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Landkreis Gütersloh - "Erfolgreich in Ausbildung"

Vermittlungsprämien und enge Kooperation: Der Kreis Düren hat ein zukunftsweisendes Projektkonzept zur Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern sowie Flüchtlingen mit Duldungsstatus und Bescheinigungen über die Meldung als Asylsuchende (BÜMA) entwickelt.

Ausgangslage

  • Mit dem Projekt wird auf die ungenügende Ausbildungsplatzsituation für Hauptschüler reagiert. Übergangscoaches unterstützen die Schulabgänger um einen passenden Ausbildungsplatz zu finden und werben in der lokalen Wirtschaft für neue Plätze.
  • Die Ausbildungssituation für Hauptschüler im Kreis Gütersloh stellte sich zu Projektbeginn als zunehmend problematisch heraus. Die Ausbildungsplatzlücke entstand insbesondere durch hohe Schulabgängerzahlen und ein nicht ausreichendes Angebot an Ausbildungsplätzen. Die Lücke wurde zudem durch die jährlich hohe Anzahl an Altbewerbern aufrechterhalten.
  • Nicht einmal mehr ein Viertel der Betriebe bildet noch aus, Gründe dafür sind u. a. die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern sowie eine Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Das rechnerische Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei den gemeldeten Ausbildungsstellen lag noch im April 2008 im Kreis Gütersloh nach der Statistik der Bundesagentur für Arbeit bei etwa 1:2.
  • Das Handwerk ist Hauptarbeitgeber für Hauptschüler, die technischen und kognitiven Anforderungen steigen aber auch im Handwerk. Hauptschüler werden zunehmend von Absolventen anderer Schulformen verdrängt.
     

Ziele

  • Passgenaue Vermittlung von Schülerinnen und Schülern mit Hauptschulabschluss in berufliche Ausbildung.
  • Verringerung der Abbrecherquote, insbesondere im ersten Ausbildungshalbjahr
  • Akquise von Partnerunternehmen
  • Verbesserung der schulischen Berufsorientierung mit weiteren Akteuren

Umsetzung

  • „Erfolgreich in Ausbildung" entstand aus einem Modellprojekt in ganz Ostwestfalen Mitte und wird in den Kreisen Gütersloh, Lippe und in der Stadt Bielefeld weitergeführt.
  • Seither arbeitet das Projekt mit 21 Übergangscoaches sowie mit einer Projektleitung, einer Projektkoordination und weiteren Mitarbeitern. Arbeitgeber der Coaches sind freie Träger (AWO, Kolping, Caritas), Städte und Gemeinden oder der Kreis Gütersloh.
  • Teilnehmende Schulen sind alle Haupt- und Gesamtschulen im Kreis. Erste Zielgruppe sind Schüler der 9. und 10. Klassen (Abgangsschüler).
  • Folgende Kernaufgaben werden Jugendlichen durch den Übergangscoach bereit gestellt:
    • Erstgespräch: Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation des Schülers. Der Rahmen für das ggfs. folgende Coaching wird festgelegt.
    • Berufsinteressentest: Der Berufsinteressentest liefert dem noch orientierungslosen Schüler eine erste Information über die mögliche berufliche Ausrichtung und dem Übergangscoach Aufschluss über den Unterstützungsbedarf.
    • Einzelcoaching: Ein kontinuierlicher Prozess der beruflichen Wegeplanung des Schülers mit Unterstützung des Übergangscoaches. Entsprechend der Fähigkeiten, Stärken und Interessen des Schülers werden passende berufliche Perspektiven eröffnet, Umsetzungsschritte vereinbart und umgesetzt.
    • Akquise und Vermittlung: Der Schüler erhält eine individuelle Unterstützung bei der Suche und der geeigneten Auswahl von Praktikums- und Ausbildungsplätzen.
    • Simuliertes Vorstellungsgespräch: Das simulierte Vorstellungsgespräch dient der Erprobung eines Vorstellungsgespräches unter nahezu realen Bedingungen.
    • Nachbetreuung: Der Übergangscoach ist auch noch im ersten Ausbildungshalbjahr Ansprechpartner für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe.
  • Dabei kooperieren die Übergangscoaches mit zahlreichen weiteren schulischen und außerschulischen Akteuren der Berufsorientierung, wie den Berufswahlkoordinatoren, Schulsozialarbeitern, Kompetenzagenturen, Berufsberatern, Fallmanagern, Kammern und Unternehmerverbände, freien Trägern, Unternehmen etc.
  • Die Projektkoordination übernimmt im Projekt „Erfolgreich in Ausbildung" im Wesentlichen eine Mittlerfunktion, die sich in unterschiedlichen Aufgabenbereichen widerspiegelt.

Erfolge

  • kontinuierlich gestiegene Vermittlungszahlen in betriebliche und schulische Berufsausbildung
  • In Zeiten der Wirtschaftskrise mit einem Rückgang von Ausbildungsstellen um 9,9% (Angabe der Arbeitsagentur Kreis Gütersloh) ist die Vermittlungsquote von Abgangsschüler/innen der 15 Hauptschulen in duale Ausbildung im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,3%-Punkte gesunken ist,
  • Die Vermittlungsquote in eine vollqualifizierende schulische Berufsausbildung wurde gesteigert.
  • Insgesamt knapp 45% aller Schulabgänger der 15 Hauptschulen konnten in eine Berufsausbildung einmünden (bundesweit ca. 20 %).
  • Durch das Angebot der Nachbetreuung im ersten Ausbildungshalbjahr der vermittelten Jugendlichen konnte die Abbrecherquote auf ein Minimum gesenkt werden.
  • alle Projektschülerinnen und Projektschüler verlassen die Schule mit einem beruflichen Ziel vor Augen und einer persönlichen Planung, wie sie dieses Ziel erreichen können.

Kontakt

Melanie Genrich

Projektkoordinatorin
Kreis Gütersloh
Herzebrocker Str. 140
33324 Gütersloh
Telefon: 05241 - 85 15 17

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