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Krefeld – Kommunale Flüchtlings- und Ehrenamtskoordination

Mit Laufmappe und Leitfaden: Die Stadt Krefeld baute um-fassende Strukturen für die ganzheitliche Integration von Geflüchteten auf. Herzstück ist ein Büro für die Flüchtlings-koordination, das als Stabsstelle im Fachbereich Migration und Integration angesiedelt ist.

Ausgangslage

  • Das Beratungs- und Unterstützungssystem in der Arbeit mit Geflüchteten ist hoch komplex. Für eine gelingende Integration Geflüchteter bedarf es einer gut abgestimmten Kommunikations- und Steuerungsstruktur.
  • Ein fehlender oder unzureichender Überblick über die Ansprechpartner sowie die rechtlichen und alltäglichen Herausforderungen verzögert den (beruflichen) Integrationsprozess Geflüchteter.
  • Seit 2015 hat die Stadt Krefeld etwa 4.000 Geflüchtete aufgenommen. Ein großer Anteil der Geflüchteten in Krefeld ist jung und hochmotiviert. Die Geflüchteten bringen Potenziale als Fachkräfte oder Auszubildende mit.
  • Die Stadt Krefeld ist eine der Pilotkommunen im Rahmen des Projekts „Ankommen in Deutschland“. „Ankommen in Deutschland“ begleitet Kommunen bei der ganzheitlichen Integration von Geflüchteten. Es ist ein Kooperationsprojekt der Bertelsmann Stiftung und des IQ Netzwerk und wird von der Stiftung JP Morgan Chase Foundation gefördert. 

Ziele

  • Aufbau einer langfristig angelegten Steuerungs­ und Kommunikationsstruktur, um Folgendes abzusichern:
    • Transparenz über die Angebotsstrukturen zwischen den verschiedenen Institutionen und Diensten
    • abgestimmte Gestaltung der Begleit-­ und Förderketten
    • Schnittstellenmanagement im Interesse der Geflüchteten
    • Einbindung der vielfältigen Potentiale des Engagements der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft

Umsetzung

  • Die Stadt Krefeld baute Strukturen für die ganzheitliche Integration von Geflüchteten auf. Insbesondere richtete die Stadt ein Büro für die Flüchtlingskoordination ein.
  • Im Büro Flüchtlingskoordination der Stadt Krefeld werden dezentrale und quartiersbezogene Unterstützungsangebote für Geflüchtete auf- und ausgebaut. Dabei werden alle gesellschaftlichen Akteure eingebunden. Beispiele für Aktivitäten des Büros für Flüchtlingskoordination:
    • Aufbau und Verstetigung einer dezentralen ehrenamtlichen Hilfestruktur
    • Aufbau von Paten- und Lotsensystemen zur Unterstützung der langfristigen Arbeitsmarktintegration
    • Ausbau der Zusammenarbeit der Akteure, die an Sprachkursen beteiligt sind
    • Entwicklung der Sprachförderketten über Integrationskurse und Berufssprachkurse
    • Nutzbarmachung steuerungsrelevanter Daten und Fachinformationen    
    • Informationsveranstaltungen für Geflüchtete: Die Veranstaltungen finden an Orten statt, die den Geflüchteten als regelmäßige Treffpunkte vertraut sind (Stadtteilcafés, Sprachtreffs etc.).
  • Alle wichtigen Dokumente und Unterlagen der Geflüchteten werden in einer ‚Laufmappe‘ gebündelt. So werden Doppelerhebungen der beteiligten Organisationen vermieden.
  • Ein ‚Leitfaden für Geflüchtete‘ dient als Hilfestellung für Geflüchtete bei ihrer Ankunft. Der Leitfaden wurde vom Flüchtlingskoordinator und der örtlichen Volkshochschule unter der Mitwirkung von zwei Geflüchteten auf Deutsch, Englisch, Französisch, Farsi und Arabisch erstellt.
  • Der ‚Leitfaden für Unternehmen‘ bietet interessierten Unternehmen eine erste Hilfestellung und einen Überblick über Ansprechpartner und zuständige Stellen für die Beschäftigung bzw. Ausbildung von Geflüchteten
  • Das Büro für Flüchtlingskoordination Krefeld verfügt über ein eigenes Budget aus dem kommunalen Haushalt.

Erfolge

  • Durch die Einrichtung des Büros Flüchtlingskoordination Krefeld konnte eine effizientere und nachhaltige Zusammenarbeit aller Akteure erreicht werden, die für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in der Arbeitswelt wichtig sind.
  • Die Stabsstellen der Kommunalen Integrationszentren (KI) wurden vom Land noch einmal mit zusätzlichen Mitteln gefördert.
  • Inzwischen gibt es einen neuen Fachbereich für Migration und Integration, der unter einem Dach die Ausländerbehörde, das Büro Flüchtlings-/ Ehrenamtskoordination, das Kommunale Integrationszentrum, die Asylbewerberleistungen sowie die Organisation der Unterkünfte inkl. Sozialarbeit zusammenfasst.
  • Das Büro Flüchtlingskoordination ist mittlerweile im neugegründeten Fachbereich Migration und Integration als Stabsstelle angesiedelt.

Kontakt

Doris Schlimnat

Büro Flüchtlingskoordination
Fachbereich Migration und Integration Stadt Krefeld
St.-Anton-Straße 69
47798 Krefeld
Telefon: 02151 - 6458215

Frau Dr. Tagrid Yousef

Abteilung Integration
Fachbereich Migration und Integration Stadt Krefeld
Konrad-Adenauer-Platz 17
47803 Krefeld
Telefon: 02515 - 862502

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

KrefeldNordrhein-Westfalen

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2017

226.699

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-3,2

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