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Dortmund - Schüler helfen Schülern

In der Dortmunder Nordstadt helfen ältere Schüler als Tutoren jüngeren Schülern dabei, ihre Schulleistungen zu verbessern. Die Treffen finden außerhalb des regulären Schulunterrichts statt. Die Schüler sollen Wissenslücken schließen und schnell wieder in der Lage sein, selbstständig zu lernen, während die Tutoren ihre sozialen Kompetenzen verbessern.

Ausgangslage

  • Aufgrund des Abbaus der drei traditionellen industriellen Säulen Kohle, Stahl und Bier ist Dortmund einem Wandel unterworfen. Die Dortmunder Nordstadt ist von diesen strukturellen Veränderungen besonders betroffen.
  • Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in der Nordstadt liegt bei ca. 65 %. An den beteiligten Schulen liegt er sogar bei ca. 60 – 80 %. Die Muttersprache von vielen Schülern und Schülerinnen ist also nicht Deutsch.
  • Das Helmholtz-Gymnasium wird von ca. 1000 Schülern aus 80 Nationen besucht.
  • Jugendliche, die einen Migrationshintergrund haben oder deren Eltern arbeitslos sind, haben eine geringere Chance auf einen guten Schulabschluss.
  • Viele Eltern haben kein Geld, um ihren Kindern teuren Nachhilfeunterricht zu finanzieren.
  • Gleichzeitig gibt es viele Schülerinnen und Schüler, die sich freuen, wenn sie anderen helfen und dabei selbst etwas lernen können.

Ziele

  • Das Projekt „Schüler helfen Schülern" soll Schülern der Klassen 5 – 9 dabei helfen, ihre Schulleistungen in Deutsch, Englisch, Mathe, Französisch oder Latein durch individuelle und bezahlbare Förderung zu verbessern.
  • Es richtet sich auch an Schüler mit schlechten Schulleistungen, deren Eltern sich Nachhilfeunterricht nicht leisten können.
  • Die Lernschwierigkeiten der Kinder sollen schnell und effizient behoben werden, um sie wieder zum selbstständigen und erfolgreichen Arbeiten zu befähigen.
  • Die Tutoren sollen ihre Lehrfähigkeit stärken, Verantwortung übernehmen, Wissen vermitteln und ihre soziale Kompetenz stärken.

Umsetzung

  • Der Unterricht im Projekt "Schüler helfen Schülern" findet nach Schulschluss statt.
  • Es kann zwischen Einzelunterricht und der Arbeit in einer Lerngruppe gewählt werden.
  • Die Tutoren haben intensiven Kontakt zu den Fachlehrern. Sie bekommen eine Aufwandsentschädigung für ihren Einsatz.
  • Die Förderung läuft in der Regel 6 – 8 Wochen lang.
  • Das Projekt wurde bis Ende 2014 aus dem Programm „Soziale Stadt – Dortmund Nordstadt" finanziert. Für die Jahre 2015 bis Ende 2016 übernahm der Rotary Club Dortmund-Hörde die Finanzierung.
  • Die Eltern zahlen einen Eigenanteil, der davon abhängt, ob ihr Kind Einzel- oder Gruppenunterricht bekommt. Bei Eltern, die Transferleistungen beziehen, wird die Teilnahmegebühr aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bezahlt. Deren Kinder bekommen Einzelunterricht.

Erfolge

  • Durch das Projekt wurden bisher über 1120 Schülerinnen und Schüler gefördert, an den drei verschiedenen Schulen.
  • Als Tutoren konnte das Helmholtz-Gymnasium im gleichen Zeitraum 233 Schülerinnen und Schüler gewinnen.
  • Einige Schüler, die früher Hilfe brauchten, sind jetzt selbst Tutoren. Darunter sind auch einige ehemalige Schüler, die bereits studieren, was für die Kinder wertvolle Vorbildfunktion hat.
  • Inzwischen helfen die Tutoren des Helmholtz-Gymnasiums auch Schülern benachbarter Schulen.
  • Gewinn von 2500 Euro bei der Sparda Spendenwahl.
  • Einige Universitäten erkennen den Nachweis über die regelmäßige Tutorentätigkeit für Praktika an.
  • Den Kollegen eines anderen Dortmunder Gymnasiums wurde das System vorgestellt und die Materialien zur Verfügung gestellt.
  • Darüber hinaus wird das Projekt „Schüler helfen Schüler" auch von anderen Initiatoren bundesweit an vielen verschiedenen Schulen angeboten und dort teilweise seit vielen Jahren mit großem Erfolg durchgeführt.

Kontakt

Stadt Dortmund

Stadtplanungs- und Bauordnungsamt
Brückstraße 45
44135 Dortmund

Helmholtz-Gymnasium

Münsterstr. 122
44145 Dortmund

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

DortmundNordrhein-Westfalen

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2016

585.813

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-3,9

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