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Osnabrück - Datenbank Migration

Dieselben Daten für alle Ämter: Stadt Osnabrück entwickelte eine „Migrations-Datenbank". So können Integrations-, Partizipations- und Teilhabeprozesse unterstützt und beschleunigt werden.

Ausgangslage

  • Mehr als jeder vierte der 165.000 Einwohner von Osnabrück hat ausländische Wurzeln. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 27 Prozent.
  • Unterschiedliche Osnabrücker Ämter verfügen über diverse Daten von Migranten und Flüchtlingen.
  • Diese Daten stehen unverbunden den jeweiligen Ämtern zu Verfügung. Eine Bündelung zur Verbesserung der Steuerungsprozesse hat bislang noch nicht stattgefunden.

Ziele

  • Die „Datenbank Migration" soll wichtige Detailinformationen für die Integrationsarbeit der Stadt liefern.
  • Es soll eine Vernetzung der Ämter untereinander und ein gemeinsamer Zugriff auf die Daten erfolgen.
  • Mit der Datenbank sollen Bevölkerungsdaten tabellarisch, grafisch oder räumlich in „Echtzeit" aufbereitet werden. 
  • Verknüpft mit Rauminformationen, soll die Datenbank beispielsweise eine Belegungsübersicht der Gemeinschaftsunterkünfte ermöglichen und althergebrachte Erfassungsmethoden zur Verwaltung der Unterkünfte ablösen.

Umsetzung

  • Die Stadt Osnabrück unterhält eine Migrations-Datenbank und stellt so sicher, dass alle relevanten Stellen auf ausführliche Daten zugreifen können. Die Datenbank umfasst die Bereiche Altersgruppen, Nationalitäten und Wohnungen.
  • Auf der Grundlage dieser Daten kann die Stadt beispielsweise erkennen, in welchen Stadtteilen künftig wie viel mehr Kinder in die Schule gehen oder einen Platz im Kindergarten brauchen.
  • Die Vorstandskonferenz der Stadt beauftragte die Integrationsbeauftragte mit der Moderation des Prozesses zur Erstellung der Datenbank.
  • An den Beratungen zum Aufbau der Datenbank nahmen Vertreterinnen und Vertreter vieler städtischer Dienststellen teil, unter anderem das Referat Strategische Steuerung und Rat sowie die Fachbereiche Personal und Organisation, Recht und Datenschutz, Schule und Sport sowie Kinder, Jugendliche und Familien.
  • Die gesammelten Daten unterliegen strengen Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen. Zugang hat ausschließlich ein kleiner Kreis, für den die Daten jedoch von großer Bedeutung sind
  • Durch regelmäßige Meldungen bleibt die Datei immer auf dem neusten Stand.
  • Zurzeit ist die Datenbank mit einem Programm der Ausländerbehörde verknüpft. Geplant ist, sie nacheinander auch mit den Fachanwendungen für Sozialleistungen und Jugendhilfe zu verbinden.
  • Um die Datensammlung zu komplettieren, sind auch Verknüpfungen mit dem Jobcenter und der Arbeitsverwaltung erwünscht. 

Erfolge

  • Die Osnabrücker Datenbank hat deutschlandweit Modellcharakter.
  • Die vom Bundesgesetzgeber in Folge des neuen Flüchtlingsausweises aggregierte „ID" für Flüchtlinge wird ins System aufgenommen. Damit ist es erstmals möglich, aktuelle amtliche Daten für die Prozesssteuerung oder die Öffentlichkeitsarbeit ohne besonderen Personaleinsatz abzurufen.

Kontakt

Seda Rass-Turgut

Integrationsbeauftragte
Stadt Osnabrück
Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement Stadthaus 1 Natruper-Tor-Wall 2
49076 Osnabrück
Telefon: 0541 - 323 4506

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

OsnabrückNiedersachsen

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2017

164.374

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

2,5

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