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München - Interkulturelle Qualitätsentwicklung in Münchner Sozialregionen (IQE)

Die Stadt München entwickelte eine Strategie zur interkulturellen Öffnung und Orientierung von freien Trägern aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich. Einrichtungen freier Träger werden mit Hilfe von kostenlosen Workshops und Methoden zur Organisationsentwicklung beraten.

Ausgangslage

  • Im Leitbild der Stadt München wurde festgelegt, dass Integrationspolitik keine Sonderrolle einnehmen soll, sondern im Rahmen einer sozialen Kommunalpolitik eingebunden werden muss.
  • Definiertes Ziel ist es hierbei, eine gleichberechtigte Teilnahme an Sozial-, Arbeitsmarkt-, Kultur- und Bildungspolitik zu ermöglichen, bei Erhalt der kulturellen Identität.

Ziele

  • Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, freien Trägern aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich bei interkulturellen Öffnungsprozessen zu unterstützen und zu begleiten.
  • Dabei steht eine nachhaltige und qualitative Veränderung der interkulturellen Praxis im Vordergrund.

Umsetzung

  • IQE ist ein dauerhaftes Angebot der Stelle für interkulturelle Arbeit, Sozialreferat der Landeshauptstadt München.
  • Es wird von den Beratungsdiensten der „Arbeiterwohlfahrt München gemeinnützige GmbH" und der „InitiativGruppe – Interkulturelle Bildung und Begegnung e.V." durchgeführt.
  • Das Projekt bietet:
    • Beratung bei interkulturellen Fragen
    • kostenlose Fortbildungen
    • vielfältige Methoden zur Organisationsentwicklung
    • kollegialen Austausch und Vernetzung mit anderen Einrichtungen
  • Teilnehmen können hierbei alle sozialen, bildungs- oder gesundheitsbezogenen Organisationen und Einrichtungen.
  • Voraussetzung ist, dass
    • die Einrichtungsleitung das Projekt unterstützt und vor allem zeitliche Ressourcen zur Verfügung stellt,
    • die Einrichtung Motivation und Engagement beim Arbeiten an den eigenen Zielen mitbringt und kontinuierlich und verbindlich teilnimmt.
  • Die Projektumsetzung und die Qualitätsentwicklung erfolgt auf drei Ebenen:
    • Organisationsentwicklung: Einrichtungen werden darin unterstützt, sich interkulturell zu orientieren und zu öffnen.
    • Personalentwicklung: Führungskräfte und Mitarbeiter der beteiligten Einrichtungen werden interkulturell weiter qualifiziert.
    • Qualitätsmanagement: Entwicklung der Angebote und Leistungen.
  • Der Ablauf des Projektes ist folgender:
    • Zuerst findet in jeder Einrichtung eine individuelle Bedarfsanalyse statt. Jede Organisation entwickelt eigene Ziele, die sie in der zweijährigen Projektlaufzeit erreichen will und schließt auf dieser Grundlage eine Vereinbarung mit dem Projektteam (erstrangig mit der Stell für Interkulturelle Arbeit) ab. Des Weiteren benennt die Einrichtung eine „Steuerungsgruppe", die kontinuierlich an den Zielen des Projektes arbeitet.
    • Während der Projektlaufzeit begleitet und berät das IQE-Team durch regelmäßige Workshops mit der Steuerungsgruppe und führt Fortbildungen durch. 
    • Am Ende des Projektes werden zudem Abschlussberichte von den Einrichtungen erstellt und die Einrichtungen erhalten ein Zertifikat der Landeshauptstadt.

Erfolge

  • Seit dem Projektstart haben bereits 130 Einrichtungen freier Träger an dem Projekt teilgenommen.
  • Eine Evaluierung des Projektzeitraums 2008 - 2010 ergab einen hohen Wirkungsgrad, auch Jahre nach der Projektteilnahme.
  • Es gibt eine stetige Nachfrage des Angebots.

Kontakt

Sozialreferat - Stelle für interkulturelle Arbeit

Landeshauptstadt München
Streitfeldstraße 23
81673 München

Katalin Kóródi

Beratungsdienste der AWO München gGmbH
IG - InitiativGruppe Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.
Goethestr. 53
80336 München

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

MünchenBayern

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2015

1.450.381

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

14,1

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