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Erlangen - ZusammenArbeit – Inklusion für eine gemeinsame Arbeitswelt

In Erlangen werden arbeitsuchende Menschen mit Behinderung beim (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben umfassend unterstützt. Ein wichtiger Baustein dabei ist die direkte Ansprache von Arbeitgebern. Das Konzept wurde im Projekt ZusammenArbeit – ZUSA (2015-2018) erfolgreich erprobt.

Ausgangslage

  • Die Jobcenter der Stadt Erlangen und des Landkreises Erlangen Höchstadt sind zuständig für zahlreiche langjährige Arbeitslosengeld II - Bezieher mit Schwerbehinderung, die von den zuweisenden Behörden bisher nicht in den Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten.
  • Die Jobcenter waren zu Projektbeginn in ähnlichen Arbeitsfeldern unabhängig voneinander tätig. Es bestand der Wunsch, diesbezüglich rechtskreisübergreifend zusammenzuarbeiten, um diese Kräfte zu bündeln.

Ziele

  • Aktivierung, Motivation und Inklusion der Teilnehmer
  • Arbeitgebergewinnung
  • Die übergeordnete Zielsetzung ist die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Umsetzung

  • In Erlangen und Erlangen-Höchstadt werden arbeitsuchende Menschen mit Behinderung beim (Wieder-) Einstieg in das Berufsleben umfassend unterstützt. Das Konzept des Projekts ZusammenArbeit (ZUSA):
  • Arbeitssuchende schwerbehinderte Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen werden gestärkt:
    • Eingangsphase – Clearing- und Coaching-Gespräche: Persönliche Standortbestimmung des Teilnehmers, Herausarbeitung der Stärken und Möglichkeiten des Teilnehmers, Zielbenennung durch den Teilnehmer.
    • Coaching der Arbeitssuchenden
    • Qualifizierung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) und in integrativen Betrieben
  • Durch zielführende Netzwerkarbeit und innovative Arbeitgeberakquise wird eine Vielzahl von Kontakten zu Unternehmen, Arbeitgebern und deren Personalverantwortlichen geknüpft:
    • Beratungsgespräche und Analyse des Betriebs
    • Identifikation und Schaffung von Stellen
    • Initiative Inklusion: Auszeichnung von Arbeitgebern, die sich besonders für Inklusion engagieren
  • Bei guter Passung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden Arbeitserprobungen in Betrieben oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung vorgenommen. Ziel ist immer die Festanstellung bzw. ein langfristiges Beschäftigungsverhältnis.
  • Darüber hinaus findet bei Bedarf eine Vernetzung mit weiteren Fachdiensten und Beratungsstellen, wie z.B. Sozialpsychiatrischer Dienst, Integrationsamt, Schuldnerberatungsstelle, Bürgerstiftung, Suchtberatung, Gesundheitsamt etc. statt.
  • Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden zudem von der Access Integrationsbegleitung gGmbH begleitet.
  • Am Projekt ZUSA beteiligt waren die Jobcenter Erlangen, die Bundesagentur für Arbeit, die Access Integrationsbegleitung gGmbH, eine Kommunikationsagentur, mehrere Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Integrative Betriebe, Beirat mit Mitgliedern aus Wirtschaft und Politik, Arbeitgeber, Arbeitnehmer / Maßnahmeteilnehmer.
  • Finanziert wurde das Projekt ZUSA aus Mitteln des Ausgleichsfonds durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
  • Es wurde ein ZUSA-Beirat mit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in der Region eingerichtet.
  • Arbeitgeber wurden in Diskussionsrunden („AG-Stammtische“) aktiv in die Projektentwicklung einbezogen. Des Weiteren fanden zwei große Events mit Arbeitgebern der Region statt.

Erfolge

  • Die Beratung und Begleitung der Einzelpersonen mit Behinderung wird auch seit Projektende weiterhin angelehnt an das Konzept durchgeführt.
  • Die Jobcenter der Stadt Erlangen und des Landkreises Erlangen Höchstadt arbeiten in der Vermittlung von Personen mit Behinderung regelmäßig zusammen.
  • Erfolge nach dreijähriger Projektlaufzeit:
    • 240 ausführliche Informationsgespräche mit Menschen aus dem Personenkreis
    • 180 Maßnahmeteilnehmer, Aktivierungen / Stabilisierungen
    • 50 Integrationen in den Arbeitsmarkt
    • ca. 800 Arbeitgeberkontakte
    • ca. 180 Arbeitserprobungen
  • „Miteinander-Preis“ der Bayerischen Staatsregierung (2016)

Kontakt

Karl-Heinz Miederer

Geschäftsführer
ACCESS gGmbH
Michael-Vogel-Straße 1c
91052 Erlangen
Telefon: 09131 - 897 444

Martin Federschmidt

Bereichsleiter
ACCESS gGmbH
Michael-Vogel-Straße 1c
91052 Erlangen
Telefon: 09131 - 897 444

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

ErlangenBayern

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2016

110.238

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

3,4

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