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Hamm - Bürgeramt für Migration und Integration

Identifikation mit der Region per Wettbewerb: Die junge Region Südwestfalen ist stark vom demographischen Wandel betroffen. Schülerinnen und Schüler aller Schulformen wurden aufgefordert, sich mit der „Gegenwart und Zukunft des ländlichen Raums in Südwestfalen" zu beschäftigen und ein kreatives Spiel zu erfinden. 

Ausgangslage

  • In vielen Universitätsstädten ist günstiger Wohnraum für Studierende knapp. Dieses Problem verschärft sich durch die steigende Zahl der Studierenden.
  • Alleine im Wintersemester 2016/17 waren rund 65.000 Studierende an der Westfälischen Wilhelms-Universität eingeschrieben.
  • Außerdem wohnen viele ältere Menschen in Münster. Der prozentuale Anteil der 65-79 jährigen lag 2017 um 11.7 % und der über 80-Jährigen um 5.1%.
  • Ältere Menschen bewohnen häufig Häuser oder Wohnungen, die ihnen zu groß geworden sind, z. B. durch den Auszug der Kinder oder den Tod des Partners/der Partnerin.
  • Gleichzeitig können viele ältere Menschen Hilfe im Haushalt, im Garten oder beim Einkaufen gebrauchen oder wünschen sich ein bisschen Gesellschaft.

Ziele

  • weitere Optimierung der Migrations- und Integrationsarbeit der Stadt und der kommunalen Service-Leistungen für Bürger mit Migrationshintergrund
  • Ausbau der Steuerungsmöglichkeiten der Kommune angesichts der demographischen Entwicklung (weniger, bunter, älter)

Umsetzung

  • In einem ersten Schritt wurde die bis dahin beim Amt für „Personalstands- und Ausländerwesen" angesiedelte Ausländerbehörde organisatorisch und räumlich dem Amt für Soziale Integration zugeordnet.
  • Durch die Schaffung des Bürgeramtes für Migration und Integration als zentraler Servicestelle werden alle Dienstleistungen im Zusammenhang mit Migration und Integration gebündelt, die getrennten Bereiche der Ordnungsbehörde und der Sozialverwaltung zusammengeführt und somit den Kunden eine Bedienung aus einer Hand (one-stop-government) geboten.
  • Ebenso zogen die örtliche Migrationserstberatung und der Jugendmigrationsdienst, durchgeführt von Arbeiterwohlfahrt und Deutschem Roten Kreuz, in die Räumlichkeiten des Amtes für Soziale Integration und wurden Teil des Bürgeramtes für Migration und Integration.
  • Alle beteiligten Institutionen bewahren dabei jedoch ihre eigenständige Aufgabenwahrnehmung und die sich aus dem Zuwanderungsgesetz ergebende Unabhängigkeit. Dies wird auch den Kunden klar kommuniziert.
  • Durch die unmittelbare räumliche Zusammenarbeit kann mit jedem Neuzuwanderer unmittelbar nach der Einreise ein individuelles Integrationsprogramm entwickelt werden.
  • Durch diese neue Form der Integrationsarbeit werden Zeitverluste vermieden, die sich bis jetzt z. B. im Bereich des Familiennachzugs negativ auf den Integrationsprozess ausgewirkt haben.
  • Auch durch die räumliche Gestaltung (Front-Office, Spielecke etc.) soll den Migranten ihre Wertschätzung durch die Stadt Hamm vermittelt werden.
  • Aufbau von stadtweiten Netzwerken für Frauen sowie Seniorinnen und Senioren mit Migrationshintergrund.
  • Standort des MIMI-Projektes (Gesundheitsförderung für Migranten) sowie Gewinnung, Ausbildung und Einsatz von freiwilligen Migrantinnen und Migranten als Multiplikatoren zur Unterstützung der Erziehungs- und Bildungsarbeit in Familien mit Migrationshintergrund.
  • Einrichtung von Stadtteilbüros bzw. offenen Bewohnertreffs in Quartieren mit hohem Migrantenanteil.
  • Die Stadt verfügt über ein flächendeckendes Netz von „Integrationsbegleitern und Mediatoren". Durch direkte Ansprache werden Bürger ermuntert, als Integrationslotsen tätig zu werden.
  • Die Stadt versucht Migranten und ihre Vereine und Organisationen in Entscheidungsprozesse einzubinden. Sie erhalten auch finanzielle Unterstützung zur Selbstorganisation.
  • Regelmäßige Treffen von Vertretern der Verwaltung und dem Oberbürgermeister mit den Vorständen der Migrantenorganisationen zur Abstimmung der Integrationsarbeit.
  • Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen hat die Stadt Hamm 2016 ein eigenes Amt für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten eingerichtet. Dieses ist allein für die Unterbringung und die wirtschaftliche Hilfe der Flüchtlinge sowie die Rückführung/Abschiebung der abgelehnten Asylbewerber (StA 54) zuständig. Diese Aufgabe gehört jetzt nicht mehr in das Bürgeramt für Migration und Integration.
  • Ein neues Projekt des Bürgeramts für Migration und Integration ist das "Integrationsmanagement". Es ist zunächst auf Flüchtlinge ausgerichtet und soll im Laufe der nächsten 12 Monate auch auf die Zuwanderung aus Südost-Europa übertragen werden. Das Integrationsmanagement ist stadtteil- und quartiersorientiert ausgerichtet.

Erfolge

  • Viele Städte und auch Kreise besuchten das Bürgeramt und haben sich das Konzept erläutern lassen – ferner wurde das Konzept anderen Kommunen bei vielen Vorträgen vorgestellt.
  • In das Bürgeramt wurde zwischenzeitlich auch das neu eingerichtete Kommunale Integrationszentrum einbezogen. Somit haben sich die Integrationsmaßnahmen und Kompetenzen noch erheblich erhöht.
  • Es entstand ein neues Integrationskonzept. Das Besondere im Integrationskonzept ist das Integrationsmanagement, das von der (bisherigen) Landesregierung NRW sehr gewürdigt wurde.
  • Das neue Projekt "Integrationsmanagement" des Bürgeramts für Migration und Integration wurde vom Land NRW im Rahmen des Projektes „Einwanderung gestalten" ausgewählt. Das Land NRW fördert jetzt die weitere Umsetzung, Evaluation und den Aufbau eines Qualitätsmanagements. Auch dieses Projekt stößt nicht nur bei der Landesregierung auf großes Interesse, sondern auch bei vielen anderen Kommunen in NRW und auch in anderen Bundesländern.

Kontakt

Wolfgang Müller

Leiter des Amtes für Soziale Integration und Stellv. Fachbereichsleiter Jugend, Gesundheit und Soziales
Stadt Hamm
Telefon: 02381-176000

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