Arnsberg – Generation Zukunft

Arnsberg möchte zukünftig attraktiver für junge Menschen sein. Im Rahmen einer Befragung wurden ihre Wünsche ermittelt und anschließend konkrete Ideen für Verbesserungen gesammelt. Einige wurden bereits umgesetzt, viele weitere sollen folgen.

Ausgangslage

  • Arnsberg ist eine Kleinstadt mit 73.502 Einwohnern. Innerhalb von sieben Jahren hat die Stadt 3,8 Prozent ihrer Einwohner verloren, bis 2030 werden es 12,6 Prozent sein (alle Zahlen bezogen auf das Jahr 2012).
  • Besonders junge Menschen wandern ab.
  • Die Stadt Arnsberg ist eine der 18 teilnehmenden Kommunen im Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" der Landesregierung NRW und der Bertelsmann Stiftung. Durch den Aufbau kommunaler Präventionsketten sollen Weichen für gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen gestellt werden. Regionale und kommunale Unterschiede spielen hierbei eine große Rolle: Jede Kommune findet ihren eigenen Weg und definiert individuelle Ziele.

Ziele

  • Das Projekt „Generation Zukunft" will Jugendliche besser über die Angebote in ihrer Stadt informieren und ihnen Möglichkeiten der Mitgestaltung geben, damit sie sich dort eine Zukunft vorstellen können.

Umsetzung

  • Eine Umfrage 2013 bei fast 2.000 Schülern und Schülerinnen an allen weiterführenden Schulen ergab, dass viele nicht viel über das kulturelle Angebot sowie über berufliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wussten.
  • Auf Grundlage dieser Befragung entstand das Projekt „Generation Zukunft".
  • Das Projekt wird vom Arnsberger Familienbüro betreut.
  • Stadt, Unternehmen und Zivilgesellschaft erarbeiteten Projektvorschläge zu den Themen Kommunikation, Freizeit, Karriere und Kultur.
  • Die Ergebnisse der Befragung wurden im Februar 2014 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
  • Im Anschluss daran fanden bereits mehrere Einzel- und Gemeinschaftsworkshops zwischen Unternehmern, Veranstaltern, Vereinen, Schulen und Azubis statt.
  • Die Stadt arbeitet gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher und Azubis an Lösungen, um die von den Jugendlichen gewünschte virtuelle Informationsplattform umzusetzen.

Erfolge

  • Aus den 183 entstandenen Projektideen wurden zunächst 11 konkrete Projektvorschläge entwickelt, wie man die Stadt für junge Menschen attraktiver machen kann.
  • Einige Ideen, wie z. B. ein Kultursommer für Jugendliche, wurden bereits umgesetzt. Dazu gehörten auch Auftrittsmöglichkeiten für Nachwuchsbands.
  • Bei weiteren Vorschlägen wurde geprüft, inwiefern sie umsetzbar sind. So will z. B. die Arnsberger Bürgerstiftung sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Umsetzung der Projektvorschläge beteiligen.
  • Auf der Arnsberger Ausbildungsmesse soll es demnächst Ausbildungsbotschafter geben, die ihre Erfahrungen bei der Ausbildungsplatzsuche weitergeben.

Kontakt

Christian Eckhoff

Stadt Arnsberg
Rathausplatz 1
59759 Arnsberg
Telefon: 02932 / 201-1395

Weitere Informationen

  • Generation Zukunft
  • Landeskoordinierungsstelle „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" beim Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (2014): „Fachmagazin 2014 zum Landesmodellvorhaben „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor". Düsseldorf.

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Arnsberg Nordrhein-Westfalen

Demographietyp

Stark alternde Kommunen

Bevölkerung 2014

73.436

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-10,3

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