Potsdam - Netzwerk "Älter werden in Potsdam"

In Potsdam wurde ein Netzwerk gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Trägern zu verbessern und die bedürfnisorientierte Versorgung älterer Menschen nachhaltig zu verbessern.

Ausgangslage

  • Seinen Ursprung hatte das Netzwerk in der Ende der 1990er etablierten Arbeitsgruppe „Demenz", die mit Akteuren der Stadt, der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg und Wohlfahrtsverbänden u.a. den „Wegweiser für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen" herausgab.

Ziele

  • Die Gründung des Netzwerks erfolgte im Jahr 2006 mit 15 Mitgliedern und folgenden Zielen:
    • Für ältere Menschen ein würdevolles, selbstständiges Leben im Alter ermöglichen und Rahmenbedingungen für deren aktive Teilhabe schaffen
    • Die Zusammenarbeit zwischen Trägern, Anbietern, Initiativen und Einrichtungen auf dem Weg zu einer bedürfnisorientierten Versorgung älterer Menschen nachhaltig verbessern

Umsetzung

  • Mittlerweile sind mehr als 50 Kooperationspartner aus den Bereichen ambulante und stationäre Pflegeanbieter, Kliniken, Wohnungsunternehmen, Beratungsstellen, Stadtverwaltung, Seniorenbeirat, Ehrenamtliche Initiativen und gemeinnützige Vereine, Wohlfahrtsverbände, Bildungsträger und ambulante Hospizdienste aktiv.
  • Das für weitere Partner grundsätzlich offene Netzwerk entscheidet gemeinsam über die Aufnahme neuer Mitglieder; Voraussetzung für die Aufnahme ist die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung und einer Geschäftsordnung, welche eine aktive Mitwirkung u.a. in den Arbeitskreisen und an gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen des Netzwerks vorschreibt.
  • Grundsätzlich wird das Netzwerk durch zwei Sprecher/innen vertreten. Zum Ausgleich unterschiedlicher Interessenlagen sollen die Sprecher/innen paritätisch besetzt werden: einerseits eine Vertretung eines Trägers und anderseits eine Vertretung der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Potsdam. Die Netzwerkkoordination und -moderation erfolgt aktuell durch die Gesundheits- und Sozialplanerin der Stadt und eine Steuerungsgruppe. Viele Jahre lang stellte zudem die Alzheimergesellschaft eine zweite gleichberechtigte Netzwerkkoordinatorin.
  • Durchschnittlich gibt es jährlich 2-3 Netzwerkkonferenzen der Kooperationspartner sowie eine „Zukunftskonferenz" mit einem jeweils aktuellen thematischen Schwerpunkt.
  • Darüber hinaus finden regelmäßig Zusammenkünfte im Rahmen von zwei Stammtischen (Ambulante Pflege und Stationäre Einrichtungen) und verschiedenen themenbezogenen Arbeitskreisen (bislang: Zusammenarbeit, Alter und Ehrenamt, Gerontopsychiatrie, Pflegestrukturen und Bedarfe, Wohnen im Alter) statt. In den Arbeitskreisen werden auf der Basis konkreter Arbeitsaufträge gemeinsame Positionspapiere formuliert und neue gemeinsame Angebote bzw. Qualitätsstandards entwickelt.
  • Zusätzlich unterstützt das Netzwerk das jährlich stattfindende Fest der Pflege als Würdigung aller im Pflegebereich tätigen Menschen (hauptamtlich, ehrenamtlich oder in der Familie) in Potsdam.

Erfolge

  • Neben einem zu beobachtenden besseren Informationsaustausch zu bestehenden Bedarfen und Angeboten sowie erleichterten Kooperationsmöglichkeiten infolge des stärken persönlichen Kontakts wurden durch das Netzwerk insbesondere eine Vielzahl konkreter Instrumente entwickelt:
    • Standard für ambulante Pflegedienste zur Durchführung von Beratungseinsätzen
    • Positionspapier „Ambulant betreute Wohnformen"
    • Qualitätsstandard für die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen
    • Überleitungs- und Nachsorgekonzept für eine lückenlose Versorgung nach Klinikaufenthalten
    • Broschüre „Was tun, wenn der Alltag nach einem Aufenthalt im Krankenhaus zu Hause neu geregelt werden muss?"

Kontakt

Juliane Nachtmann

Gesundheits- und Sozialplanerin
Landeshauptstadt Potsdam
Hegelallee 6-10
14467 Potsdam
Telefon: 0331 - 28 92 448

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Potsdam Brandenburg

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2014

164.042

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

11,6

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