Langenfeld - JUNGE_ALTErnative

Ziel ist es, dass heute und zukünftig die Menschen aller Generationen gerne in Langenfeld leben und gut miteinander auskommen. Aus diesem Grunde haben sich Vereine, Verbände, Organisationen und Einzelpersonen zusammengeschlossen, um gemeinsam intergenerative Projekte zu entwickeln und durchzuführen.

Ausgangslage

  • Die Stadt Langenfeld wird von 2009 bis 2030 voraussichtlich 5,4 Prozent seiner Einwohner verlieren und deutlich altern, sodass dann eine Vielzahl hochbetagter Menschen in Langenfeld leben wird. Um deren in mehreren Befragungen geäußerten Wunsch nach intergenerativen Kontakten zu entsprechen, wurde u. a. das generationenübergreifende Projekt entwickelt.

Ziele

  • Das „Gemeinsame" der Generationen herausarbeiten, nicht das „Trennende"
  • Vernetzung verschiedener Einrichtungen, deren ursprüngliche Ausrichtung vorherrschend nur eine Generation anspricht
  • Ausbau der Stadt Langenfeld zur „familienfreundlichen Generationenstadt"

Umsetzung

  • Bereits 2010 initiierte der Fachbereich Soziales und Allgemeine Ordnung das Projekt. „JUNGE ... ALTErnative" Es waren Überschriften in überregionalen Zeitschriften, wie „Die Welt", „Focus" oder der „Spiegel" mit der Aussage: „Krieg der Generationen", die die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung veranlassten, in Langenfeld bewusst andere Wege gehen zu wollen.
  • Nicht die trennenden Elemente der Generationen sollten betont, sondern verbindende Strukturen geschaffen werden, die es den Angehörigen verschiedener Altersgruppen ermöglichen, in Achtung und gegenseitiger Rücksichtnahme miteinander umzugehen. Dabei sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Jung und Alt ermöglichen, einander wahrzunehmen, die Bedürfnisse des anderen kennenzulernen und Verständnis füreinander aufzubringen.
  • Sämtliche Vereine, Verbände und Organisationen in Langenfeld wurden zu einem ersten Infotreffen eingeladen, in welchem über die Auswirkungen der demografischen Entwicklung referiert wurde. Bei diesem Treffen wurde direkt die Bereitschaft zur generationenübergreifenden Arbeit abgefragt. Die Stadt Langenfeld kooperiert hier bereits mit rund 100 Bündnispartnern.
  • Es gibt im Rahmen des Projektes Netzwerktreffen, eine umfangreiche Projektbeschreibung und eine von der Stadt geförderte Fortbildungsveranstaltung.
  • Neben den örtlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen gehören auch die Altenstuben, Seniorentreffs, Kulturvereine und Sozialverbände zu den Bündnispartnern. Das Projekt lebt von der Arbeit zahlreicher ehrenamtlich tätiger Kräfte.
  • Wichtig für eine nachhaltige Arbeit ist eine Koordinierungsstelle, die in Langenfeld durch geringe Stellenanteile des Familienmanagers unbefristet gewährleistet wird. Da die Bündnispartner diese Projektarbeit häufig „nebenbei" erledigen müssen, ist eine regelmäßige Ansprache erforderlich.

Erfolge

  • Durch die außerordentlich weit fortgeschrittene demografische Arbeit hat das Projekt bereits überregionale – sogar internationale – Aufmerksamkeit erzielt. Die Demografiebeauftragte und 1. Beigeordnete der Stadt Langenfeld wird regelmäßig für Seminare im gesamten Bundesgebiet angefragt, um das Projekt und den Langenfelder Weg zur Demografie vorzustellen.

Kontakt

Thomas Wedell

Stadt Langenfeld
Konrad-Adenauer-Platz 1
40764 Langenfeld

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Langenfeld (Rheinland) Nordrhein-Westfalen

Demographietyp

Stabile Mittelstädte

Bevölkerung 2014

57.083

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-2,2

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