Altena - Pop Up Stores

New York, Barcelona, ​​London, Paris, Berlin ... Pop-Up-Stores sind überall - und seit dem 22. April auch in Altena! Neue Geschäfte bringen Leben in die Innenstadt.

Ausgangslage

  • Überdurchschnittlich starker Bevölkerungsrückgang
  • Mangelnde Nahversorgung in der Stadt à Abfluss der Kaufkraft in benachbarte Städte
  • Wachsender Leerstand in der Innenstadt; Bild einer sterbenden Stadt
  • Die Initialzündung für das Projekt „Pop-Up Altena" stellt die Errichtung einer neuen touristischen Attraktion inmitten der Innenstadt dar. In der Lennestraße (Einkaufsstraße) wurde in den Berg hinein ein „Erlebnisaufzug" hoch zur Burg gebaut. Der Erlebnisaufzug besteht aus einem 90m langen Stollen mit 7 Erlebnisstationen, an denen mithilfe multimedialer Technik Elemente aus Sagen der Region wiedergespielt werden. Am Ende des Stollens führt der Aufzug den Besucher 80m hoch in den oberen Burghof der Burg Altena.

Ziele

  • Der Erlebnisaufzug Burg Altena hat sich zu dem Leuchtturmprojekt der Regionale 2013 entwickelt. Aus diesem Grund wurde ein dringender Bedarf gesehen, das Stadtbild für Besucher und auch Bewohner attraktiver zu gestalten. Die Pop-Up-Stores sind dabei ein wichtiger Baustein um das Gesamtziel einer attraktiven Innenstadt zu erreichen.
  • Somit soll ein Gesamtpaket für den Besucher geschaffen werden: Dieser besucht die Stadt nicht nur für einen Besuch der Burg Altena und des Erlebnisaufzugs aufsucht, sondern ist unter Umständen auch an einem Stadtbummel und dem Besuch eines Cafés interessiert.
  • Zudem sollten die Pop-Up-Stores einen Aufschwung bewirken, bei dem auch die bereits ansässigen Einzelhändler mitwirken und zusätzlich das Image einer auflebenden Stadt prägen
  • Die Pop-Up-Stores wurden vor allen Dingen als geeignetes Konzept gesehen gleich mehrere Ladenlokale auf einmal anzusiedeln, da das Risiko für Teilnehmer und Hausbesitzer sehr überschaubar war.

Umsetzung

  • Verhandlungen mit Hausbesitzern über Mietkonditionen (Erstellung eines Leporellos mit Infos für Hausbesitzer)
  • Erstellung von Verträgen (Verein als Zwischenmieter; Ermitteln eines durchschnittlichen Mietpreises à dieser lag für die Dauer des Projekts bei 2,00€/m² kalt + 2,00€/m² Nebenkosten)
  • Kontaktieren von potenziellen Pop-Up-Betreibern (Einzelhändler aus Altena, sowie umliegenden Städten, größeren Firmen mit Markenprodukten)
  • Infoabend zu dem Projekt (mit Werbematerial für Interessenten)
  • Finanzielle Unterstützung der Pop-Up-Betreiber mit max. 800,00 € zur Herrichtung des Ladenlokals
  • Anmieten der Ladenlokale ab Anfang April; Start des Projekts: 22.04.2014
  • Organisation eines Eröffnungsevents am Dienstag den 22.04.2014 war ein voller Erfolg. Den ganzen Tag über belebten 9 Künstler (zum Teil auf Stelzen) die Innenstadt mit beeindruckenden Kostümen und einer tollen Show (unter anderem gab es eine Show am Trapez, sowie eine Feuershow am späten Abend)
  • Umfangreiche Erstellung von Werbe- und Infomaterial (für Hausbesitzer, Pop-Up-Betreiber, Presse, Werbung Events, Bürger)
  • Durchführung von 2 Pop-Up-Phasen vom 22.04-03.08. (dabei wurde darauf geachtet, dass in jeder Phase mindestens ein Event als Highlight stattfindet) In der ersten Phase gab es 5 Pop-Up Stores

Phase 1:

  • Ham Clothing – Streetstyle Modelabel
  • Möbel Lechtenbrink – ortsansässige Möbelfirma
  • Geschenke Turner – Marken-Geschenkartikel
  • Familie Nickel – Produkte aus der Grünholzbearbeitung
  • Der Drahtdealer – Souvenirs aus Draht (WFG Altena)

Phase 2:

  • Geschenke Turner – Marken-Geschenkartikel
  • Familie Nickel – Produkte aus der Grünholzbearbeitung
  • Annäh's Stoffe – Stoffe und Nähkurse
  • Driemes – Stoffe und Kindersachen
  • Juwelier Betzler – Konplott Schmuck (Thema der Kollektion: Verlorene Unschuld am Gartenzaun)
  • Antica Ceramica – italienische Keramik
  • Pop Up Cafe „Talstation" in der alten Kneipe „Feedback"

Phase 3 (trotz Projektende werden weitere Pop-Up-Stores bestmöglich unterstützt):

  • Die grüne Fee – Bioprodukte aus der Region, sowie Naturkosmetika
  • „AlteNahKästchen"– Pop Up Store der katholischen Kirchengemeinde (Konzept mit Regalvermietung und Workshop-Angebot)

Ein wichtiger Meilenstein bei dem Projekt war die Zusage von zunächst vier Pop-Up-Stores in der ersten Phase. Damit das Projekt groß vermarktet werden konnte, wurde eine Anzahl von mindestens 3-4 Pop-Up-Stores vorausgesetzt. Für die zweite Phase haben sich die Interessenten von alleine beim Projektteam gemeldet.

Akteure (Wer war beteiligt? Wer wurde in den Prozess miteinbezogen?):

  • Agentur „Urbane Helden" aus Berlin (Konzeptidee, Begleitung von Workshops und Erstellung eines Leporellos)
  • Altenaer Einzelhändler
  • Pop-Up Betreiber (Hobbykünstler, Einzelhändler, Start Ups)
  • Hausbesitzer
  • Ehrenamtliche Unterstützung (Leihgabe von Paletten zur Ladeneinrichtung, Palettentransport durch Gerüstbauunternehmen)
  • Altena Stadtmarketing e.V.
  • Werbeagentur

Gab es ein innovatives Finanzierungsmodell?

  • Das Projekt konnte über Mittel des ExWoSt-Forschungsprojekt der Kooperation Konkret unterstützt werden. Das Projekt mit dem Namen „Altena – Lennestraße wir beheben den Leerstand" bietet genau die Finanzierungsmöglichkeiten, die für dieses Projekt interessant waren. Grundsätzlich wäre das Projekt aber auch ohne Förderung denkbar gewesen, da das Konzept der Pop-Up-Stores an sich viele Vorteile für Ladenbetreiber bietet.

Erfolge

  • Vier der Pop-Up Stores haben sich langfristig angesiedelt
  • Weitere Anfragen kommen auch nach Ablauf des Projekts rein
  • Das Image einer toten Stadt wandelt sich nach und nach zu einer aufblühenden Stadt
  • Die Medien und auch andere Städte/ wissenschaftliche Institutionen haben ein großes Interesse an dem Projekt à Hohe Medienwirksamkeit für die Stadt
  • Ein neues Pop-Up-Store Projekt für das kommende Jahr ist denkbar
  • Hobbykünstler bekommen die Gelegenheit, sich ohne großes Risiko selbstständig zu machen

Woran können die Bürger/innen die Erfolge erkennen?

  • Die Stadt ist belebter
  • Neue Einkaufsmöglichkeiten
  • Das Bild von der Stadt ist deutlich positiver und trägt sich auch nach außen (Bewohner von Nachbarstädten kommen wieder nach Altena)

Kontakt

Julia Hußmann

Tourismus- und Innenstadtmanagement
Stadt Altena
Lüdenscheiderstraße 22
58762 Altena
Telefon: 02352 - 20 92 95

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Altena Nordrhein-Westfalen

Demographietyp

Stark alternde Kommunen

Bevölkerung 2014

17.270

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

-22,6

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