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Stuttgart - Stuttgarter Weg "Wir für Flüchtlinge"

Der „Stuttgarter Weg" steht für die Verantwortung der Bürgergesellschaft für die freundliche Aufnahme und Notwendigkeit einer bestmöglichen Versorgung, sowie für die Stärkung der gelebten Willkommens- und Anerkennungskultur in Stuttgart.

Ausgangslage

  • Die Landeshauptstadt Stuttgart ist mit einem Migrantenanteil von 43% eine kulturell vielfältige Einwanderungsstadt mit Menschen aus über 180 Nationen.
  • Die Stadt verfolgt einen inklusiven Ansatz: alle Menschen, die in Stuttgart leben, sind Stuttgarter – unabhängig von Pass und Herkunft.
  • Hierzu gehören derzeit auch über 8.500 geflüchtete Menschen, die in Stuttgart vielleicht eine neue Heimat finden werden.
  • Die Integrationsarbeit ist mit dem Konzept „Stuttgarter Bündnis für Integration" als Gesamtstrategie für die Verwaltung, Wirtschaft und die Bürgergesellschaft und somit als Querschnittsaufgabe ämter- und ressortübergreifend verankert und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dementsprechend ist auch die Flüchtlingsarbeit eine Querschnittsaufgabe.

Ziele

  • Förderung und Unterstützung des Ankommensprozesses der Flüchtlinge und ihre Integration und Teilhabe in die Bürgergesellschaft in allen Stadtbezirken
  • Sensibilisierung der Bürgergesellschaft für die Aufnahme und Notwendigkeit einer humanitären und bestmöglichen Versorgung von Flüchtlingen
  • Stärkung des Verständnisses für den Zuwachs der Flüchtlingszahlen in der Bevölkerung
  • Stärkung der Akzeptanz und Respekts für Flüchtlinge und damit Stärkung der gelebten Willkommens- und Anerkennungskultur in der Stadt Stuttgart

Umsetzung

  •  Der „Stuttgarter Weg" besteht aus vier Säulen:
    1. Die adäquate Betreuung der Flüchtlinge und pädagogische Hausleitung aus „einer Hand" nach dem Subsidiaritätsprinzip durch freie Träger der Wohlfahrtspflege 
    2. Der Aufbau und die Unterstützung des Ehrenamts (Gründung von Flüchtlingsfreundeskreisen)
    3. Die Berücksichtigung der besonderen Belange unterschiedlicher Zielgruppen
    4. Die dezentrale Unterbringung der Menschen in Wohnheimen und Wohnungen mit einer adäquaten Betriebsgröße von maximal 250 Plätzen pro Unterkunft in möglichst allen Stadtbezirken
  • Derzeit engagieren sich über 3000 ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger in rund 40 Flüchtlingsfreundeskreisen in allen Stadtbezirken, um den Ankommensprozess der Flüchtlinge zu begleiten und deren Integration und Teilhabe in die Stadtgesellschaft zu unterstützen.
  • Die Freundeskreise sind ein wichtiges Brückenglied zum Wohnumfeld der Flüchtlingswohnheime und leisten einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskul­tur der Stadt Stuttgart.
  • Zur Unterstützung der Arbeit der Ehrenamtlichen hat die Stadt mit Unterstützung der Bürgerstiftung eine Koordinierungsstelle zur Begleitung und Qualifizierung der Freundeskreise eingerichtet
  • Um eine problematische Abschiebung zu vermeiden, wird mit den Flüchtlingen ohne Bleibeperspektive eine humane Rückkehr mit Wiedereingliederungsperspektive im Herkunftsland vorbereitet und durchgeführt.
  • Zur Unterstützung des Konzeptes entwarfen Schülerinnen und Schüler der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule in Werbeagenturen Plakate zum Thema „Aufnahme von und Umgang mit Flüchtlingen" mit Willkommensbotschaften für Flüchtlinge.
  • Gemeinsam mit der Abteilung Integration der Landeshauptstadt Stuttgart wurde ein Fotoshooting organisiert, bei dem ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger mit Willkommensbotschaften fotografiert wurden.
  • Eine stadtweite Plakatkampagne unter dem Motto „Wir für Flüchtlinge" wurde durchgeführt: City-Light-Poster, auf denen ehrenamtliche Flüchtlingshelfer zu sehen sind und Postkarten mit Willkommensbotschaften wurden stadtweit verteilt.
  • Das Motto der Plakatkampagne „Wir für Flüchtlinge" wurde für die Homepage der Stadt Stuttgart übernommen.

Erfolge

  • Trotz der hohen Flüchtlingszahlen kann die Stadt die dezentrale Unterbringung aufrechterhalten, Ausnahmen gibt es nur bei Interimslösungen.
  • Der jährliche Flüchtlingsbericht wird in den verschiedenen Gremien vorgestellt.
  • Durch die Spende einer großen ortsansässigen Firma konnte ein Fördertopf für Kleinprojekte auf Stadtteilebene für Flüchtlinge eingerichtet werden.
  • Ausbau verschiedener Angebote für Flüchtlinge, wie:
    • flächendeckender Ausbau der städtischen Deutsch- und „Mama lernt" Deutschkurse für Flüchtlinge
    • „Urban Gardening Projekt"
    • Stuttgarter Asylcup (Fußballturnier) 
    • Initiative „Stuttgarter Weg zur Flüchtlingskulturarbeit"
  • Zur Stärkung des Stuttgarter Weges wurde neben den bestehenden Gremien zur Flüchtlingsarbeit die Taskforce Integration von Flüchtlingen eingerichtet. Deren Ziel ist es, ein abgestimmtes Verfahren der jeweiligen Ämter und Einrichtungen zu etablieren und den Austausch zwischen den Akteuren zu fördern und Doppelmaßnahmen zu verhindern.

Kontakt

Ayse Özbabacan

Landeshauptstadt Stuttgart
Stuttgart

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen

Demographieprofil

Demographieprofil

StuttgartBaden-Württemberg

Demographietyp

Zentren der Wissensgesellschaft

Bevölkerung 2017

632.743

Relative Bevölkerungsentwicklung 2012 bis 2030 (%)

7,0

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