Hilden - Trägerübergreifende Netzwerkarbeit

Aus den demographischen Veränderungen in Hilden resultieren geänderte Anforderungen an die kommunale Seniorenarbeit. In einer trägerübergreifenden Netzwerkarbeit werden diese Herausforderungen angepackt Die Seniorenarbeit soll modernisiert werden. Ein weiterer Zielpunkt ist die Weiterentwicklung der Altentagesstätten zu einem Zentrum in der Nachbarschaft/ im Gemeinwesen.

Ausgangslage

  • grundlegende Änderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung (Anteil der über 65-Jährigen bei 31 Prozent in 2030)
  • veränderte Lebenssituation der älteren Bürgerinnen und Bürger
  • knapper werdende finanzielle Ressourcen der Kommune und des Kreises als Fördergeldgeber
  • Erfordernis von innovativen, kreativen und gemeinschaftlichen Lösungen und Herangehensweisen

Ziele

  • Modernisierung der Seniorenarbeit
  • Förderung der Zusammenarbeit als wesentliche Grundlage einer zukunftsorientierten Seniorenarbeit
  • Weiterentwicklung der Altentagesstätten zu einem Zentrum in der Nachbarschaft/ im Gemeinwesen
  • trägerübergreifende Entwicklung eines Zukunftskonzeptes für die Altentagesstätten
  • Entwicklung neuer Profile der bisherigen Altentagesstätten
  • Vereinbarung gemeinsamer Qualitätsstandards innovativer Seniorenarbeit
  • Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für die Umsetzung
  • Weiterentwicklung der Altentagesstätten durch Öffnung für weitere Zielgruppen zu Nachbarschaftszentren
  • Neukonstituierung von Vernetzungsstrukturen auf stadtteilübergreifender Ebene unter Einbeziehung des Integrationsbeirats

Umsetzung

  • Grundlage für die Umsetzung war die Abstimmung der Neufassung der Richtlinien zur Förderung der Seniorenbegegnungsstätten gemeinsam mit allen Trägern
  • Eröffnung von Beteiligungsmöglichkeiten in den Stadtteilen, wodurch jeder zur Gestaltung seines Lebensumfeldes selbst beitragen kann
  • integratives Herangehen: Aufbau von integrierenden Angeboten für Behinderte, Öffnung der Einrichtungen für Migranten, Einbindung des Integrationsbeirates, intergenerationelle Projekte im Rahmen der offenen Ganztagsschule und in den Nachbarschaftszentren
Meilensteine
  • 2001: Zielformulierung, die Altentagesstätten konzeptionell zu attraktiven und nachfrageorientierten Begegnungsstätten weiter zu entwickeln
  • Dezember 2001: Beschluss des Ausschusses für Schule, Sport und Soziales, die Verwaltung zu beauftragen, mit Unterstützung der Fachberatung von ZWAR e.V., ein Zukunftskonzept für die Altentagesstätten zu entwickeln
  • Juli 2003: Vorlage des Rahmenkonzeptes und Beschluss des Ausschusses für Schule, Sport und Soziales zur Umsetzung der Ergebnisse
  • Juni 2004: Neufassung des Richtlinien zur Förderung der Seniorenbegegnungsstätten in Hilden
  • September 2004 - September 2006: Flächendeckende Bildung von 6 sich selbst organisierenden Netzwerkgruppen in den 5 Nachbarschaftszentren
  • Seit 2006: Teilnahme am Landesprojekt „Ausbildung von Seniortrainern als Initiatoren für ehrenamtliche Projekte – EFI"
  • 2010 Weiterentwicklung der Seniorenarbeit – Vernetzung mit den Familienzentren im Hinblick auf das Projekt „Zuhause älter werden"

Erfolge

  • Einhaltung der Qualitätsstandards
  • Anstieg der ehrenamtlichen Engagierten
  • Bürgerinnen und Bürger planen ein Wohnprojekt für`s Alter
  • Spezielle Angebote für Demenzerkrankte und deren Angehörige
  • Entwicklung von Angeboten mit und für ältere Migranten
  • Regelmäßige gemeinsame Fortbildung der hauptamtlichen Leiterinnen der Nachbarschaftszentren
  • Trägerübergreifende Zusammenarbeit der hauptamtlichen Leiterinnen der Nachbarschaftszentren
  • Trägerübergreifende Koordination und Öffentlichkeitsarbeit der offenen Altenhilfe

Kontakt

Monika Klemz

Amtsleiterin
Stadt Hilden
Am Rathaus 1
40721 Hilden
Telefon: 02103 - 72 550

Marie Luise Barkhoff

Leiterin des Generationentreffs
Arbeiterwohlfahrt Ortsverein Hilden
Heiligenstraße 39
40721 Hilden
Telefon: 02103 - 24 01 88

Christine Sendes

Fachberaterin Region Düsseldorf
ZWAR Zentralstelle NRW
Steinhammerstr. 3
44379 Dortmund

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Hilden Nordrhein-Westfalen

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2014

54.894

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-2,7

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