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Altena - Pop Up Stores

New York, Barcelona, ​​London, Paris, Berlin ... und Altena! Pop-Up-Stores beleben die Innenstadt der nordrheinwestfälischen Kleinstadt. Ein kurzfristiges Projekt zeigt langfristige Wirkung.

Ausgangslage

  • Überdurchschnittlich starker Bevölkerungsrückgang
  • Mangelnde Nahversorgung in der Stadt und Abfluss der Kaufkraft in benachbarte Städte
  • Wachsender Leerstand in der Innenstadt; Bild einer sterbenden Stadt
  • Die Initialzündung für das Projekt „Pop-Up Altena" stellt die Errichtung einer neuen touristischen Attraktion inmitten der Innenstadt dar: Der Erlebnisaufzug Burg Altena hatte sich zu dem Leuchtturmprojekt der Regionale 2013 entwickelt. Aus diesem Grund wurde ein dringender Bedarf gesehen, das Stadtbild für Besucher und auch Bewohner attraktiver zu gestalten.

Ziele

  • Die Pop-Up-Stores sind ein wichtiger Baustein um das Gesamtziel einer attraktiven Innenstadt zu erreichen.
  • Somit sollte ein Gesamtpaket für den Besucher geschaffen werden: Dieser besucht Altena nicht nur für einen Besuch der Burg Altena und des Erlebnisaufzugs, sondern ist unter Umständen auch an einem Stadtbummel und dem Besuch eines Cafés interessiert.
  • Zudem sollten die Pop-Up-Stores einen Aufschwung bewirken, bei dem auch die bereits ansässigen Einzelhändler mitwirken und zusätzlich das Image einer auflebenden Stadt prägen.
  • Die Pop-Up-Stores wurden vor allen Dingen als geeignetes Konzept gesehen gleich mehrere Ladenlokale auf einmal anzusiedeln, da das Risiko für Teilnehmer und Hausbesitzer sehr überschaubar war.

Umsetzung

  • Die Umsetzung des ersten Projekts im Detail:
    • Verhandlungen mit Hausbesitzern über Mietkonditionen (Erstellung eines Leporellos mit Infos für Hausbesitzer)
    • Erstellung von Verträgen (Verein als Zwischenmieter; Ermitteln eines durchschnittlichen Mietpreises à dieser lag für die Dauer des Projekts bei 2,00€/m² kalt + 2,00€/m² Nebenkosten)
    • Kontaktieren von potenziellen Pop-Up-Betreibern (Einzelhändler aus Altena, sowie umliegenden Städten, größeren Firmen mit Markenprodukten)
    • Infoabend zu dem Projekt (mit Werbematerial für Interessenten)
    • Finanzielle Unterstützung der Pop-Up-Betreiber mit max. 800,00 € zur Herrichtung des Ladenlokals
    • Organisation eines Eröffnungsevents: Den ganzen Tag über belebten 9 Künstler (zum Teil auf Stelzen) die Innenstadt mit beeindruckenden Kostümen und einer Show (unter anderem gab es eine Show am Trapez, sowie eine Feuershow am späten Abend)
    • Umfangreiche Erstellung von Werbe- und Infomaterial (für Hausbesitzer, Pop-Up-Betreiber, Presse, Werbung Events, Bürger)
    • Durchführung von 2 Pop-Up-Phasen vom 22.04-03.08. (dabei wurde darauf geachtet, dass in jeder Phase mindestens ein Event als Highlight stattfindet) In der ersten Phase gab es 5 Pop-Up Stores.
    • Trotz Projektende werden weitere Pop-Up-Stores bestmöglich unterstützt.
  • Akteure waren:
    • Agentur „Urbane Helden" aus Berlin (Konzeptidee, Begleitung von Workshops und Erstellung eines Leporellos)
    • Altenaer Einzelhändler
    • Pop-Up Betreiber (Hobbykünstler, Einzelhändler, Start Ups)
    • Hausbesitzer
    • Ehrenamtliche Unterstützung (Leihgabe von Paletten zur Ladeneinrichtung, Palettentransport durch Gerüstbauunternehmen)
    • Altena Stadtmarketing e.V.
    • Werbeagentur
  • Im ersten Jahr standen über den Verein zur Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements in Altena e.V. Mittel aus dem Programm ExWoSt („Kooperation Konkret") zur Verfügung, um die teilnehmenden Pop-Up-Händler mit bis zu 800 Euro bei der Erstausstattung der Läden zu unterstützen. Diese waren in 2015 nicht mehr verfügbar. Da damals die Finanzierung über das KoKo Programm ausgelaufen war.
  • Grundsätzlich ist das Projekt ohne Förderung realisierbar, da das Konzept der Pop-Up-Stores an sich viele Vorteile für Ladenbetreiber bietet.

Erfolge

  • Durch das Projekt konnte Altena das noch in ihrer Bürgerschaft schlummernde Potential an Ladenbetreibern und Kreativen abschöpfen. Fünf von den Testläden sind seit dem noch vorhanden. Darunter ein Holz-Atelier, zwei Stoffläden und zwei Cafés.
  • Ein wichtiger Meilenstein bei dem Projekt war die Zusage von zunächst vier Pop-Up-Stores in der ersten Phase. Damit das Projekt groß vermarktet werden konnte, wurde eine Anzahl von mindestens 3-4 Pop-Up-Stores vorausgesetzt. Für die zweite Phase haben sich die Interessenten von alleine beim Projektteam gemeldet.
  • Altena wird seit dem häufig als Best-Practice Beispiel zum Thema Leerstandmanagement herangezogen. Zuletzt in der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 im Rahmen des Symposiums „Gute Geschäfte" und der dazugehörigen Veröffentlichung. Daraufhin melden sich interessierte Kommunen.
  • Hobbykünstler bekommen die Gelegenheit, sich ohne großes Risiko selbstständig zu machen
  • Das Projekt wurde im Folgejahr noch einmal wiederholt, gekoppelt an ein Pop-Up-Weekend als Start-Veranstaltung und ohne finanzielle Förderung.
  • Es gibt weitere Anfragen von potentiellen Gründern auch nach Ablauf des Projekts.

Kontakt

Tourismus- und Innenstadtmanagement

Stadt Altena
Lüdenscheiderstraße 22
58762 Altena
Telefon: 02352 - 20 92 95

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Weiterführende Informationen

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