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Nürnberg - Kinderkommission mit dem Projektschwerpunkt „Straße der Kinderrechte“

Kinderrechte bekannter machen: Die Kinderkommission richtete im Nürnberger Stadtpark die „Straße der Kinderrechte" in enger Zusammenarbeit mit Kindern und regionalen Künstlern ein. So erfahren Kinder in kindgerechter Weise und spielerisch mehr über ihre Rechte und auch bei den Erwachsenen werden diese bekannter.

Ausgangslage

  • Nürnberg verfolgt eine kinder- und familienfreundliche Stadtentwicklung.
  • Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen.
  • Die in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Kinderrechte besitzen einen großen Stellenwert bei der Stadt Nürnberg.
  • Auch in einem reichen Land wie Deutschland sind Kinderrechte nicht selbstverständlich.

Ziele

  • Die Kinderrechte nachhaltig zu verorten und eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderrechte anzustoßen.
  • Ein erlebnisorientiertes Lernen soll zu einer Verwirklichung der Kinderrechte führen.
  • Kinder können auf der „Straße der Kinderrechte" in kindgerechter Weise und spielerisch mehr über ihre Rechte erfahren.
  • Die „Straße der Kinderrechte" soll die Kinderrechte bekannt machen und auf kommunaler Ebene stärken.

Umsetzung

  • Die „Straße der Kinderrechte" ist ein Projekt der Kinderkommission der Stadt unter der Schirmherrschaft von Dani Karavan, dem Urheber der „Straße der Menschenrechte" in Nürnberg.
  • Deshalb wurde die „Straße der Kinderrechte" von Grund auf in enger Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern von Kindern und mit Kindern geplant, gestaltet und umgesetzt.
  • Die Kinderkommission erarbeitete in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderhort Neue Hegelstraße, dem Kinder- und Jugendhaus Bertha-von-Suttner sowie regionalen Künstlern Ideen und Möglichkeiten zur Verwirklichung des Projekts „Straße der Kinderrechte".
    • Die Kinder der beiden Einrichtungen befassten sich mit dem Thema „Kinderrechte", um kleine Experten auf dem Gebiet zu werden. In einem ersten Schritt lernten sie ihre Rechte kennen.
    • Ein zweiter Schritt umfasste die Entwicklung von kreativen Ideen und deren gestalterische Umsetzung in Modelle. Dies geschah unter professioneller Anleitung von Betreuern und den beteiligten Künstlern Ursula Rössner und Jürgen Eckart.
  • Die „Entwicklungsarbeiter" präsentierten ihre Pläne dem Urheber der „Straße für Menschenrechte", Dani Karavan, der daraufhin die Schirmherrschaft über das Projekt übernahm.
  • Das Motto zum TAG DER OFFENEN TÜR der Stadt Nürnberg lautete „ACHTUNG vor KINDERn – Aktionen und Informationen zu den Kinderrechten" und stand ganz im Zeichen der Kinderrechte.
  • Die Kinder haben bisher neun Kinderrechts-Stationen entwickelt und im Nürnberger Stadtpark umsetzen können:
    • Recht auf freie Meinungsäußerung, Information und Beteiligung: Kinderrechtsstation „Parlament" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12 „Berücksichtigung des Kindeswillens", Artikel 13 „Meinungs- und Informationsfreiheit", Artikel 14 „Gedankens-, Gewissens- und Religionsfreiheit")
    • Recht auf Gleichheit: Kinderrechtsstation „Gleichheitsfiguren" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 2 „Achtung der Kinderrechte"; „Diskriminierungsverbot")
    • Recht auf Gesundheit und eine intakte Umwelt: Kinderrechtsstation „Trinkwasser-Schildkröte" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 24 „Gesundheitsvorsorge")
    • Recht auf Privatsphäre und Intimität: Kinderrechtsstation „Buchstabenbaum" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 16 „Schutz der Privatsphäre und Ehre")
    • Recht auf elterliche Fürsorge: Kinderrechtsstation „Elternskulptur" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 9, 10, 18, 19)
    • Recht auf Spiel und Freizeit: Kinderrechtsstation „Spiele-Weg" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 31 „Beteiligung an Freizeit ...")
    • Recht auf Bildung: Kinderrechtsstation „Bildungsskulptur" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 28: „Recht auf Bildung, Schulbesuch und Berufsausbildung"
    • Artikel 22/Flüchtlingskinder: Kinderrechtsstation „Bespielbares Memo (bitte beachten: Memory ist ein geschützter Begriff)" (UN-Kinderrechtskonvention Artikel 22: „Flüchtlingskinder"). Diese Skulptur aus bemalten Metallwürfeln wurde in Kooperation mit Jugendlichen aus der Berufsschule 11 (mit und ohne Fluchterfahrungen) erarbeitet.
  • Für die Straße der Kinderrechte gibt es eine Handreichung für die pädagogische Arbeit mit Kindern im Grundschulalter, da viele Schulen und Einrichtungen die Straße der Kinderrechte als außerschulischen Lernort wahrnehmen.

Erfolge

  • Die „Straße der Kinderrechte" wird u. a. von Kindertagesstätten, Schulen, Jugendverbänden und Kinder- und Jugendeinrichtungen meist in Verbindung mit einem Ausflug spielerisch genutzt, um die Rechte der Kinder sowie der Bezug zu den Menschenrechten leichter thematisieren und erklären zu können.
  • 2. Preis des Deutschen Kinderhilfswerkes für Beteiligung von Kindern und Jugendlichen – „Golden Gore" (2009).
  • 2016 fand das Bundesnetzwerktreffen Kinder- und Jugendbeteiligung in Nürnberg statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung gab es auch eine Exkursion an die Straße der Kinderrechte. Die Kollegen*innen berichten, dass sie sich in Nürnberg Inspirationen für ihre Kommunen und Gemeinden holen und es dann im Rahmen ihrer Möglichkeiten individuell gestalten.
  • Für das Zeitfenster 2018 bis 2021 ist die letzte Station, die zehnte Station geplant zum Artikel 23, Förderung behinderter Kinder.

Kontakt

Ilka Soldner

Stadträtin und Vorsitzende der Kinderkommission
Stadt Nürnberg
Rathausplatz 2
90403 Nürnberg
Telefon: 0911 - 43 89 660

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

NürnbergBayern

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2015

509.975

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

5,9

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