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Bremen - ZwischenZeitZentrale

Die Bremer ZZZ – ZwischenZeitZentrale vermittelt zwischen Eigentümern leerstehender Gebäude und Flächen und potenziellen Zwischennutzern. So wird Leerstand verringert und eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen.

Ausgangslage

  • Bremen gehört zwar nicht zu den schrumpfenden Städten, aber dennoch stehen immer wieder Gebäude für eine längere Zeit leer, bevor sie neu genutzt werden. 
  • Auch Brachflächen bleiben oftmals längere Zeit ungenutzt.
  • Gleichzeitig sind viele kleine Unternehmen, Initiativen und Vereine auf der Suche nach günstigen Räumen und Flächen. 
  • Viele Eigentümer sind unter bestimmten Bedingungen gerne bereit, Gebäude und Grundstücke für eine Zwischennutzung zur Verfügung zu stellen.

Ziele

  • Leerstehende Gebäude und brachliegende Flächen sollen sinnvoll zwischengenutzt werden, sodass für alle Beteiligten eine Win-win-Situation entsteht.
  • Bürgern und Bürgerinnen sollen aktiviert werden, sich in Stadtentwicklungsprozessen einzubringen.

Umsetzung

  • Die ZZZ – ZwischenZeitZentrale übernimmt die Vermittlerrolle zwischen Eigentümern und Zwischennutzern. Sie sucht nach geeigneten Objekten und berät und begleitet alle Beteiligten. Sie führt außerdem auch aktiv als Akteur Projekte im Stadtraum durch.
  • Das Prinzip lautet „vergünstigter Raum gegen befristete Nutzung".
  • Für eine Zwischennutzung kommen sowohl private als auch öffentliche Gebäude im gesamten Stadtgebiet in Frage.
  • Genutzt werden die Räumlichkeiten beispielsweise von Künstlergruppen, als Sozialkaufhaus, Büro, Atelier, Café oder Tauschboutique sowie für Ausstellungen, Film- und Theateraufführungen und als Filmlocation.
  • Ursprünglich wurde die ZZZ – ZwischenZeitZentrale als ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zu 50% vom Bund und 50% von der Freien Hansestadt Bremen gefördert.
  • Mittlerweile fördert die Stadtgemeinschaft Bremen die Arbeit der Zwischen-ZeitZentrale.
  • Im EU-Projekt TUTUR vermittelt die ZZZ – ZwischenZeitZentrale ihr Wissen weiter.

Erfolge

  • Teilweise Entstehung regulärer Mietverhältnisse oder sogenannter Second Hand Spaces aus den Zwischennutzungen.
  • Das Projekt ZZZ – ZwischenZeitZentrale wurde von der Freien Hansestadt Bremen wiederholt verlängert: bis Oktober 2020. Ziel ist die Entwicklung von "Urbanen Laboren": Orte, die in Ihrer Diversität gemeinschaftlich entwickelt werden.
  • Die ZZZ – ZwischenZeitZentrale in Vertretung der Freien Hansestadt Bremen ist im Pariser Urbact III Projekt und vernetzt sich im Projekt REFILL (2015-2018) mit 10 europäischen Städten, die Zwischennutzungen seit Jahren fördern und weiterentwickeln wollen. 
  • Sonderpreis des Deutschen Städtbaupreises 2016 für ‘Bremen - Wurst Case‘: eine Zwischennutzung in einer aufgegebenen Wurstfabrik der Firma Könecke im Bremer Stadtteil Hemelingen.
  • Publikation des Buches: „Building Platforms - Entstehungsorte schaffen" DE/EN, 304 Seiten, Jovis Verlag, Berlin 
  • Prämiert als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2013/14" für wegweisende Impulse für die Städte und Gemeinden der Zukunft („Ideen finden Stadt").
  • In Rom (Italien) und Alba Iulia (Rumänien) sollen Zwischennutzungsagenturen entstehen, die sich an der ZZZ – ZwischenZeitZentrale orientieren.

Kontakt

AAA GmbH

Zum Sebaldsbrücker Bahnhof 1 (WURST CASE)
28309 Bremen
Telefon: 0421- 69 58 126

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

Bremen, BL

Bevölkerung 2015

671.489

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

1,0

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