Halle (Saale) - Treffpunkt Lutherplatz: Familienzentrum der Bauverein Halle & Leuna eG

Die Lebensqualität in Wohnvierteln soll erhöht werden und den Bewohnern einen attraktiven Wohnraum bieten. Das Familienzentrum „Treffpunkt Lutherplatz“ als sozialer Mittelpunkt, hat zum Ziel die Fremdheit, Angst und die realen Interessengegensätze aufzunehmen und zu bearbeiten. Daher bietet das Familienzentrum einen Treffpunkt für alle Generationen.

Ausgangslage

  • Die Wohnungsgenossenschaft Bauverein Halle & Leuna eG entstand im Dezember 2006 infolge Fusion aus der Bauverein für Kleinwohnungen e. G. und der Wohngenossenschaft Leuna eG. Ihr Wohnungsbestand umfasst ca. 7.500 Wohnungen.
  • Die Genossenschaft beabsichtigt, unter anderem mit dem Familienzentrum „Treffpunkt Lutherplatz", die Lebensqualität in den Wohnvierteln zu erhöhen und den Bewohnern mit allen individuellen Bedürfnissen und Bedarfen attraktiven Wohnraum zu bieten.

Ziele

  • Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Tagesgeschäft der Vermietung wurden folgende Ziele festgelegt:
    • Den genossenschaftlichen Gedanken wiederzubeleben.
    • Das Wohnen in der Genossenschaft attraktiver zu gestalten.
    • Mieter zu binden, zu halten und Neumieter zu gewinnen.
    • Präsenz in den Medien.
  • Das Familienzentrum als sozialer Mittelpunkt hat zum Ziel, die Fremdheit, Angst und die realen Interessengegensätze aufzunehmen und zu bearbeiten.

Umsetzung

  • Im Ergebnis vieler Gespräche mit Mitgliedern der Genossenschaft und Bewohnern entstand die Idee zur Gründung eines "Interkulturellen und Generationsübergreifenden Familienzentrums" für Bewohner des Stadtteils Lutherviertel - eine Wohnanlage mit ca. 1.200 Wohneinheiten.
  • Zusammen mit dem Verein für Bewegung und Kreativität in der Kita e. V. und weiteren Partnern wurde über dieses Projekt das lokale Bündnis für Familie Halle (Saale) initiiert. Der Treffpunkt Lutherplatz stellt innerhalb dieses Bündnisses das Hauptprojekt dar.
  • Durch die Genossenschaft wurden für das Projekt „Treffpunkt Lutherplatz" Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, sodass zunächst in zwei unmittelbar zusammenhängenden Wohnungen Veranstaltungen, anfangs vorrangig für ältere Mitglieder der Genossenschaft, durchgeführt werden konnten, die zum Teil thematisch besetzt waren und sind und zum anderen der Freizeitgestaltung dienen.
  • Mit steigender Nachfrage, Weiterentwicklung von Ideen wurde der Ursprungsgedanke Kommunikationsmöglichkeiten vorrangig für Senioren zu schaffen, schnell erweitert.
  • Mit der Zuwendung von Fördergeldern aus dem ExWost – Projekt - Forschungsfeld: „Modelle genossenschaftlichen Wohnens – Erschließen von Genossenschaftspotenzialen", wurde nunmehr die Möglichkeit geschaffen, ein ganzes Wohnhaus mit 6 Wohnungen für die Belange von jungen Familien bis zu den Senioren einzurichten. Nach und nach wurde das Angebot erweitert und umfasst mittlerweile:
    • Einen Computerraum
    • Eine Wohngebietsbibliothek für Jung und Alt, entstanden durch großes Engagement der Bewohner mittels Bücherspenden und komplettiert durch Unterstützung von Verlagen
    • Separate Räumlichkeiten für Familienberatung, Therapiegespräche und Mediation durch den Kooperationspartner IRIS Regenbogenzentrum e.V.
    • Bewegung bei Sport und Spiel für Kinder und Senioren
    • Musikalische Früherziehung
    • Kinderbetreuung in einer Krabbelgruppe in eigens hergerichteten Räumen.
    • Verschiedenste Kurse und Weiterbildungen, angeboten von Existenzgründern
    • Ein Nähstübchen für schnelle Änderungen und kreatives Gestalten
    • Ein Hobbykeller für Kleinstreparaturen und Bastelfreunde
    • Ein kleines Cafe
    • Familienbildungsprogramm „Hallo Nachbar" in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz
  • Die Treffpunkte werden hauptamtlich durch 2 Mitarbeiterinnen der Genossenschaft betreut.
  • Eine Vielzahl von Kursen wird durch Ehrenamtliche organisiert.
  • Die Inhalte in den Treffpunkten sind verschieden. Die Entwicklung erfolgt immer in Anpassung an die Bedarfe der Mieter im Wohngebiet.
  • Für die "rüstigen" Mieter bieten wir Außerhaus-Veranstaltungen an, die ebenso einen regen Zuspruch finden. Busfahrten, Walking Gruppen, Theaterbesuche, Pavillonkonzertbesuche, Museumstreff.
  • Ausgebaut ist die Wohnraumberatung. Hierzu sind regelmäßige Sprechstunden in den Treffpunkten. Die Mieter erhalten Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen, Beantragung von Pflegegraden, Schwerbeschädigten Ausweisen, Beantragung von Befreiungen u.a.
  • Es werden Englischkurse durch eine muttersprachliche FSJ lerin und Ehrenamtliche angeboten.
  • Zum Jahresende wird traditionell für alle Engagierten eine Dankeschönveranstaltung organisiert.

Erfolge

  • Mittlerweile betreibt die Genossenschaft 4 Treffpunkte in 4 Wohngebieten: Lutherplatz, Neustadt, Thaerviertel, Merseburg.
  • Derzeit sind 50 Ehrenamtliche in den Treffpunkten aktiv.
  • Die Techniker - Computersprechstunden werden aufgrund der hohen Nachfrage weiter ausgebaut.
  • Mit diesen Treffpunkten wird die Möglichkeit der Kommunikation innerhalb der Genossenschaft geschaffen und somit eine für die Genossenschaft neue Form der Erhöhung der Wohnqualität erreicht.
  • Die Genossenschaft ist so neue Wege bei der Vermarktung ihrer Wohnungsbestände in einem insgesamt durch Leerstand geprägten lokalen Wohnungsmarkt gegangen.

Kontakt

Guido Schwarzendahl

Vorstand
Bauverein Halle & Leuna eG
Schülershof 12
06108 Halle (Saale)
Telefon: 0345 - 67 34 228

Katrin Ullrich

Sozialbetreuung
Bauverein Halle & Leuna eG
Schülershof 12
06108 Halle (Saale)
Telefon: 0345 - 67 34 228

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

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