Frankfurt am Main

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Frankfurt am Main Hessen

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2014

717.624

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

14,2

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