Wuppertal - Sprach-/Integrationskursberatung

Die Stadt Wuppertal bietet im Ressort für Zuwanderung und Integration eine Sprach-/Integrationskursberatung an. Da Sprache als eine sehr wichtige Ressource im Integrationsprozess angesehen wird, wird den unterschiedlichen Zuwanderungsgruppen eine bedarfsorientierte und differenzierte Beratung angeboten.

Ausgangslage

  • Von Beginn an soll die Sprach-/Integrationskursberatung in Wuppertal alle Personen erreichen, die berechtigt sind, einen Sprach-/Integrationskurs nach dem neuen Zuwanderungsgesetz zu besuchen. Dazu gehören fast alle nach Deutschland neu Zugewanderten und länger im Land lebenden besonders integrationsbedürften Personen.
  • Die neuen Möglichkeiten der Sprachförderung sollen genutzt werden, einen aktiven Prozess der Integration, beginnend mit dem Lernen der Sprache, in Gang zu setzen.

Ziele

  • Die Sprach-/Integrationskursberatung soll dazu beitragen, ein bedarfsgerecht abgestimmtes, ausdifferenziertes Sprachkursangebot in Wuppertal aufzubauen.

Umsetzung

  • Die Sprach-/Integrationskursberatung des städtischen Ressorts Zuwanderung und Integration wurde Anfang 2005 mit Inkrafttreten des neuen Zuwanderungsgesetzes eingerichtet.
  • Die Ressortabteilungen „Ausländerbehörde" und „Integrationsförderung/wirtschaftliche Hilfen", entscheiden gemeinsam über die Berechtigung/Verpflichtung zur Kursteilnahme und vermitteln in die Sprach-/Integrationskurse.
  • Langzeitarbeitslose des Jobcenters, die wegen unzureichender Deutschkenntnisse keinen neuen Job finden, werden als besonders integrationsbedürftig definiert.
  • Mit dem Jobcenter wurde vereinbart, dass die Klienten, die in Deutsch qualifiziert werden müssen, zur Sprach/-Integrationskursberatung des Ressorts geschickt werden. Dort wird die Berechtigung nach dem Zuwanderungsgesetz geprüft und ein Integrationskurs wird vermittelt.
  • Die Organisation, Verwaltung und Koordination der Integrationskurse hat der Bundesgesetzgeber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übertragen. Das Bundesamt fördert die Kurse und gibt die Richtlinien vor. Es ist auch zuständig für die Zulassung der Träger zur Durchführung der Sprachkurse. Es gibt eine enge Kooperation zwischen dem Bundesamt und den Akteuren vor Ort.
  • Dafür galt es, das bestehende Netzwerk zwischen der Abteilung „Integrationsförderung" des Ressorts, den Wuppertaler Migrationsdiensten und den bisher aktiven Sprachkursanbietern in die neuen Strukturen zu überführen.
  • Die Abteilungen „Ausländerbehörde" und „Integrationsförderung und wirtschaftliche Hilfen" erarbeiteten gemeinsam einen „Workflow", in dem die Ausländerbehörde anhand der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis die grundsätzliche Berechtigung zum Sprachkursbesuch feststellt.
  • Die Sozialarbeiter halten den Besuch des Sprachkurses nach, laden zu Belehrungsgesprächen bei unzuverlässigem Kursbesuch ein, informieren die Ausländerbehörde, wenn der Kursbesuch weiterhin nicht erfolgt und teilen in jedem Fall der Ausländerbehörde abschließend schriftlich den regulären Abschluss eines Kursbesuches mit.
  • Das Jobcenter weist ihre Klienten, bei denen es eine Qualifizierung in Deutsch für nötig hält, der Sprachkursberatung zu. Die Sprachkursberatung des Ressorts klärt mit dem Bundesamt das Vorliegen der grundsätzlich formalen Berechtigung, stellt die konkrete Berechtigung und damit auch Verpflichtung zur Kursteilnahme aus und vermittelt in die Kurse.
  • Das Jobcenter erhält nach dem Besuch des Sprach-/Integrationskurses ein Profiling mit abschließender Stellungnahme, welches das weitere Planen möglich macht.
  • Die Berater vermitteln den Besuch der Sprach-/Integrationskurse als Selbstverständlichkeit und Chance und thematisieren bereits zu Beginn mögliche Schwierigkeiten für den Besuch. Zudem werden Lösungen erarbeitet und weitere Anlaufstellen genannt.
  • Es wird ein Fachkräfte- und Firmenservice aus der Sprachkursberatung heraus aufgebaut.

Erfolge

  • Die Vermittlung der nach Wuppertal neu zugewanderten Menschen in die Integrationskurse funktioniert von Beginn an so gut, dass das im ersten Jahr des neuen Gesetzes pro Kommune zugewiesene Platzkontingent für Wuppertal in regelmäßigen Abständen angehoben werden muss. Platzkontingente gibt es seit 2008 nicht mehr.
  • In Wuppertal haben zwischen 2005 und Ende 2011 ca. 5.800 Menschen die Sprach-/Integrationskurse besucht. Im Vergleich der Großstädte sind diese Zahlen bundesweit mit führend.

Kontakt

Christine Roddewig-Oudnia

Fachbereichsleiterin
Stadt Wuppertal
An der Bergbahn 33
42289 Wuppertal
Telefon: 0202 - 56 32 750

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Wuppertal Nordrhein-Westfalen

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2014

345.425

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-4,4

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