Essen - „Mehr Bewegung im Alltag! - Willst Du mit mir gehen?“

In Essen sorgen begleitete Spaziergänge für Senioren für mehr Bewegung, soziale Kontakte und eine engere Bindung an den Stadtteil. Das 2012 gestartete Projekt „Mehr Bewegung im Alltag! – Willst Du mit mir gehen? – Spazieren gehen im Stadtteil" erfreut sich großer Beliebtheit.

Ausgangslage

  • 22,1 % der Essener sind mindestens 65 Jahre alt.
  • Viele ältere Menschen sind einsam, bewegen sich zu wenig und verlieren die Verbindung zu ihrem Stadtteil.
  • Der Effekt von Alltagsbewegung auf die Gesundheit älterer Menschen wird unterschätzt, Präventionschancen werden zu wenig genutzt.
  • Es gibt viele ältere Menschen, die auch im Alter noch aktiv sein und sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Ziele

  • mehr Bewegung in den Alltag von Senioren integrieren und deren vielfältige positive Auswirkungen nutzen (u. a. Prävention und Gesundheitsförderung).
  • Vertrautheit mit dem Stadtteil erhalten/schaffen
  • soziale Kontakte fördern
  • Mobilisierung von bürgerschaftlichem Engagement „von Senioren für Senioren"
  • aktives Altern fördern
  • Rückmeldungen darüber, wie der Stadtteil bewegungsfreundlicher gestaltet werden kann.

Zur Verfolgung dieser Ziele soll es in jedem Essener Stadtteil, in dem mindestens 3.000 Seniorinnen und Senioren wohnen, einen geführten Spaziergang geben.

Umsetzung

  • Beim Projekt „Willst du mit mir gehen? – Spazieren gehen im Stadtteil" handelt es sich um eine Initiative des Seniorenbeirats, des Seniorenreferats des Amtes für Soziales und Wohnen und der Gesundheitskonferenz und deren Mitgliedsorganisationen. Es startete im Jahr 2012 mit 10 Spaziergängen.
  • Ein Patenteam aus mindestens zwei ehrenamtliche Seniorinnen oder Senioren bieten in ihrem Stadtteil einen begleiteten Spaziergang an und schaffen so ein niedrigschwelliges Bewegungsangebot für ältere Menschen aller gesellschaftlichen Schichten.
  • Die Spaziergänge werden den Wünschen der Teilnehmer entsprechend angepasst.
  • Die Paten und Patinnen haben die Möglichkeit an einem Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen und erhalten unterstützende Materialien (Button, Stadtplan u. a.).
  • Mithilfe der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung wurden die Erfahrungen der ersten fünf Monate das Projekts wissenschaftlich ausgewertet.
  • Die Werbung im Stadtteil (z. B. mit Postkarten und Plakaten) wird von den Patenteams selbst übernommen.
Es gibt vierteljährliche Patentreffen im Rathaus, bei denen sich die Patinnen und Paten austauschen können und das Projekt weiterentwickelt wird.

Erfolge

  • Inzwischen werden 31 wöchentliche kostenlose Spaziergänge von über 100 Spaziergangspatinnen und -paten angeboten.
  • An den Spaziergängen nehmen jeweils etwa 5 – 25 ältere Menschen (überwiegend Frauen) teil.
  • Die Spaziergänger haben zusammen mit dem Institut für Stadtplanung der Universität Duisburg-Essen Stadtteile auf ihre „Spaziergangsfreundlichkeit" untersucht und Vorschläge erarbeitet, die in die Stadtplanung einfließen.
Das Projekt realisiert zeitgemäße Gesundheitsförderung, mobilisiert ein beachtliches bürgerschaftliches Engagement und schafft Vorbilder für ein aktives Altern.

Kontakt

Lisa Schwermer

Geschäftsstelle Gesundheitskonferenz/Gesundheitsamt
Hindenburgstraße 29
45127 Essen
Telefon: 0201 - 88 53 118

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Essen Nordrhein-Westfalen

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2014

573.784

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-3,7

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