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Stuttgart - Regionales Übergangsmanagement Schule - Beruf

Ziel des Programms ist die Koordination und Abstimmung der Angebote für chancenarme Jugendliche im Übergang von der Schule ins Berufsleben. Wichtige Bausteine dazu sind der Aufbau eines Monitorings sowie die Abstimmung einer gemeinsamen Maßnahmenplanung.

Ausgangslage

  • Das Angebotsspektrum an Maßnahmen für chancenarme junge Menschen im beruflichen Übergang war weitgehend unkoordiniert und unübersichtlich (Doppelstrukturen, fehlende Kommunikation und Abstimmung). 
  • Passgenauigkeit: Es bestand eine Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen der Jugendlichen und vorgehaltenen, standardisierten Angeboten. Die Abbruchquoten der Jugendlichen waren entsprechend hoch. Flexible Lösungen oder Ansätze, die von allen Systemen rechtsübergreifend getragen werden, waren noch die Ausnahme.
  • Es bestand wenig Wissen über die Wirkungen der Angebote und wenig Verständigung darüber, was als Erfolg oder Wirkung benannt werden soll und kann. 
  • Es existierte keine gemeinsame, von allen Systemen akzeptierte kommunale Datengrundlage. 

Ziele

  • Jugendarbeitslosigkeit verringern
  • Begabungsreserven der jungen Menschen besser nutzen
  • Talente fördern und Jugendliche bedarfsorientiert an das Berufsleben heranführen
  • Darüber hinaus soll die Kooperation zwischen den Institutionen verbessert und die Angebote sollen besser verzahnt werden.
  • Abgestimmte, aufeinander aufbauende Maßnahmenplanung bei:
    • Verbesserung der Datengrundlage
    • verbesserter Übergang am „Startplatz Schule": Übergangsbegleitung und Elternberatung
    • stringente Einbeziehung der örtlichen Wirtschaft

Umsetzung

  • Am „Startplatz Schule" ansetzend, unterstützt RÜM einzelne Schulen dabei, die verschiedenen Angebote der Berufsorientierung, Berufsberatung, Wirtschaft, Schulsozialarbeit und Lotsen/Mentoren möglichst optimal miteinander zu verknüpfen, bzw. eine aktive Zusammenarbeit mit Eltern und Wirtschaft im beruflichen Übergang systematisch aufzubauen.
  • Es wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beteiligten Verwaltungseinheiten geschlossen, die Transparenz und gegenseitige Information sowie einen einheitlichen Ablauf für die Zielgruppe der Unter-25-Jährigen festschreibt.
  • Die Steuerungsgruppe „u25" besteht aus den Geschäftsführungen der Agentur für Arbeit, des JobCenters, des Jugendamtsleiters, der Leiterin des Staatlichen Schulamtes, dem Leiter der Abteilung für Integration und der Arbeitsförderung. In diesem Kreis wird die systemübergreifende Zusammenarbeit sichergestellt.
  • Es fanden drei Jugendkonferenzen als Beteiligungsformen der örtlichen Praxis und der Jugendlichen statt.
  • 2007 – 2009 wurde vom Deutschen Jugendinstitut eine Längsschnittstudie zu den Verläufen von Jugendlichen auf ihrem Weg von der Schule in die Ausbildung durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Vollerhebung an allen Stuttgarter Haupt- und Förderschulen des Abgangsjahrgangs 2007.
  • Die Projektleitung lag im Jugendamt der Stadt. Die Gesamtverantwortung lag beim Ersten Bürgermeister.
  • Die Landeshauptstadt Stuttgart nahm am Programm des BMBF „Aufbau und Verstetigung eines kommunalen Übergangsmanagements" (RÜM) teil.

Erfolge

  • Die Längsschnittstudie erbrachte wichtige Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für die Praxis und für den Aufbau eines Übergangsmanagements.
  • Die Zusammenarbeit in der Steuerungsgruppe u25 hat sich etabliert, der Kreis wurde um die Leiterin des Schulverwaltungsamtes, die stellvertretende Geschäftsführung der IHK und der Geschäftsbereichsleitung „Berufliche Bildung" der HWK erweitert.
  • Unter Federführung von RÜM und Mitwirkung von Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, der IHK, der HWK, der Schulen und der Schulsozialarbeit entstand ein Berufswahl-Portfolio, das mit Beginn des Schuljahres allen Schülerinnen und Schülern der Stuttgarter Haupt- und Werkrealschulen ab Klasse 6 ausgehändigt wird.
  • Ein Online-Service gibt einen Überblick über die Angebote, die hilfreich für den erfolgreichen Übergang von der (Haupt-)Schul- in die Berufswelt sein können.
  • Der Aufbau nachhaltiger Förderstrukturen wird gemeinsam angegangen.

Kontakt

Angelika Münz

Koordinierungsstelle "Übergangsmanagement Schule-Beruf"
Landeshauptstadt Stuttgart
Telefon: 0711/216-55867

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

StuttgartBaden-Württemberg

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2015

623.738

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

7,0

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