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Kreis Offenbach - Arbeitsmarktbüro für Geflüchtete

Der Kreis und die Agentur für Arbeit Offenbach richteten eine gemeinsame Anlaufstelle für die Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung ein. Solche Arbeitsmarktbüros sind mittlerweile bundesweit in fast allen Bezirken der Agenturen für Arbeit aktiv.

Ausgangslage

  • Eine wichtige Herausforderung für eine rasche Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten besteht darin, dass die Arbeitsagenturen, die für Geflüchtete während des Asylverfahrens, und die kommunalen Jobcenter, die nach der Asylanerkennung zuständig sind, zu einer effektiveren Form der Zusammenarbeit als bislang finden.
  • Für Asylbewerberinnen und Asylbewerber im Anerkennungsverfahren, für geduldete und für anerkannte Geflüchtete existieren zum Teil völlig verschiedene Zuständigkeiten, Arbeitsmarktvorschriften und Förderungsansätze. Bei getrennter Trägerschaft wie im vorliegenden Fall, sind selbst die EDV-Systeme unterschiedlich.
  • Bislang bereitet der so genannte Rechtskreiswechsel aus dem SGB III in SGB II - sobald Geflüchtete eine Asylanerkennung erhalten - erhebliche Verzögerungen bei der Integration.
  • Der Kreis und die Agentur für Arbeit Offenbach haben auf diese Herausforderung reagiert, indem sie eine gemeinsame Anlaufstelle für die Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung eingerichtet haben.

Ziele

  • beschleunigter Integrationsprozess von Geflüchteten in den Arbeits-und Ausbildungsmarkt
  • erleichterte Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz für Geflüchtete
  • Vermeidung von sich überschneidenden Projekten und Qualifizierungen 
  • Ermöglicht wird mit dem Arbeitsmarktbüro eine rechtskreisübergreifende Beratung und Vermittlung sowohl für Geflüchtete mit einer Aufenthaltsgestattung oder Duldung, wie auch für anerkannte Geflüchtete.
  • Vorrangiges Ziel bei jedem Geflüchteten sollte es zunächst sein, diesem die Kenntnis der deutschen Sprache als Schlüsselqualifikation für die Jobsuche näherzubringen.

Umsetzung

  • Das Büro befindet sich im Kreishaus Dietzenbach mit insgesamt vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bildet dort gemeinsam mit der Ausländerbehörde und dem Sozialamt eine erste Anlaufstelle für Geflüchtete.
  • Eingegliedert wurde zudem ein Profiling-Büro für Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit einer hohen Bleibewahrscheinlichkeit.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsmarktbüros sind Fachleute aus der Arbeitsagentur und dem Jobcenter mit Sprachkenntnissen in Persisch, Arabisch, Englisch und Französisch.
  • Das Netzwerk wurde mittlerweile von ausschließlich hauptamtlichen Flüchtlingshelfern auch auf ehrenamtliche Flüchtlingshelfer erweitert. Desweiteren wird konstant mit allen erforderlichen Behörden, Schulen, Trägern etc kooperiert.
  • Kreis und Arbeitsagentur haben sich darauf verständigt, alle Maßnahmen, die nach SGB III begonnen wurden, auch bei einem Rechtskreiswechsel der Teilnehmer in das SGB II bis zu deren Abschluss zu finanzieren.
  • Das Arbeitsmarktbüro und der Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur bieten seit Februar 2016 unter dem Motto „Mitarbeiter ohne Grenzen" eine Reihe von Veranstaltungen rund um das Thema Beschäftigung von Flüchtlingen an. Dabei erfahren Arbeitgeber, was bei der Arbeits- und Ausbildungsaufnahme oder bei Praktika zu beachten ist.

Erfolge

  • Zwischenzeitlich wurden bereits über 100 Personen in Arbeit vermittelt.
  • Erweiterung des Netzwerks auf ehrenamtliche Flüchtlingshelfer
  • Das Projekt „Arbeitsmarktbüro" wird mittlerweile bundesweit in fast allen Bezirken der Agenturen für Arbeit angewandt.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

Offenbach, LKHessen

Bevölkerung 2016

349.982

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

4,9

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