Malmö - Vielfalt als gesellschaftliche Ressource

Vielfalt wird als gesellschaftliche Ressource anerkannt. Mit erfolgreicher Integrationsarbeit werden alle Teile und Akteure der Stadt Malmö eingebunden. Die Hauptinitiativen des Vielfaltsplans basieren auf der Förderung der Sprachentwicklung und Sprachkompetenz.

Ausgangslage

  • Der Anteil von Migranten in Malmö liegt mit 37,3 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt Schwedens.
  • Als Reaktion auf die 2003 durchgeführte PISA-Erhebung, bei der schwe­dische Schüler schlechtere Ergebnisse in Mathematik erzielten als die meisten anderen Schüler aus den untersuchten OECD-Ländern, ent­wickelte Schweden weitere Maßnahmen.

Ziele

  • Die Zusammenarbeit zweier kulturell und ethnisch sehr unter­schiedlicher Stadtteile in Malmö – Rosengård und Lim­hamn/Bunkeflo – sowie die Bildung von schulischen Netzwerken un­terstützen
  • Mit erfolgreicher Integrationsarbeit alle Teile und Akteure der Stadt Malmö einbinden

Umsetzung

  • Center for Diversity in Education (Resurscentrum) zur Unterstüt­zung von Schulen und Akteuren in Fragen der Wertevermittlung, der Diversity und Schulentwicklung.
  • „Diversity Group": Referenzgruppe von Schülern, die regelmäßig Fra­gestellungen zur Vielfalt bearbeiten und Ideen zum Abbau von Segregation entwickeln.
  • Mentorenprojekte und Teambuilding für Lehrer und Schüler.
  • Sprachförderungsprogramme für Schwedisch als Zweitsprache.
  • Zusammenarbeit mit Eltern, damit sie ihre Kinder im Lernprozess unter­stützen können.
  • Aktionsplan der Regierung: „Mångfaldssatsningen": Vielfalt als gesell­schaftliche Ressource.
  • Leitidee „Alle sind gleich(berechtigt)" führt zur Wertschätzung von Vielfalt als gesellschaftlicher Ressource.
  • Gesetzlicher Anspruch auf Muttersprachenunterricht und Unterricht in Schwedisch als Zweitsprache.
  • Kommunen, Lehrern und Eltern soll vermittelt werden, dass kultu­relle Diversität und Mehrsprachigkeit ein Kapital für die Gesellschaft darstellt, das es zu fördern gilt.
  • Schwedisch als Zweitsprache wurde 1995 als eigenständiges Fach neben Schwedisch eingeführt und erhielt ein eigenes Curriculum. Zeitgleich begann die systematische Ausbildung von Lehrern. Ziel war es, für Schüler mit einer anderen Muttersprache als Schwe­disch das Fach Schwedisch zu ersetzen.
  • In den Curricula für Vorschulen, Grundschulen und Gymnasien ist festgelegt, dass Kinder mit einer anderen Muttersprache als Schwedisch die Möglichkeit haben sollen, sowohl Schwedisch als auch die Muttersprache zu entwickeln. Es ist die Aufgabe jeder Gemeinde, dafür zu sorgen, dass diese Kinder die nötige Unter­stützung erhalten. Das Curriculum schreibt nicht vor, wie die Um­setzung aussehen soll, jede Gemeinde kann dies individuell organi­sieren.
  • Weiterbildung der Lehrer im „Classroom Management".

Erfolge

  • Durch die Einbettung der Maßnahmen in das gesamte System und die langjährige Erfahrung mit der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen ge­lingt die Integration sehr gut.
  • Die schwedische Regierung unterstützt Kommunen, den Ansprüchen mehrsprachiger Kinder gerecht zu werden, finanziell mit extra dafür be­reitgestellten Mitteln.
  • Das Amt für Schulentwicklung hat im Auftrag der schwedischen Regierung einen Aktionsplan erarbeitet, wie Mittel einge­setzt werden sollen.

Kontakt

Resurscentrum för mångfaldens skola

Rönnbladsgatan 1
B 212 16 Malmö

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Schwedeneck Schleswig-Holstein

Bevölkerung 2014

2.806

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