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Osnabrück - Aufstiegschancen durch Mentoring

Mit „Mentoring für MigrantInnen bei der Stadt Osnabrück – IQ (interkulturelle Qualität)" wurden die Potentiale von Mitarbeitern mit Migrationserfahrungen gefördert. Heute werden die interkulturellen Kompetenzen aller Angestellten der Stadtverwaltung im Folgeprojekt TWOgether erhöht.

Ausgangslage

  • Die Stadt Osnabrück erlebte eine erhebliche Veränderung der städtischen Wohnbevölkerung durch die Zuwanderung der letzten Jahrzehnte. Insgesamt leben derzeit in der Stadt ca. 43.200 Personen, die im Ausland geboren sind.
  • Durch den demographischen Wandel wird sich der Anteil von Migrantinnen und Migranten an der Stadtbevölkerung auf mindestens ein Drittel erhöhen, während der allgemeine Trend einen Rückgang der Gesamtbevölkerung bei gleichzeitiger Alterung abzeichnet.
  • Die Stadt als Arbeitgeberin sieht sich vor der Herausforderung, dass sich die Zahl der qualifizierten Fachkräfte verringert und es dadurch Probleme bei der Rekrutierung neuen Personals geben wird. Sie sieht sich auch in der Selbstverpflichtung, Menschen verschiedener Ethnien zu beschäftigen.

Ziele

  • Das Programm „Mentoring für MigrantInnen bei der Stadt Osnabrück – IQ (Interkulturelle Qualität)" verfolgt als Teil der Gesamtstrategie „Interkulturelle Qualität für die Stadt Osnabrück" folgende langfristige Ziele:
    • Langfristig soll der Migrantenanteil an der Stadtverwaltung Osnabrück erhöht werden und die bereits dort arbeitenden Migranten besser integriert werden.
    • Die interkulturellen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen erhöht werden.
    • Im Rahmen des Programms „Mentoring für MigrantInnen bei der Stadt Osnabrück – IQ (interkulturelle Qualität)" sollen die vielfältigen Potentiale von Mitarbeitern mit Migrationserfahrungen sowohl in deren Interesse als auch im Interesse der Organisation genutzt werden.
    • frühzeitige Förderung und Integration von Migrantinnen und Migranten in der Stadtverwaltung Osnabrück
    • praxisnahe Vorbereitung von Migrantinnen und Migranten auf berufliche Anforderungen und Führungspositionen bei der Stadtverwaltung Osnabrück
    • Schaffung von Rahmenbedingungen, die es Migrantinnen und Migranten ermöglichen, in der Zukunft verstärkt Führungspositionen zu übernehmen
    • Unterstützung der Migrantinnen und Migranten in der selbstbewussten Wahrnehmung und Einbringung ihres interkulturellen Wissens
    • systematische Weiterentwicklung der Führungsqualitäten und interkulturellen Kompetenzen der Mentorinnen und Mentoren
  • Ebenso versucht die Stadt durch dieses Programm, ihr Leitbild der Friedenskulturstadt vorbildlich nach innen und außen zu leben.

Umsetzung

  • Im Rahmen einer Informationskampagne werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt auf das Programm aufmerksam gemacht. Man kann sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter selber bewerben oder von einer Führungskraft für die Teilnahme am Programm vorgeschlagen werden.
  • Für einen Zeitraum von zehn Monaten werden aus den Bewerberinnen und Bewerbern „Mentoring-Tandems" zusammengestellt. Als Mentorinnen und Mentoren agieren erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt, die durch das Programm ihre interkulturellen Qualifikationen schulen sollen. Diesen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationserfahrungen als Mentees zur Seite gestellt.
  • Das Programm setzt sich aus den Bausteinen Mentoringbeziehung, Seminare/Workshops und interkulturell relevanten Gruppenprojekten der Mentees zusammen.
  • Das Steuerungsteam des Projekts setzt sich aus der Fachbereichsleitung, Personalentwicklung, Personalverantwortlichen der städtischen Gesellschaften, dem Personalrat, der Gleichstellungsbeauftragten und je einer Vertreterin bzw. einem Vertreter der Mentoren und der Mentees zusammen.
  • Das Projekt wurde durch Fördermittel aus dem Sozialfonds der Europäischen Union aus dem EQUAL Programm initiiert. Seitdem wurde es aus dem Budget der Personalentwicklung als eigenständiges Projekt finanziert.
  • Das Programm und seine Ergebnisse sind als Baustein in das Personalentwicklungsprogramm der Stadt aufgenommen worden.
  • Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück entwickelt, die es auch wissenschaftlich begleitet und evaluiert hat.

Erfolge

  • In den wiederholten Durchläufen des Programms nahmen bereits über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund teil.
  • Aus „Mentoring für MigrantInnen bei der Stadt Osnabrück – IQ (interkulturelle Qualität)" entstand ein Folgeprojekt: das interkulturelle Tandemprojekt TWOgether. Dabei handelt es sich um die Fortschreibung des Mentorings für Migranten.
  • Das Programm hat durch seinen praxisorientierten, pragmatischen und innovativen Charakter inzwischen nicht nur andere Kommunen, sondern auch Wirtschaftsunternehmen zur Nachahmung angeregt.
  • 1. Preis für kulturelle Vielfalt am Arbeitsplatz im Rahmen des Wettbewerbs der Kampagne „Vielfalt als Chance" in der Kategorie „Öffentliche Verwaltung" (2008). Der Wettbewerb war ausgeschrieben von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Kontakt

Karin Detert

Fachbereichsleiterin
Stadt Osnabrück
Stadtwaage/Markt 28
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 32 34 141

Hülliye Zengin

Stadt Osnabrück
Stadtwaage/Markt 28
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 32 32 422

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

OsnabrückNiedersachsen

Demographietyp

Wirtschaftszentren mit geringerer Wachstumsdynamik

Bevölkerung 2017

164.374

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

2,5

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