Kyoto - Elderly Care Center Momoyama

In Japan hat der demographische Wandel ähnliche Folgen wie in Deutschland. Viele ältere Menschen haben keine Familienangehörigen in der Nähe, die sie pflegen. Oftmals gibt es wenig Kontakt zwischen den Generationen. In intergenerativen Pflegeeinrichtungen, wie dem Elderly Care Center Momoyama, können alte und junge Menschen einen Teil ihres Alltags miteinander teilen. 

Ausgangslage

  • In Japan verursacht der demographische Wandel ähnliche Probleme wie in Deutschland. Die Bevölkerung altert weltweit am stärksten.
  • Es gibt immer mehr alte Menschen, die keine Familienangehörigen in der Nähe haben und deshalb auf sich alleine gestellt sind.
  • Inzwischen gibt es in Japan erste intergenerative Pflegeeinrichtungen, wie z. B. das Elderly Care Center Momoyama in Kyoto.

Ziele

  • Ziel der intergenerativen Pflegeeinrichtungen ist es, jungen und alten Menschen zu ermöglichen, ein Stück Alltag miteinander zu verbringen und vom gegenseitigen Kontakt zu profitieren.
  • Die Senioren wollen selbstbestimmt zu Hause leben und bei Bedarf trotzdem Pflegedienste vor Ort in Anspruch nehmen.

Umsetzung

  • Die Senioren können in Momoyama altersgerecht ausgestattete Zimmer mieten und innerhalb des Hauses ein selbstständiges Leben führen. Benötigen sie jedoch Hilfe, steht ihnen diese jederzeit zur Verfügung.
  • Es besteht darüber hinaus im Rahmen des Day-Care-Centers das Angebot, die Einrichtung ausschließlich tagsüber zu besuchen. So können Angehörige von Pflegetätigkeiten entlastet werden. Gleichzeitig kann die Lebensqualität von Senioren erhöht werden. Sie können am gemeinsamen Mittagsessen teilnehmen, sich der Kaffeerunde anschließen oder zusammen Gesellschaftsspiele spielen. Darüber hinaus werden regelmäßig Veranstaltungen (z. B. Konzerte) angeboten.
  • In Momoyama gibt es außerdem eine Nachmittagsbetreuung für Kinder von berufstätigen Eltern. Darüber hinaus bietet die intergenerative Einrichtung auch ambulante Pflege und Menülieferdienste an.
  • Voraussetzung für das Funktionieren dieser Einrichtung sind ehrenamtliche Mitarbeiter, da in diesem Bereich sowohl ein Arbeitskräftemangel als auch ein Mangel an finanzieller Unterstützung herrscht.

Erfolge

  • Im Vordergrund stehen alltäglicher intergenerativer Austausch und gegenseitige Hilfe. Hausaufgabenhilfe, das Beibringen traditioneller Spiele oder auch das Erzählen von Geschichten machen den Alltag in Momoyama aus. Alle drei Monate finden gemeinsame Veranstaltungen, wie zum Beispiel Sommerfeste, statt.
  • Berufstätige Eltern werden entlastet und Senioren übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben.
  • Die Eltern legen Wert darauf, dass ihre Kinder Respekt und Toleranz erfahren und erlernen, die Bewohner schätzen vor allem die Lebendigkeit der Einrichtung.
  • Japans Regierung beabsichtigt, Einrichtungen wie das Elderly Care Center Momoyama landesweit zu fördern
  • Einige Sozialunternehmen anderer Präfekturen haben Momoyama bereits besucht, um sich über Erfolge und Entwicklungsmöglichkeiten zu informieren.

Weiterführende Informationen

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