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Nuthetal - vorbeugende Hausbesuche von und für Senioren

...und manchmal hilft ein wichtiger Tipp über´n Gartenzaun weiter: Ehrenamtliche in Nuthetal beraten Seniorinnen und Senioren und ihre Familien besonders niederschwellig. Themen sind Demenz, Pflege und weitere Fragestellungen des Alterns.

Ausgangslage

  • Personen, die an Demenz erkranken und deren Angehörige, sind oftmals auf sich allein gestellt.
  • Die Angehörigen wissen oft nicht, wo sie sich informieren können.
  • Vorhandenes Informationsmaterial ist teilweise sehr komplex.
  • Vielen Menschen fällt es schwer, zuzugeben, dass sie Hilfe benötigen und darum zu bitten.
  • Die Initiatorin der Hausbesuche im Nuthetal erlebte selbst diese Familien-Situation und wünschte sich derzeit eine besser zugängliche Informationsbasis und mehr Unterstützung.

Ziele

  • Seniorinnen und Senioren können zuhause alt werden
  • dementiell erkrankten Personen und deren Angehörigen wird der Alltag erleichtert
  • Familienfreundlichkeit „ein Gesicht“ geben

Umsetzung

  • Ehrenamtliche des Netzwerks ‚Füreinander – vorbeugende Hausbesuche von und für Senioren‘ in Nuthetal beraten Seniorinnen und Senioren sowie deren Familien unkompliziert und niedrigschwellig.
  • Das Informationsangebot reicht über Demenz bis hin zu allgemeinen Fragen zum Thema Altern und Pflege.
  • Die Ehrenamtlichen informieren zu Themen wie Wohnraumanpassung, Pflegestützpunkt, Betreuungsvollmacht o.ä. und sensibilisieren so für präventive Maßnahmen.
  • Geschulte Helferinnen und Helfer führen regelmäßig Hausbesuche durch. Das Wissen wird über den Gartenzaun, im Hausflur oder über die Nachfrage im Mehrgenerationenhaus Nuthetal weitergegeben.
  • Die Ehrenamtlichen verfügen über eine Menge an fachlichen Kenntnissen, an Wissen zu hilfreichen Beratungsstellen und zu cleveren Erfindungen.
  • Ihre Aufgabe ist es, festzustellen, ob ein Mensch einsam ist und vielleicht Anschluss sucht oder Hilfe braucht, weil er oder sie z.B. nicht mehr alleine einkaufen gehen kann.
  • Die Ehrenamtlichen erreichen hierbei nicht nur die ursprüngliche Zielgruppe der Älteren, sondern auch Jüngere, die sich um ihre pflegebedürftigen Angehörigen kümmern.
  • Die fünf Projekt-Bausteine der vorbeugenden Hausbesuche in Nuthetal:
    • Menschen: Interessierte, die neue Herausforderungen suchen und auf andere zugehen können, z.B. kurz vor dem Ruhestand
    • Befürworter und Strukturen: z.B. Bürgermeisterin, Friseursalon, Apothekerin, Ärzte, Orthopäde, Sport- und andere Vereine, Chor
    • Lokales und regionales Wissen: über Beratungsstellen, Unterstützungsstrukturen des Sozial- und Gesundheitswesens, Selbsthilfegruppen, Vereine
    • Geld: Ehrenamtliche brauchen Hauptamtliche, die die bestmöglichen Strukturen für die Ehrenamtlichen schaffen.
    • Geduld: damit sich das Informationsangebot und gute Beispiele herumsprechen und bis die Angst überwunden ist, sich bzw. Angehörige als hilfsbedürftig „zu outen“
  • Zum offiziellen Projektabschluss wurde der ganz jungen Generation die Krankheit Demenz in einem Puppentheaterstück erklärt.
  • Projektträger von ‚Füreinander – vorbeugende Hausbesuche von und für Senioren‘ ist das Mehrgenerationenhaus Nuthetal e.V.
  • Die Bekanntmachung des Projekts erfolgte auf 25 öffentlichen Veranstaltungen, mit einem Stand auf dem Markt und in der Apotheke, in 12 Schaukästen verteilt über den Ort sowie in 16 Artikeln in der Lokalpresse.
  • Die Finanzierung der Präventiven Hausbesuche erfolgte während der ersten 2 Projektjahre über die Robert Bosch Stiftung ("Neulandgewinner"-Förderung).

Erfolge

  • Auch nach Projektabschluss stehen Ehrenamtliche mit ihrem Spezialwissen beratend, unterstützend oder begleitend zur Verfügung (z.B. Spazierengehen, Vorlesen, Begleitung beim Arztbesuch).
  • Im Projektzeitraum wurden etwa 260 Personen erreicht. Häufig kam es zu Gesprächen während der Projektpräsentationen oder während des alltäglichen Lebens, z.B. beim Einkaufen, bei Kontakten unter Nachbarn, Bekannten.
  • Gerade diese „Gespräche nebenbei“ sind bedeutsame präventive Kontakte, die weiterhelfen mit wichtigen Informationen oder die zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.
  • Etwa 20 präventive Hausbesuche wurden von den Ehrenamtlichen durchgeführt.
  • 12 Ehrenamtliche - von anfangs 15 - bleiben dem Beratungsangebot des Mehrgenerationenhauses verbunden.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

NuthetalBrandenburg

Demographietyp

Prosperierende Kommunen im Umfeld dynamischer Wirtschaftszentren

Bevölkerung 2017

9.077

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-0,8

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