Stuttgart - Regionales Übergangsmanagement Schule - Beruf

Ziel des Programms ist die Koordination und Abstimmung der Angebote für chancenarme Jugendliche im Übergang von der Schule ins Berufsleben. Wichtige Bausteine dazu sind der Aufbau eines Monitorings sowie die Abstimmung einer gemeinsamen Maßnahmenplanung.

Ausgangslage

  • Das Angebotsspektrum an Maßnahmen für chancenarme junge Menschen im beruflichen Übergang ist weitgehend unkoordiniert und unübersichtlich (Doppelstrukturen, fehlende Kommunikation und Abstimmung). 
  • Passgenauigkeit: Es besteht eine Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen der Jugendlichen und vorgehaltenen, standardisierten Angeboten. Die Abbruchquoten der Jugendlichen sind entsprechend hoch. Flexible Lösungen oder Ansätze, die von allen Systemen rechtsübergreifend getragen werden, sind noch die Ausnahme.
  • Es besteht wenig Wissen über die Wirkungen der Angebote und wenig Verständigung darüber, was als Erfolg oder Wirkung benannt werden soll und kann. 
  • Es existiert keine gemeinsame, von allen Systemen akzeptierte kommunale Datengrundlage. 

Ziele

  • die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern, die Begabungsreserven der jungen Menschen besser zu nutzen, Talente zu fördern und Jugendliche bedarfsorientiert an das Berufsleben heranzuführen
  • Die Kooperation zwischen den Institutionen soll verbessert und die Angebote sollen besser verzahnt werden.
  • Abgestimmte, aufeinander aufbauende Maßnahmenplanung bei:    
    • Verbesserung der Datengrundlage
    • verbesserter Übergang am „Startplatz Schule": Übergangsbegleitung und Elternberatung
    • stringente Einbeziehung der örtlichen Wirtschaft

Umsetzung

  • Es wurde 2005 eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Verwaltungseinheiten geschlossen, die Transparenz und gegenseitige Information sowie einen einheitlichen Ablauf für die Zielgruppe der Unter-25-Jährigen festschreibt.
  • Seit April 2006 existiert eine Steuerungsgruppe „u25", bestehend aus den Geschäftsführungen der Agentur für Arbeit, des JobCenters, des Jugendamtsleiters, der Leiterin des Staatlichen Schulamtes, dem Leiter der Abteilung für Integration und der Arbeitsförderung. In diesem Kreis wird die systemübergreifende Zusammenarbeit sichergestellt.
  • 2006, 2007 und 2009 fanden Jugendkonferenzen als Beteiligungsformen der örtlichen Praxis und der Jugendlichen statt.
  • 2007 – 2009 wird vom Deutschen Jugendinstitut eine Längsschnittstudie zu den Verläufen von Jugendlichen auf ihrem Weg von der Schule in die Ausbildung durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Vollerhebung an allen Stuttgarter Haupt- und Förderschulen des Abgangsjahrgangs 2007.
  • Seit Mai 2008 nimmt die Landeshauptstadt Stuttgart am Programm des BMBF „Aufbau und Verstetigung eines kommunalen Übergangsmanagements" (RÜM) teil. Die Projektleitung liegt im Jugendamt der Stadt. Die Gesamtverantwortung liegt beim Ersten Bürgermeister.

Erfolge

  • Die Längsschnittstudie (2007 – 2009) erbrachte wichtige Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für die Praxis und für den Aufbau eines Übergangsmanagements.
  • Die Zusammenarbeit in der Steuerungsgruppe u25 hat sich etabliert, der Kreis wurde um die Leiterin des Schulverwaltungsamtes, die stellvertretende Geschäftsführung der IHK und der Geschäftsbereichsleitung „Berufliche Bildung" der HWK erweitert.
  • Am „Startplatz Schule" ansetzend, unterstützt RÜM einzelne Schulen dabei, die verschiedenen Angebote der Berufsorientierung, Berufsberatung, Wirtschaft, Schulsozialarbeit und Lotsen/Mentoren möglichst optimal miteinander zu verknüpfen, bzw. eine aktive Zusammenarbeit mit Eltern und Wirtschaft im beruflichen Übergang systematisch aufzubauen 
  • Unter Federführung von RÜM und Mitwirkung von Mitarbeiter/innen der Agentur für Arbeit, der IHK, der HWK, der Schulen und der Schulsozialarbeit entstand ein Berufswahl-Portfolio, das mit Beginn des Schuljahres 2010/11 allen Schüler/innen der Stuttgarter Haupt- und Werkrealschulen ab Klasse 6 ausgehändigt wird.
  • Ein Online-Service gibt seit Juli 2010 einen Überblick über die Angebote, die hilfreich für den erfolgreichen Übergang von der (Haupt-)Schul- in die Berufswelt sein können
  • Der Aufbau nachhaltiger Förderstrukturen wird gemeinsam angegangen.

Kontakt

Angelika Münz

Koordinierungsstelle "Übergangsmanagement Schule-Beruf"
Landeshauptstadt Stuttgart
Telefon: 0711/216-55867

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

StuttgartBaden-Württemberg

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2015

623.738

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

7,0

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