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Hamburg - Vom multikulturellen Klassen- zum multikulturellen Lehrerzimmer: Hamburger Netzwerk „Lehrkräfte mit Migrationshintergrund"

Das Hamburger Netzwerk „Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte" versteht sich als Interessenvertretung für (angehende) Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte mit Migrationsgeschichte. Es bietet eine Plattform, um eigene Ideen zur interkulturellen Öffnung unseres Bildungssystems zu realisieren. Die Qualität der Hamburger Bildungseinrichtungen soll durch Unterstützung der interkulturellen Öffnung von Schulen verbessert werden.

Ausgangslage

  • Hamburg ist im Bundesvergleich das Bundesland mit dem anteilig höchsten Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.
  • Die Vielfalt der Schülerschaft spiegelt sich jedoch nicht in den Lehrerzimmern wieder. Trotz steigender Zahlen gehört der überwiegende Teil der Lehrkräfte der Mehrheitsgesellschaft an und ist selbst nicht in einem multikulturellen Umfeld aufgewachsen.

Ziele

  • Die Förderung
    • des Potenzials einer kulturell und sprachlich heterogenen Gesellschaft,
    • der gesellschaftlichen Partizipation von Menschen mit Migrationsgeschichte,
    • des Bildungserfolgs von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte und
    • der Qualität der Hamburger Bildungseinrichtungen durch Unterstützung der interkulturellen Öffnung von Schulen, insbesondere durch die Gewinnung von mehr Lehrkräften mit Migrationsgeschichte.

Umsetzung

Angebote des Netzwerkes sind:

  • Einzelberatungen für (angehende) Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte sowie Lehrkräfte mit ausländischen Abschlüssen.
  • „Interkultur ganz einfach!" – Wahlmodul für Lehrkräfte mit und ohne Migrationsgeschichte im Vorbereitungsdienst sowie in der Anpassungsqualifizierung: Anhand von praktischen Übungen wird u.a. die eigene soziokulturelle Prägung im Modul reflektiert und eingeübt Missverständnissen entgegen zu steuern.
  • Referentinnen- und Referentenpool: Die Fortbildungsreihe richtet sich an pädagogische Fachkräfte an Hamburger Schulen, die Interesse an einer Tätigkeit als Referentin bzw. Referent am Hamburger Landesinstitut haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer…
    • lernen Grundsätze und Beispiele für gute interkulturelle Praxis kennen,
    • entwickeln unter Anleitung und in kollegialer Beratung ein eigenes Fortbildungskonzept,
    • lernen didaktische Modelle zur Planung und Durchführung von Lehr- und Lernprozessen in Fortbildungsveranstaltungen kennen,
    • erproben in Simulationen ihre Rolle als Fortbildnerin bzw. Fortbildner und
    • erhalten einen ersten Überblick über die organisatorischen Rahmenbedingungen für die Arbeit als Fortbildnerin bzw. Fortbildner am Landesinstitut.
  • Schülerinnen- und Schülercampus: Ziel ist es, mehr junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für das Lehramtsstudium und den Lehrerinnen und Lehrerberuf zu interessieren.
  • Treffen und Tagungen: Halbjährlich finden öffentliche oder netzwerkinterne Tagungen und Treffen mit Berichten über die Angebote und Vorhaben des Netzwerks statt. Externen Trägern interkultureller Projekte bietet sich die Möglichkeit, sich vorzustellen. Vorträge von Expertinnen und Experten zum Thema „Migration und Bildung" werden gehalten.
  • Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination (IKO): Die vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung und der Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung (KWB e. V.) ausgerichtete Qualifizierungsmaßnahme bereitet Hamburger Lehrkräfte auf ihren Einsatz als „Veränderungsakteure" vor, die interkulturelle Schulentwicklungsprozesse initiieren und begleiten.
  • Horizonte – Stipendien für angehende Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte: Mit dem Stipendienprogramm 'Horizonte' fördern die Claussen-Simon-Stiftung, die Jürgen Sengpiel Stiftung und die Dürr-Stiftung angehende Lehrkräfte mit Migrationshintergrund, die ein Lehramtsstudium an der Universität Hamburg absolvieren. Als Kooperationspartner unterstützt das Hamburger Netzwerk „Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte" das Programm.

Erfolge

  • Mit seinen Angeboten und Kooperationen bietet und unterstützt das Netzwerk passgenaue Formate für Schülerinnen und Schüler, Lehramtsstudierende, Lehrkräften im Vorbereitungsdienst und der Anpassungsqualifizierung sowie Lehrkräften mit Migrationsgeschichte von der ersten Studienfachwahl bis zur Übernahme erster Leitungsaufgaben.
  • Aktuell verfügt das Netzwerk über Kontakte zu ca. 270 Hamburger Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften, die eine Zuwanderungsgeschichte haben.
  • Die Zahl der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, die über einen Migrationshintergrund verfügt, liegt in Hamburg seit mehreren Jahren konstant knapp über 20 Prozent. Hiermit zählt Hamburg zu den Spitzenreitern im bundesweiten Vergleich.

Kontakt

Frau Anh Thi Do-Kavka

Landeskoordination des Netzwerks der Lehrkräfte mit Migrationshintergrund
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)
Felix-Dahn-Str. 3
20357 Hamburg

Herr Faried Ragab

Landeskoordination des Netzwerks der Lehrkräfte mit Migrationshintergrund
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)
Felix-Dahn-Str. 3
20357 Hamburg

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

Hamburg

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2015

1.787.408

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

7,5

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